Thomas Niederberger - Stadtpräsident

Shownotes

Thomas Niederberger - Stadtpräsident

Bevor jemand Verantwortung für eine Stadt übernimmt, gibt es einen Weg dorthin.

Erfahrungen aus der Vergangenheit,
Entscheidungen im Hier und Heute – und
Visionen für morgen.

Was formt einen Menschen in dieser Rolle?
Was gibt ihm Kraft, was fordert ihn heraus?
Was bewegt ihn persönlich?

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00:00:16: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wachs & Gäste.

00:00:21: Bevor jemand Verantwortung für eine Stadt übernimmt, gibt es einen Weg dorthin – Erfahrungen aus der Vergangenheit, Entscheidungen im Hier- und Heute-, Visionen für morgen.

00:00:34: Was formt einen Menschen in dieser Rolle?

00:00:37: Was gibt ihm Kraft?

00:00:39: Was fordert ihn heraus?

00:00:41: Was bewegt ihn persönlich?

00:00:43: Genau darüber möchte ich heute mit Thomas Niederberger, dem Stadtpräsidenten von Kreuzlingen gerne sprechen.

00:00:51: Lieber Thomas!

00:00:52: Herzlich willkommen und schön dass du mein Gast bist.

00:00:55: Dank vielmals, Guzima, dass ich darf da sein.

00:00:57: Ich freue mich sehr.

00:00:59: Thomas, ich habe es ja gerade kurz erwähnt.

00:01:01: Ich möchte so einen kleinen Weg gehen nur ein bisschen in die Vergangenheit ganz viel in der Gegenwart und natürlich interessiert mich auch so ein bisschen die Zukunft Dein beruflicher Werdegang, der ist ja sehr eng mit der öffentlichen Verwaltung verbunden.

00:01:17: Und so hat dich dein Weg auch Schritt für Schritt in all den Jahren jetzt in die Verantwortung einer Stadt gebracht.

00:01:25: twenty-sechsundzwanzig bist du im neunten Jahr, wenn ich das richtig recherchiert

00:01:30: habe

00:01:31: als Stadtpräsident von Kreuzlingen im Amt.

00:01:34: gab es einen Moment an dem wir klar wurde dass es genau der Ort an dem ich wirken möchte?

00:01:44: Nein, das ist bei mir eigentlich alles relativ spontan gewesen.

00:01:48: Meine ganze Karriere durchs gesagt oder ich habe wirklich so eine Verwaltungs-Karriere dürfen machen also vom Lehrling bis jetzt zum Stadtpräsident und jede Schritt wo ich auch dürfen mache hat sich ergeben.

00:02:05: Es war nie mein Ziel zum Stadtpresident zu werden Aber einfach mit den verschiedenen Aufgaben, die ich hätte dürfen übernehmen.

00:02:15: Wo ich dann nach ein paar Jahren wieder gemerkt habe, dass ich einen Schritt weitermachen und vorwärts machen würde.

00:02:25: Ich hatte wirklich riesige Glück bei mir, dass sich immer eine Tür aufgemacht hat.

00:02:31: Und ich hatte irgendwie immer die Gelegenheit, diese Chancen am Shop zu packen.

00:02:39: Er darf in die nächste Stufe gehen.

00:02:42: Und jetzt beim Stadtpräsidium, das war wirklich so.

00:02:45: Ich war relativ lang Stadtschreiber.

00:02:48: Zuerst in Romanzhorn zwölf Jahre und dann in Kreuzlingen acht Jahre.

00:02:55: Dann gab sich schon auch diese Überlegungen.

00:02:58: Okay, eigentlich das nächste wäre ein Gemeinspräsidium.

00:03:02: Ein Stadtpräsidium.

00:03:04: Und ich habe ihn schon ein bisschen umgeguckt im ganzen Kanton aber auch ausserkantonal.

00:03:09: Ich habe mir einfach die Augen aufgemacht und dann kam die Situation wirklich in Kreuzlingen, dass mein Vorgänger seinen Rücktritt erklärt hat.

00:03:20: Ich habe mir Dette die Gedanken gemacht und dachte, jetzt muss ich eigentlich die Chance

00:03:25: packen.

00:03:25: Dann

00:03:26: habe ich den Kandidatur aufgestellt und bin gewählt worden.

00:03:31: Seit Dette bin ich absolut happy, dass ich die Aufgabe darf machen.

00:03:36: Das spürt man mit welchem Engagement oder Leidenschaft du deinen Amt ausübst.

00:03:42: Zum einen warst du sicher zur richtigen Zeit am richtigen Ort Und hast natürlich auch nicht gezögert zu sagen, ja ich will mehr Verantwortung.

00:03:49: Ich will den nächsten Schritt gehen und insofern ist es toll dass du das schon so lange machst.

00:03:56: Kreuzlinge ist die größte Stadt am Bodensee und daraus ergibt sich ja schon auch so eine Art Führungsposition.

00:04:04: Was bedeutet das für dich und deine

00:04:07: Arbeit?

00:04:08: Wir sind nur die grösste Stadt auf der Schweizer Seite.

00:04:11: Ja

00:04:13: Richtig

00:04:15: Es ist natürlich so, dass wir gerade entlang des Bodensee nur zwei unterschiedliche Kantöne haben.

00:04:23: Kanton St.

00:04:23: Gallen und Kantonturgau.

00:04:25: Aber ich glaube, gerade jetzt, wenn man im Kantontorgau schaut, nimmt Kreuzlingen schon eine sehr wichtige Stellung ein.

00:04:36: oder die Hauptstadt ist Frauenfeld, ist unbestritten und dann ist Kreuzling in der zweitgrössten Stadt im Turgau Aber an einem speziellen Ort.

00:04:48: Am Bodensee, privilegierte Lage, das muss man wirklich sagen ... Aber auch Einfalls hier von Deutschland oder EU, NATO-Aussengrenzen soll auch eine spezielle Situation zusammenbaut mit Konstanz auch spezielle Situationen.

