Alex Höfflin - Architekt
Shownotes
Warum fühlen wir uns an manchen Orten sofort wohl – und an anderen nicht?
Warum bleiben uns bestimmte Räume ein Leben lang in Erinnerung?
Vielleicht war es das Licht.
Vielleicht die Atmosphäre.
Vielleicht etwas, das sich gar nicht so richtig in Worte fassen lässt.
Mein heutiger Gast prägt Orte, an denen Menschen leben, arbeiten und sich begegnen.
Orte, die Charakter haben, Orientierung geben und sich gut anfühlen.
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00:00:16: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wachs & Gäste.
00:00:21: Warum fühlen wir uns an manchen Orten sofort wohl, und dann anderen eben nicht?
00:00:27: Warum bleiben uns bestimmte Räume ein Leben lang in Erinnerung?
00:00:32: Vielleicht war es das Licht vielleicht die Atmosphäre vielleicht etwas dass sich gar nicht so leicht in Worte fassen lässt.
00:00:41: Mein heutiger Gast ist Alex Höflin Architekt.
00:00:44: Seine Arbeit prägt Orte, an denen Menschen leben, arbeiten und sich begegnen.
00:00:51: Orte mit Charakter!
00:00:53: Orte die Orientierung geben und sich einfach gut anfühlen.
00:00:59: Ich freue mich auf ein Gespräch über Kreativität, Verantwortung, Visionen, Anfänge, Herausforderungen und Glück.
00:01:09: Lieber Alex herzlich willkommen und schön dass du heute mein Gast bist.
00:01:14: Danke, liebe Cosima.
00:01:15: Vielen Dank, dass ich hier sein darf.
00:01:17: Ich freut mich sehr, dass sich mit dir über das Thema Architektur reden kann.
00:01:22: Du hast die Ziele ja schon hochgesteckt hier ... Mit deinen Ankündigungen!
00:01:28: Jetzt bin ich mal gespannt was bei unserem Gespräch rauskommt?
00:01:31: Genau, ich freue mich ebenso und hab große Lust so ein bisschen etwas zwischen den Dingen auch zu erfahren.
00:01:38: Lass uns mal am Anfang beginnen Alex.
00:01:40: Was hat dich dazu bewogen Architekt zu werden.
00:01:46: Das ist eigentlich, ja ich muss sagen schon von Kind auf mein Gedanke gewesen.
00:01:54: Ich habe schon als kleiner Junge permanent Häuser gemalt, Stadtpläne gemalt.
00:02:00: Ich erinnere mich dass in meinem Kinderzimmer auf dem Boden lag mit riesigen Papierbögen Und dort hat ganze Städte von oben gezeichnet mit Parkanlagen, Häfen und riesigen Gebäudekomplexen.
00:02:18: Ich habe einige dieser Malereien wiedergefunden als wir vor ein paar Jahren das Haus meiner Mutter ausgeräumt haben.
00:02:27: Da habe ich doch ja einige Blöcke- und Hefte voller kindlicher Entwürfe gefunden die mich echt zum Schmunzeln gebracht haben damals.
00:02:37: Also da stelle ich mir total spannend vor, weil also... Ich finde das ist ja eher ungewöhnlich als Kind irgendwie Stadtpläne.
00:02:45: Also Dinge zu zeichnen schon aber gleich sowas zu zeichen.
00:02:48: Gibt es Architekten in deiner Familie?
00:02:51: Nein überhaupt nicht!
00:02:52: Ich hatte eigentlich keinerlei Berührungspunkte zum Thema Architektur als Kind oder Jugendlicher.
00:03:00: Das war mir wohl in die Wiege gelegt irgendwie.
00:03:05: Ja, vielleicht noch eine lustige Geschichte.
00:03:07: Ich hatte also so ein Grundschulalter und war mir eigentlich schon klar ich möchte Architekt werden.
00:03:13: Hatte dann aber auch so ein bisschen die romantische Vorstellung, oh ich könnte vielleicht auch Tierarzt werden?
00:03:20: Das fand ich ganz toll!
00:03:22: Bis ich dann mal eine Serie damals angeschaut habe.
00:03:27: Eine Tierarzzerie bei der dann der Protagonist mit einem gewaltigen Gummihandschuh einer Kuh, das Kalb im Leib gedreht hatte und diesen Gummihandschuh dann auch aus der Kuh wieder rausgezogen hat.
00:03:43: Und als ich das gesehen habe, da war klar Architektur.
00:03:51: Zum Glück gab es diese Serie?
00:03:53: Ja!
00:03:54: Wer weiß was sonst passiert.
00:03:55: Genau.
00:03:57: Alex wenn ... Wenn ein Raum dich beschreiben würde in einem Haus, welcher Raum wäre das?
00:04:05: Welcher Raum?
00:04:08: Ich glaube die Küche.
00:04:11: Ich mag Küchen, ich koch gerne sehr gerne und ich mag so das Zusammensein in der Küche.