00:05:10: Sehr spannende und interessante, eine schöne Situation oder?

00:05:15: Aber ich glaube das macht den Standort Kreuzlingen und die Menschen, die vielleicht eben auch eher international zusammensetzen haben aufgrund dieser Grenzlage, machen es auch noch einmal speziell.

00:05:29: Darum denke ich, hat die Kreuzlinge schon eine spezielle Rolle und wir versuchen sie auch Worts zu nehmen im Kanton.

00:05:38: Ich glaube das wird auch wahrgenommen also dass unsere Region sehr stark unterwegs ist.

00:05:45: Das wird sehr genau im Kantone aber auch ausserkantonal wahrgenommen.

00:05:50: Du hast es gerade angesprochen... Kreuzlingen ist auch eine Grenzstadt.

00:05:54: Konstanz ist daneben dran, das birgt ja auch unglaublich viele Möglichkeiten natürlich und Chancen auf der anderen Seite.

00:06:03: ich möchte es jetzt nicht Probleme nennen aber natürlich auch Herausforderungen.

00:06:06: lass es mich mal so sagen wie seid ihr da gemeinsam auf dem Weg?

00:06:10: funktioniert es gut?

00:06:12: Ist das für dich auch wirklich Tartesgeschäft weil das so nah beieinander ist?

00:06:20: Ich glaube, du hast es sehr schön gesagt.

00:06:21: Das sind Chancen und Herausforderungen.

00:06:25: Und da ist es wirklich.

00:06:27: Oder eine Chance natürlich.

00:06:29: Es ist extrem interessant in dieser Stadt zu leben.

00:06:38: Leute von auswärts darf begrüßen, sag ich einmal.

00:06:41: Wir sind der Stadt mit über hunderttausend Einwohnern, aber nicht ganz in der Mitte geht die EU und eine nahe Dose Grenze durch.

00:06:51: Konstanz ist natürlich einiges grösser als Kreuzlingen, aber wenn man von oben runter schaut, dann ist man eigentlich eine grosse Stadt.

00:07:00: Und da ist wirklich für das Lebensgefühl ... Die Einwohnerinnen und Einwohnern bei uns ist da, denke ich aber super.

00:07:10: Wir arbeiten auch in verschiedensten Bereichen sehr gut zusammen.

00:07:13: Ich sage jetzt das über ein Aglomerationsprogramm.

00:07:16: gemeinsam durch die Infrastruktur entwickeln.

00:07:19: Wir entwickeln miteinander den Veloweg, wir entwickeln freirühmgrenzüberschrittende Gestalten und unterstützen uns auch beim Trinkwasserversorgung, beim Gas usw.

00:07:33: Da gibt es verschiedene Bereiche, in denen wir ganz eng zusammenarbeiten.

00:07:39: Und trotzdem gibt es immer wieder Situationen, wo man merkt... Hier ist eine Grenze, in der den zollrechtlichen Sicht nicht gemacht werden kann, dass er begrenzüberschrittend gleich ablauft wie wenn man Stadt St.

00:07:59: Gallen, Stadt Luzern oder Stadt Zürich wäre, wo es dann einfach völlig normal ist.

00:08:04: Ich möchte noch ein kleines Beispiel nennen.

00:08:07: Oder zwei kleine Beispiele.

00:08:09: Wir wollten beim Hauptsoll auf der gemeinsamen Grenzedette Wir haben einen Velo-Übergabe für unsere Regivelo-Punkte gemacht.

00:08:20: Auf der einen Seite hat man kleine Veloständer mit dem Konrad gebaut und auf unserer Seite vom Regivello.

00:08:27: Vielleicht zwei Velostände mit fünf, sechs Velos wurde abgelehnt.

00:08:32: Die Oberbürgermeister und ich ... Auf Bern und Freiburg an Zolldirektionen, ein Brief geschriebenes Gesuchsschreiben ist abgelehnt worden.

00:08:43: Denn der Zoll muss weiterhin als Zollübergang ersichtlich sein.

00:08:48: Also da konnten wir nichts realisieren.

00:08:51: Das war für mich so ein wirklich ganz exemplarischer Zeitpunkt, den ich gesehen habe – aha!

00:08:59: Es geht nicht alles.

00:09:01: Oder zum Beispiel Rieschka A-Gebote, die in Konstanz gehalten sind.

00:09:06: Die dürfen nicht auf Kreuzlingen überkommen, weil risikals auch der Taxis gleichgestellt ist und da gibt es ein Gesetz, das man eben auf der einen Seite nicht darf Personen aufnehmen usw.

00:09:17: Auch eine super A- Gebot, wo Grenzüberschritte sehr toll wären, war leider nicht realisierbar.

00:09:33: Wahnsinn, das ist ja mega spannend was du da erzählst.

00:09:36: Da fragt man sich manchmal als Einwohner ob auf der Schweiz oder natürlich auf deutscher Seite.

00:09:43: Das wäre doch eine Idee.

00:09:44: wieso funktioniert es nicht?

00:09:45: Dann gibt es eben diesen Zoll diese Stelle wo dann eben letztendlich wie du sagst Bern sagt nein das geht leider nicht.

00:09:53: Dein Kalender so stelle ich mir das vor ist extrem voll.

00:09:58: Wofür nimmst du dir die Zeit Auch wenn der Kalender eigentlich voll ist, was ist so etwas wo du sagst?

00:10:05: Da zumindest da versuche ich mir wirklich Zeit für zu nehmen.

00:10:09: Sei es auch für dich, für Dinge in deinem Job oder dir persönlich.

00:10:14: wie machst du das und was ist es?

00:10:18: Ja, das ist eine ganz gute Frage, die ich wahrscheinlich ein kleines Stolpern bekomme weil ich wahrscheinlich wirklich ein bisschen zu wenig Zeit für mich herausnehme.

00:10:29: Ich bin extrem engagiert in meiner Aufgabe.

00:10:34: Für mich ist es wirklich beruflich und bestimmt darf ich noch Präsidentin des Verbandturgauer Gemeinden, also von allen Gemeinden – achtzten Gemeinden vom Turgau bin ich noch der Präsident und seit zwei Jahren darf ich einen grossen Rat mitpolitisieren Und da dort natürlich sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

00:10:57: Auch generell sind die Stadtpräsidien, findet halt sehr viele sitzige Fragestaltungen am Abend und am Wochenende statt.

00:11:06: Also von daher ist Freizeit wirklich sehr, sehr rar!

00:11:13: Ich weiss also andere meines Präsidenten... Das klingt vielleicht ein bisschen besser als mir, aber ich bin so engagiert und ich mache das auch gerne.

00:11:23: Ich mache meine Arbeit wirklich wahnsinnig gern!

00:11:26: Und da muss ich manchmal wirklich aufpassen, dass meine Familie nicht zu kurz kommt oder?

00:11:31: Und darum versuche ich schon dann wenn ich daheim bin wirklich, dass ich denn auch für die Familie hier bin.

00:11:40: Und ich kann es glücklich sein, meine Frau tut auch sehr gerne Reisen.

00:11:44: Wir gehen sehr gern reisen, wir gehen in der Sommerferie immer drei Wochen weg und versuchen auch sonst unsere Zeitfenster auszunehmen.

00:11:54: Dann bin ich wirklich mit der Frau früher noch ein Kind, jetzt kommen wir natürlich nicht mehr mit.

00:12:00: Mit der Frau ist dann ganz eine intensive Zeit.

00:12:04: die man wirklich extrem geniessen kann.

00:12:09: Ich glaube, dass ich wahnsinnig viel wieder aufholen kann.

00:12:13: Über diese Ferien kann ich hier wieder die Kraft danken.

00:12:18: Wir reden ja von der Live-Work-Balance und dem widerspreche ich jetzt aber auch ein bisschen noch.

00:12:25: Und das ist mir schon bestätigt worden.

00:12:27: Das Wichtigste ist, dass eine Tabe, die man macht, freut.

00:12:31: Das ist das Wichtigste.

00:12:33: Und da stimmt bei mir wirklich, und darum bin ich auch sehr ausgeglichen und grundsätzlich entspannt und sehr ruhig.

00:12:43: Also von daher bin ich hier wirklich sehr froh, dass mein Typ so ist.

00:12:50: Die Ferien mit deiner Familie, mit der Frau sammelnst du Kraft?

00:12:53: Dann kommen noch mal neue Ideen und Impulse für deine Arbeit!

00:12:59: Das ist richtig, gerade wenn man in fremden Ländern unterwegs ist oder hat man immer wieder Ideen und sieht vielleicht etwas.

00:13:05: Also ja da wäre auch noch etwas spannend.

00:13:07: Aber auf die anderen Seite, wenn man im Ausland unterwegs ist zeigt es einem manchmal ein wenig demutig, was wir an den Tag legen müssen.

00:13:17: Ich sage jetzt mal mir in der Schweiz oder auch einen grossen Teil von Europa, wir leben sehr privilegiert Und wir lernen dann vielleicht gewisse Sachen wieder mehr schätzen, als wenn man so im Alltag insteckt.

00:13:32: So ist es und dann sieht manches Problem auch etwas kleiner aus, als man glaubt das es ist?

00:13:38: Genau!

00:13:39: Du sprichst gerade an, du sammelst Kraft.

00:13:41: Du siehst was?

00:13:43: Du entwickelst Ideen.

00:13:45: Wie stellt man sich das vor?

00:13:46: dieses Ideenentwickeln, was man umsetzen kann?

00:13:50: Also vieles wird dich ja nicht herangetragen.

00:13:52: Vieles ist ergibt sich.

00:13:54: aber ich kann mir schon vorstellen dass man auch zusammenkommt mit deinem Team und sagt wer das nicht eine gute Idee die mal versuchen sollte anzugehen.

00:14:04: ist es so?

00:14:05: Da gibt es natürlich verschiedene Wege.

00:14:08: Es gibt einen politischen Weg, wo vielleicht von auswärts über das Parlament oder über die Bevölkerung, über den Initiativen etwas zutreitet wird.

00:14:18: Aber dann gibt's auch internen, wenn der Stadtrat ... ist für vier Jahre gewählt und anfangs von der Legislatur tut man auch sagen, okay was sind unsere Ziele in den nächsten vier Jahren?

00:14:34: oder so wird dann zusammen mit der Führung werden genau geguckt.

00:14:40: Wo gibt es Handlungsbedarf?

00:14:43: Und dann gibt's auch jetzt gerade in einer Stadt ... Ein gewisses Projekt, das du einfach musst machen.

00:14:52: Wenn man jetzt zum Beispiel bei uns schaut, dass es ein Badegel ist... Da ist mir der Vorstand, ob man jetzt das Bad sanieren kann oder ob man es zugeht?

00:15:04: Eine Bodensearena, also eine Eishalle, war irgendwie die Frage.

00:15:09: Jetzt müssen wir sanieren und wenn man das Geld nicht in den Hand nimmt, dann müssen wir nachher auch eine Bodensearena zumachen.

00:15:16: Oder Stadthaus im Raul, in einer Verpflichtung oder beim Strassenbau.

00:15:21: Dass man den Zyklus von der Sanierung einhalten kann.

00:15:25: Ein grosser Teil des Projekts werden allein schon durch den Unterhalt gepfockt.

00:15:35: Irgendwann muss man einen Moment einfach an die Hand nehmen und sonst für Falz.

00:15:39: Dann wird es später nur noch dürrer oder etwas wegfallen.

00:15:52: Du triffst Entscheidungen?

00:15:54: Viele Entscheidungen sind nicht immer die Entscheidungen, die sich auch die ganzen Menschen, die Einwohner wünschen.

00:16:02: Und trotzdem sind es Entscheidungen für dich als Stadtpräsident, für deine Vision.

00:16:09: richtig anfühlen und ich denke mir das kommt schon immer mal wieder vor.

00:16:14: Es ist richtig so mit denen natürlich ganz viel entscheidige Treffen Stadtpräsident geworden bin, dass es Situationen gibt.

00:16:28: Ich war vor Staatsschrieben und sehr eng mit dem Stadtprésident zusammengeschafft.

00:16:33: Aber wenn du im Amt bist, dann ist eigentlich noch viel extremer.

00:16:40: Und heute bin ich wirklich so weit, dass wir sagen müssen, egal was für Entscheidungen du treffst ... Es hat immer Leute, die anderer Meinung sind!

00:16:54: Also du musst wirklich lernen, mit dem umgehen.

00:16:59: Jetzt gibt es aber auch immer wieder Entscheidungen.

00:17:04: Da sitzen wir im Stadtrat zusammen zu füften und du weisst da ist jetzt so eine Entscheidung das sind fünfzehn Prozent dafür und fünfzehnt der Gegend.

00:17:16: Du kannst also entscheiden was willst du?

00:17:19: die Hälfte oder ich will nicht ganz die hälfte Die finden das nicht gut, oder?

00:17:26: Und das sind schon ganz spezielle Situationen, die ich jetzt auch mehrmals erlebt habe.

00:17:37: Wo du nachkommen musst im Gremium und vielleicht noch mit Fachleuten oder Abteilungsleiter, du schustdiskutieren und irgendwann musst du sagen ... So!

00:17:47: Wir sind der Meinung da ist aus diesen und den Gründen die richtige Entscheidung.

00:17:52: Und dann muss man anstehen, die Entscheidungen vertreten und argumentieren.

00:17:58: Dann kommt das Grundsätzlich gut.

00:18:00: Wenn ich gelernt habe auch über alle diese Jahre ... Das ist auch irgendwie noch ... noch fantastisch zum Miterleben.

00:18:09: Wenn du so etwas in einem Gremium diskutierst, kommt es eigentlich fast immer gut raus.

00:18:20: Wenn wir miteinander diskutieren und zuzulassen, und die Argumente vom anderen auch mit einbeziehen und gewichten.

00:18:29: Vielleicht nicht selber auch nicht so sturisch?

00:18:32: Ja, das stimmt eigentlich!

00:18:34: Das ist noch ein gutes Argument.

00:18:36: Und am Schluss, ob man darüber abstimmt, kommt es immer gut raus.

00:18:42: Das ist wirklich noch eindrücklich.

00:18:45: Dann gibt's noch einen letzten Punkt, den ich sagen will ... Am Anfang hat man Entscheidungen sehr belastet.

00:18:54: Man denkt immer auch, hoffentlich haben wir es richtig gemacht und so.

00:18:57: Auch hier könnte ich etwas lernen.

00:19:00: Wenn man in einem Gremium entscheidet, dann wird die Schulterin entlasten.

00:19:08: Seid ich so denke oder haben wir im Gremiums miteinander bestimmen?

00:19:13: Normalerweise war es in Einstimmung schlussendlich.

00:19:16: Dann ist für mich eine extreme Entlastung der Schultern, weil ich weiss, dass es auf fünf oder zehn Schultern entscheidet und das tut wahnsinnig gut!

00:19:27: Und ist das was du hast gerade gesagt, dass hast du schon auch gelernt?

00:19:31: Auch wenn du das vorher als Stadtschreiber mitbekommen hast.

00:19:34: Weil das wäre bei mir sofort im Kopf okay.

00:19:37: jetzt haben wir eine erste Entscheidung die ansteht.

00:19:39: ich bin das neuem Amt ja nicht mehr aber du hast ja auch mal angefangen.

00:19:42: Was mache ich jetzt mit dieser Entscheidung?

00:19:44: Ist es die richtige?

00:19:45: Gehen alle mit mir diesen Weg?

00:19:47: wie gehe ich damit um?

00:19:48: und das hast du gelernt?

00:19:50: Ja da muss man sicher ein bisschen lernen und dann muss man vielleicht.

00:19:56: Ich denke, da gefühlt man auch ein bisschen an Selbstsicherheit und auch Überzeugungskraft.

00:20:01: Ich glaube, wenn wir so eine Aufgabe haben, das Strapresident, dann ist es nicht schon ab dem ersten Tag geformt.

00:20:10: Das ist auch ein Lernprozess wie bei anderen Aufgaben auch!

00:20:14: Und ich muss immer wieder dazulernen – ich tue jetzt auch nach acht oder neun Jahren.

00:20:19: Oder da lerne ich immer wieder dazu?

00:20:21: Es gibt immer wieder neue Situationen.

00:20:23: Aber hier ... Da muss man auch die Offenheit haben oder für sich selber nicht zu meinen.

00:20:29: Wir sagen jetzt immer der Best, und ich weiss immer alles am besten.

00:20:34: Nein!

00:20:35: Ich denke da braucht es eben auch ein bisschen ... einen anderen zu denken.

00:20:40: Ich muss nicht immer recht

00:20:41: haben

00:20:42: und ich kann mich wirklich auch von anderen Menschen überzeugen.

00:20:48: Und eben miteinander, wenn wir das diskutieren in einem guten Rahmen, in einem anständigen Rahmen kommt es nachher gut.

00:20:57: Du hast es auch angesprochen.

00:20:58: Es sind ja dann zehn Schultern, die mit dir die Entscheidung im besten Falle tragen.

00:21:04: Ist dein Team?

00:21:05: Sind deine Kolleginnen und Kollegen?

00:21:07: Sind das auch deinen Sparringspartner?

00:21:09: Ist es vielleicht auch mal deine Frau?

00:21:13: Wer fühlt diese Rolle?

00:21:15: Ja, das ist ganz wichtig oder immer wenn man Chef ist, ist man immer ein bisschen allein.

00:21:21: Und da ist wirklich wichtig dass wir auch im Stadtrat gute Diskussionsbasis haben.

00:21:26: Oder wenn man bei uns im Kanton schaut, gibt es immer wieder Gemeinden, die aus dem Gemeindrat nicht funktioniert.

00:21:33: Ich stelle mir das extrem anstrengend vor.

00:21:35: Wenn wir in diesem Gremium nicht gut zusammenarbeiten können.

00:21:38: Da kann ich jetzt wirklich sagen ... In der Zeit, wo ich hier in Kreuzlingen bin seit ich darf Stadtpräsident sein, haben wir wirklich einen sehr guten Austausch.

00:21:49: Es wird in unserer Stadtrotsitzung manchmal auch laut.

00:21:52: Wir können auch mal ... Ja, wirklich ein bisschen Lüterreden und sind unmute Ausdrucker.

00:22:01: Wir können auch mal auf etwas verrückt sein aber wir sind immer aus dem Stadrotszimmer rausgegangen und haben uns immer die Hand gegeben.

00:22:13: Wenn es nicht schon am Mittag fertig wäre, wären wir nachher auch einen Burger trinken miteinander.

00:22:18: Überhaupt kein Problem!

00:22:19: Das war wirklich immer auf einer sehr, sehr faire Basis.

00:22:24: Und das ist eine wichtige Diskussion, dass man sich eben auch den Spiegelbildbein vorhebt und sagt «Hey du Dette, wär's nicht besser gewesen, hättest du es vielleicht so und so gemacht.».

00:22:34: Das sind die ersten Stufen.

00:22:35: Die zweiten Stufen waren auch meine Mitarbeitenden meine direkte Mitarbeitende, meine Assistentin, meine Stadtmarketing verantwortlich, meine Kommunikationsverantwortlich und mein Stadtschreiber.

00:22:51: Und dann sage ich ihnen wirklich bitte geben mir ein Feedback oder sagen du an dieser Ansprache bist du da nicht so gut?

00:23:03: Ich bin wirklich sehr, sehr kritikfähig und ich nehme das auch gerne entgegen.

00:23:08: So dass es eben auch eine ehrliche Rückmeldung gibt.

00:23:13: weiterhin und immer noch an mir schaffen selbstverständlich.

00:23:18: Diese Leidenschaft auch immer dazuzulernen, dieses Long-Life Learning nicht zu sagen ich bin so lange im Amt und ich weiß sowieso alles.

00:23:24: das ist glaube ich auch ein Wesenszug von dir und natürlich auch für dein Team kanthioses.

00:23:33: was toll es mit jemanden zusammenarbeiten zu dürfen wo er so ist.

00:23:37: Wir sind so viel im Geschäft miteinander.

00:23:40: Ich sehe meine Assistentin fast mehr als meine Frau, und dann ist es doch wichtig, dass man einen guten Nussdusch hat.

00:23:51: Wenn ich etwas habe, kann ich mit Tieren reden?

00:23:57: Und dass wir auch wirklich offen kommunizieren, wenn was nicht so gut ist!

00:24:03: dass man es nachher besser machen kann oder etwas für bessere Situationen.

00:24:08: Ich habe immer sehr gute Erfahrungen mit dem gemacht.

00:24:10: und auch wenn ich sehe, dass irgendwo eine Krise lebt unter den Mitarbeitenden im Team, dann ist es gut, Menschen an den Tisch zu holen ... miteinander reden, sich ausduschen.

00:24:27: Ich tue dann manchmal eine Moderationsrolle hinein und ich habe extrem gute Erfahrungen gemacht, wonach die Menschen wieder tip top miteinander zusammen geschaffen werden.

00:24:38: Das ist ja sehr wertbasiert was du erzählst.

00:24:42: Sehr viel Achtung deinem Team gegenüber den Menschen, deinem Amt gegenüber der Verantwortung.

00:24:48: Was sind so Werte, die für dich überhaupt nicht verhandelbar sind?

00:24:55: Es ist schon Vertrauen.

00:24:57: Ich muss wirklich eine Person vertrauen haben und da muss ich auch sehr stuf bauen.

00:25:06: Wenn ich einen neuen Menschen kennenlernen oder einen neuen Mitarbeiter überkomme, dann bin ich sehr stimmig zurückgehalten – das ist übrigens auch privat!

00:25:15: Und dann muss ich erst abtaschen, um den Menschen kennenzulernen.

00:25:21: Im Geschäft wie eine Erschaft und reagiert und wie der Umgang ist.

00:25:29: Wenn ich nachher ein gutes Gefühl habe und das Vertrauen habe, kann ich die Person wirklich vertrauen.

00:25:41: Ich sage immer ... Ich will den Menschen eigentlich eine hohe Verantwortung überlassen können.

00:25:48: Ich möchte nicht in jedem Dreireite wie Nair jetzt sein Zeug zu machen hat.

00:25:53: Erstens habe ich für das keine Zeit und zweitens würde ich das gar nicht, er soll seine Verantwortung wahrnehmen muss einen gewissen Rahmen natürlich einhalten selbstverständlich aber so eben mit dem Vertrauen aufbauen funktioniert danach dann auch Verantwortung Gefühle auch von Mitarbeitenden her.

00:26:13: Was macht dir besonders Spaß an deiner

00:26:15: Arbeit?

00:26:17: Das sind eben ganz viele Sachen, oder?

00:26:19: Es ist einerseits der Kontakt mit den Menschen.

00:26:22: Ich habe wirklich das wahnsinnig gerne.

00:26:24: Wir machen es auch nicht aus, wenn die Menschen mich einfach auf der Strasse ansprechen.

00:26:28: Ja, der Austausch Wahnsinnig gern!

00:26:33: in einem Projekt arbeiten können.

00:26:36: Ich bin dann in der Position, dass ich da an vorderster Front an, vor welchem Projektleitung mit dem Team erfolgreich etwas erarbeiten dürfen und am Schluss kann das auch erstellt werden und hoffentlich innerhalb von Krediten.

00:26:53: Das ist sehr schön.

00:26:56: Ja, vielleicht auch den Bereich Kommunikation oder möglichst zu den Menschen.

00:27:01: Was machen wir intern in der Verwaltung und das dann eben auch noch den Menschen überbringen?

00:27:09: Das sind so die Hauptpunkte jetzt mal, die ich in meiner Arbeit sehr gerne mache.

00:27:18: Wenn du an die kommenden Jahre denkst Thomas hast du da ein Bild wie sich ... Ich sage es jetzt mal, dein Stadt entwickeln soll.

00:27:28: Wo es hingeht?

00:27:30: Was dir wichtig ist!

00:27:33: Ich glaube wir haben unsere Stadt Kreuzlingen und ich habe ja die Kreuzlinge auch erst vor fünfzehn Jahren kennengelernt.

00:27:42: Ich glaube, wir haben eine extrem hohe Lebensqualität unserer Stadt.

00:27:47: Da sieht vielleicht gar nicht alle oder vielleicht seht ihr einen Kreuzzlingen.

00:27:51: wo schon lange Kreuzzlingen sind ist auch nichts mehr ganz.

00:27:56: Aber ich glaube, wir haben wirklich eine Stadt, die extrem viel bietet, die glaubt, wenn man im Vergleich machen würde mit der gleich grossen Städte in der Schweiz, wo Kreuzlingen alles bietet dann wären wir glaube wirklich sehr hoch oben und die Lebensqualität brauche.

00:28:17: Hier zum Wohnen, zum Leben am Bodensee mit dem See rücken und der Welt.

00:28:22: Es ist wirklich wunderschön hier.

00:28:24: Das Angebot, das wir auch haben im Sport- und Kulturbereich, ist wirklich ausgezeichnet.

00:28:32: Und da möchte ich eigentlich weiterführen.

00:28:38: Wenn ich irgendwann mal in die Pension gehe, dass ich sagen kann, ich habe diese Stadt können im Gleichen oder vielleicht auch immer in einem besseren Zustand weitergehen, als ich sie übernommen habe.

00:28:52: Und das wäre wirklich mein Wunsch, dass die Lebensqualität für die Menschen weiterhin so hoch ist.

00:29:00: Wir haben im Moment sehr grosse Projekte unserer Stadt und teilweise ... gezwungen, weil es einfach den Sanierungsbedarf hat.

00:29:11: und auch jetzt ein neues Stadthausprojekt wo man am vierzehnten Juni werden drüber abstimmen.

00:29:17: Und da ist sicher auch etwas... Da müssen wir die nächsten vier fünf Jahre sicher auch ganz einen wichtigen Punkt, dass wir diese gut umsetzen

00:29:28: können.

00:29:28: Magst du damals ganz kurz darüber sprechen?

00:29:31: Weil das interessiert mich dieses Stadthausprojekt was genau stimmt dir da

00:29:36: ab?

00:29:36: Grüßling ist seit vierzig-fünfzig Jahren an einer neuen Lösung für die Stadtverwaltung.

00:29:44: Im November der Sechzehnte hat man schon über ein Projekt abgestummt.

00:29:48: Es wurde knapp abgenommen, aber nachher ist eine Initiative eingereicht worden, die fordert, dass wir an einem anderen Standort ein anderes Status und also eine Alternative durcharbeiten können.

00:30:00: Und das haben wir jetzt gemacht.

00:30:03: An diesem heutigen Standort vom Stadthaus wird es saniert und wird einen Neubau geben.

00:30:09: Aus Salman wird es sanitiert.

00:30:11: Also es gibt ein Sanierungsprojekt mit einer baulichen Agentin.

00:30:16: Und da wollen wir realisieren, dass auch für die Bevölkerung behinderte Tauglichkeit ist und hindernisfrei zugänglich.

00:30:24: Das ist heute alles nicht!

00:30:27: oder dass die Gebäude wieder energetisch ertüchtig sind, dass Brandschutz eingehalten ist und das auch für Kunden.

00:30:35: Wir machen das eigentlich nicht primär wegen uns sondern vor allem wegen der Kunden.

00:30:39: Heute ehren die Kunden manchmal in den Städten oder in den Verwaltungshäusern um und danach gibt es klare Anlaufstellen.

00:30:49: Diskretion ist auch gewohnt.

00:30:52: Also, verschiedene positive Effekte haben das Status.

00:30:56: Dann bestimmt man auch nachher von der Räumlichkeiten wieder auf dem modernsten Stand sind und da will man gerne realisieren.

00:31:05: Also

00:31:06: mit der Zeit gehen so wie du das erzählst also einfach Standards setzen oder Standards realisierend die vielleicht im Moment gar nicht möglich sind?

00:31:14: Genau, wir haben die Abteilungen.

00:31:15: Hier werden Gespräche an den Schaltern geführt, in denen die Leute alles hören.

00:31:21: Heute mit dem Datenschutz und der Vertraulichheit ist es teilweise sehr schwierig.

00:31:29: Du hast das angesprochen für die Bevölkerung, für die Menschen?

00:31:34: Was macht ihr oder wie geht ihr vor, um wirklich die Bevölkerung mitzunehmen?

00:31:39: Dass sie merkt Kreuzling ist eine tolle Stadt.

00:31:41: Man ist auf dem richtigen Weg.

00:31:42: Es werden tolle Projekte umgesetzt.

00:31:45: Was was macht ihr da?

00:31:46: Wir haben eine sehr intensive Kommunikation.

00:31:51: Wir haben wirklich versucht, immer wenn wir etwas Neues haben oder ein Projekt wieder einen Schritt genommen, versuchen wir sehr offen und transparent zu informieren.

00:32:05: Auch wenn wir jetzt so ein Projekt haben wie eine Stadthaus, machen wir dann auch einen Kommunikationskonzept.

00:32:14: Wir machen Informationsveranstaltungen und Interviewsereien.

00:32:19: Wir führen jetzt rund um die Gebäude herum.

00:32:24: Hier versuchen wir wirklich auf verschiedene Art und Weise an Menschen zu kommen.

00:32:30: Da habe ich festgestellt, dass Leute einfach ihre Abstimmungsbotschaft überkommen.

00:32:36: Oder wenn ich nachher mit den Leuten reden und direkt Fragen beantworten kann, dann ist es ein riesiges Unterschied.

00:32:43: Und das ist extrem wertvoll.

00:32:45: Bei der letzten Projekte haben wir das sehr intensiv gemacht.

00:32:52: Das hat uns sicher auch Erfolg gebraucht.

00:32:58: Wir haben vor drei Jahren ein neues Light-Bild erarbeitet.

00:33:04: Oder wie soll sich unsere Stadt in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren entwickeln?

00:33:09: Und da haben wir wirklich eine Zukunftskonferenz gemacht.

00:33:14: In der Bodenseerene, wo man die Leute eingeladen hat.

00:33:18: Da gab es einen öffentlichen Workshop.

00:33:21: Wir haben auch Umfragen gemacht und viel Gespräch geführt.

00:33:26: Unsere Herausforderung ist ja noch ein bisschen Krützling, dass siebenfünfzig Prozent der Einwohner kein Schweizer Pass haben.

00:33:34: Also nicht können abstimmen, ob es jetzt ein Projekt gut oder schlecht findet.

00:33:41: und da haben wir wirklich auch versucht mit dem hochpartizipativen Prozess wirklich an diese Menschen zu kommen die kein Schweizer passen.

00:33:52: Und das ist uns auch gelungen, sehr viele Leute in den Workshops zu geben, die sich auch eingebracht haben und die wir eben auch angelost haben.

00:34:01: Und da versuche ich mal heute weiterzumachen, dass wir bei so Veranstaltungen eben auch an diese Menschen herkommen, die dann am Schluss nicht dürfen.

00:34:10: abstimmen, aber allein schon hören oder was sie wollen.

00:34:15: Was sind die Bedürfnisse?

00:34:16: Das ist wichtig und wenn man diese aufnehmen kann, dann ist das wiederum für die ganze Bevölkerung oder fürs ganze Projekt positiv.

00:34:33: Ich finde es eine tolle Idee die Menschen mitzunehmen und sie partizipieren zu lassen ihnen das Gefühl zu geben Ihr seid genauso wichtig.

00:34:41: Es ist halt die Stimme am Ende des Tages, die ihr nicht abgeben könnt.

00:34:46: aber wir tun das natürlich auch für euch und insofern glaube ich ist es sicher eine tolle Idee diese Menschen noch abzuholen.

00:34:54: So eine Frage nochmal ganz kurz zu Konstanz kommend.

00:34:58: Triffst du dich da regelmäßig?

00:35:00: Auch mit dem Bürgermeister?

00:35:02: oder Hat man generell durch die Projekte, die es immer gibt den Kontakt?

00:35:08: Oder wie pflegt ihr da eure Zusammenarbeit.

00:35:11: Ja also dann gibt's verschiedene Kanäle, sagen wir mal die operative eben nicht.

00:35:16: Da gibt's einen sehr regen Austausch.

00:35:19: Hier tun sich auch die Planer auf Konstanzseite und auf Kreuzlinge Seite.

00:35:26: Sie treffen sich zwei-, dreimal im Jahr Projekte miteinander besprechen oder sich wieder abdaten, so dass vielleicht auch gewisse Synagien gewonnen werden können.

00:35:42: Das ist die operative Ebene.

00:35:44: Dann auf der strategischen Ebene haben wir einen sehr guten Austausch.

00:35:50: Mindestens einmal im Jahr haben wir eine sogenannte Grenzlandkonferenz.

00:35:55: Da sind Decovile, Kunststands- und Krützlinge dabei.

00:35:59: Die Führung, also Stadtrat Oberbürgermeister, Bürgermeist und Gemeinderat Tegowille.

00:36:05: Und da tun wir auch so Themen besprechen, die eben uns alle betrifft wie zum Beispiel das Tegomo-Statut oder natürlich auch andere Sachen, Grenzeübergänge, Veloweg usw.

00:36:17: Und dann tue ich mich noch regelmäßig mit dem Oberbürgermeister treffen.

00:36:23: Abwechslingsweise gehen wir ... Das Grützlinge oder das Konstanz miteinander essen und dann auch so bilateral Sachen besprechen.

00:36:32: Und da ist es auch extrem wertvoll.

00:36:34: Da kommen wir vielleicht, die man am Anfang gesagt hat, wo ein Gesäulgesetz oder ein supergeordnetes Gesetz manchmal im Weg steht.

00:36:45: Vielleicht können wir im kleinen, kleinen Grenze, Verkehr-Grenze austauschen finden wir hier manchmal Lösungen, die absolut korrekt sind und unproblematisch sind.

00:36:56: Trotzdem kann man gute Lösungen finden.

00:36:58: Hier haben wir einen guten Austausch.

00:37:00: Ich habe auch den Oberbürgermeister anrufen.

00:37:05: Dann nimmt er sofort ab oder läutet mir umgehend an und umgekehrt.

00:37:10: Das ist wirklich sehr schön!

00:37:13: Und das funktioniert sehr gut.

00:37:16: Jetzt haben wir über die Stadt Kreuzlingen gesprochen.

00:37:18: Visionär?

00:37:20: Wie sieht es für dich so eine persönliche Vision aus?

00:37:25: Ich würde in Kreuzlingen alt werden.

00:37:28: Und ich würde als Stadtpräsident die Pension gehen.

00:37:35: Also, ich habe keine andere Ambitionen für ein anderes Amt.

00:37:42: Ich würde Stadtpräsidium von Kreuzningen bleiben und wir haben ja schon bald wieder Wahlen.

00:37:47: Da ist jetzt diese Konzentration.

00:37:51: Das ist wirklich mein persönliches Wunsch, dass ich irgendwann als Stadtpräsident in die Pension gehen kann und wir fühlen uns in Kreuzlingen extrem wohl.

00:38:04: Und wir werden ganz sicher in Kreuzlingen bleiben.

00:38:08: Hier haben wir wirklich unsere Menschen kennengelernt, dieses Umfeld haben wir kennengelernen.

00:38:15: Ganz, ganz viele tolle Menschen.

00:38:18: Super Infrastruktur oder auch – ich sage es mal für das Alter!

00:38:22: oder wirklich ein super Standort, wo man auch irgendwann sogar aufs Auto verzichten kann und nur noch mit dem Velo oder mit dem Bus, den Möwfauchen unterwegs sein.

00:38:36: Also das ist für mich persönlich eigentlich klar, dass ich etwas Grützlinge habe.

00:38:42: Toll!

00:38:43: Ich kann mir ja auch nur schwer vorstellen Dichter nicht mehr in diesem Umfeld zu sehen oder wahrzunehmen.

00:38:52: Ja, ich sag jetzt nicht ein Teil.

00:38:56: Du bist oder verkörpers dieses Kreuzlingen so sehr, finde ich und deshalb ist es schön zu hören dass das so ist.

00:39:04: War dir das am Anfang so bewusst als du noch nicht wirklich in Kreuzlingen warst wie schön es da möglich ist?

00:39:11: Nein!

00:39:14: Ich bin früher nur immer durch Kreuzlinien durchgefahren von Romance Ham.

00:39:21: Ich war zwölf Jahre alt und fahre auf der Autobahn.

00:39:26: Auf dieser Hauptstrasse sieht man vielleicht die vielen schönen Flecken von Kreuzlingen, die alles bieten.

00:39:34: Das sehe ich eben nicht!

00:39:36: Und darum, wo das mit den Kreuzungen aktuell geworden ist, bin ich wirklich ganz bewusst einmal auf Kreuzlinge gegangen und bei der Stadt und in der Quartier umgefahren Und sobald du dann von der Hauptstrasse weggehst, habe ich gesagt, leck dich schon.

00:39:57: Wahnsinnig schön hier!

00:39:59: So habe ich mir einen Eindruck gemacht und das war eigentlich noch die letzte Überzeugung, um zu sagen, da will ich eigentlich auf Kreuzlingen kommen.

00:40:10: Da hat sich dann wirklich absolut bestätigt.

00:40:15: Toll!

00:40:15: Das

00:40:16: kann ich ganz klar sagen.

00:40:18: aber... Wenn ich in die Pension gehe, werde ich nicht mehr in der Stadtpolitik mitreden.

00:40:26: Das ist wirklich etwas ... Da habe ich keine Mühe, einen genauen Schnitt zu machen oder?

00:40:33: Wir hören immer wieder das an anderen Gemeinden, Gemeinspräsidenten und Stadtpräsidentinnen, dann weiterhin im Stadtsgeschehen mitredet oder ein Leserbrief machte.

00:40:45: Also da wird man von mir hören!

00:40:47: nicht erleben.

00:40:48: Ich werde die Stadt weiterhin unterstützen, aber ich werde hier nicht mehr reinreden selbstverständlich.

00:40:54: Ob wird mich eher noch privat irgendwo in einer Verein oder in einer Institution, in einer freiwilligen Arbeit noch ein bisschen engagieren?

00:41:05: Aber Frau und ich wollen natürlich auch nochmal reisen.

00:41:09: Und für das braucht man dann natürlich auch Zeit.

00:41:11: Richtig!

00:41:11: Das ist ja auch gut so... Das, was du sagst und auf keinen Fall möchtest bzw.

00:41:17: was du auf jeden Fall möchst... Man hat einen Amt, man begleitet dieses Amt über sehr viele Jahre und irgendwann kommt ein neuer Abschnitt.

00:41:29: Und da finde ich ist es auch völlig legitim.

00:41:35: Ich sage jetzt nicht, es gehört sich so.

00:41:36: Aber da ist klar das war mein Amt!

00:41:38: Jetzt kommt die nächste Generation.

00:41:41: und ja ich bin Teil von Kreuzlingen weil ich weiter da wohnen werde und ansonsten schaue ich mir das gerne als Einwohner von Kreuzzlingen an.

00:41:52: Genau

00:41:54: Thomas die Zeit geht immer so rasend schnell und am Ende einer jeden Podcast Folge beginne ich einen Satz und würde dich als mein Gast bitten, ihn zu vollenden.

00:42:08: Wollen wir das mal

00:42:09: machen?

00:42:09: Das ist gut, probieren muss!

00:42:10: Genau, wir probieren es.

00:42:12: Ein perfekter Tag

00:42:16: beginnt mit Sonnenschein...

00:42:19: ...und endet

00:42:20: wiederhin mit Sonnschein in der Gartelounge.

00:42:32: Lieber Thomas, vielen Dank für deine Zeit, deine Freude am Dialog, deine Gedanken, deine Einblicke und dein Menschsein.

00:42:42: Es hat große Freude gemacht, dass du uns mitgenommen hast auf deinem Weg durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

00:42:50: Ich wünsche dir weiterhin so viel Freude an dem was du tust und ganz viel Erfolg bei all deinen Projekten!

00:42:58: Schön, dass Du da warst – und ganz herzlichen

00:43:00: Dank!

00:43:01: Danke vielmals hat man sehr freut gemacht

00:43:04: Und danke auch an alle die uns zugehört haben, die Wachs- und Gäste weiter empfehlen und gerne auch abonnieren.

00:43:11: Vielen Dank.

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