00:04:19: also wenn wenn ich Küchen planen und entwerfen darf dann schaue ich immer dass es wirklich so ein Ort von Gemeinschaft und von Zusammenkommen ist am liebsten irgendwie mit so einem Tresen mit einer Theke wo die Leute drum herum stehen können, zusammenkochen können und wo nicht nur das Essen nachher eine schöne Veranstaltung ist sondern auch schon das Kochen gleichzeitig.
00:04:47: Das finde ich was sehr Schönes.
00:04:49: ja!
00:04:50: Ich weiß von dir dass du jedes Jahr wenn Du die Möglichkeit hast irgendwie drei Wochen nach Schweden fährst?
00:04:56: Ja
00:04:57: Was mich interessiert ist, warum Schweden?
00:05:00: Es könnte auch Dänemark sein.
00:05:01: Es könnte ja auch Italien oder Kroatien sein.
00:05:04: Was ist es, was dich da so fasziniert?
00:05:07: Was mich an Schweden faszineert, ist die Freiheit... ...die Natur und die Ruhe.
00:05:16: Also wir sind in den letzten Jahren jetzt immer im Großraum Stockholm unterwegs gewesen also im Scherengarten mit diesen Tausenden von Inseln Und ja, das ist faszinierend.
00:05:32: Weil dort ist wirklich freies der Natur und trotzdem kannst du innerhalb von vierzig-fünfundvierzig Minuten in Stockholm sein im Zentrum pulsieren des Leben statt leben.
00:05:48: Ja, das fasciniert mich dass es da so nah beieinander liegt.
00:05:51: also eine Metropole von Kunst-, Design-, Wirtschaft paar Minuten raus und du bist einfach in der Natur.
00:06:01: Gibt dir das auch Inspiration?
00:06:03: Also sowohl das eine als auch das andere, ich meine Stockholm ist natürlich wie du sagst Design... Die nordischen Länder sind ja sehr designaffin.
00:06:12: und auf der anderen Seite die Natur wo du dann die Ruhe findest.
00:06:15: Ist das so etwas was dich für deinen Job inspiriert?
00:06:19: Die Natur da ist es vor allem dass zu Ruhe kommen.
00:06:24: Und ja, wir machen dann eben oft mal Ausflüge nach Stockholm und da merkt man dass die Schweden uns designmäßig auf so ein zwei drei Sommer voraus sind.
00:06:39: Das ist schön zu sehen weil dann kann man schon so ein bisschen erahnen interior Design was wird bei uns irgendwann aktuell werden?
00:06:50: das finde ich immer sehr schön.
00:06:53: Ich liebe schwedisches, skandinavisches Design.
00:06:56: Es ist oft sehr natürlich viel mit Holz es ist sehr haptisch.
00:07:01: also man fasst die Sachen oft gerne an sind oft auch Handschmeichler und ja ich mag dieses wirklich ganz reduzierte und klare Design das gefällt mir sehr
00:07:15: gut.
00:07:25: Das findet man ja auch in deinen Projekten wieder.
00:07:28: Also dass was man auch von dir sieht oder was man auch gerne mal auf deiner Website sich angucken kann.
00:07:35: Das ist auch sehr klar, sehr, sehr ... Ich sage es nicht kopistisch aber sehr natürlich und einfach... Man hat das Gefühl du gibst den Menschen extrem viel Raum die da drin wohnen arbeiten oder wie gesagt sich begegnen dürfen?
00:07:52: Ja!
00:07:53: Ja ich glaube das trifft den Menschen Raum zu geben.
00:07:58: Also ich möchte keine schreiende oder laute Architektur machen, wie den Leuten wirklich entgegenbrüllt.
00:08:10: Ich denke immer die Architektor sollte zeitlos zurückhaltend aber trotzdem schön sein und den Leuten die Möglichkeit geben sich darin zu entfalten.
00:08:27: Also ich erinnere mich da an ein Projekt, das ich mal vor vielen Jahren hatte damals noch in Anstellung.
00:08:33: Da haben wir eine Schule geplant für Kinder mit geistiger Behinderung.
00:08:39: Da waren sehr engagierte Lehrer und Lehrerinnen Und die hatten auch sehr viele Vorschläge gehabt was Farbkonzepte angeht und es mündete dann darin dass wirklich jeder Klassenzimmer ein eigenes Farbkonzept wollte.
00:08:57: Also der eine wollte rote Böden, die andere grüne, der nächste blaue und ich hatte dann damals auch gesagt ja es wird schwierig sowas in einen Gesamtkonzept zusammen zu bringen.
00:09:13: wollen wir uns denn nicht etwas zurückhalten was die Farbgebung angeht?
00:09:19: weil das Leben und die Farbe kommt hier durch die Nutzenden durch die Kinder, durch die Kolleginnen und Kollegen.
00:09:29: Das kam da aber nicht ganz so gut an wie ich mir vorgestellt hatte.
00:09:36: Und wie seid ihr dann da zusammenbekommen?
00:09:38: Also es war dann so dass wir diese Schule mit einem relativ gedeckten Farbkonzept verwirklicht
00:09:46: haben
00:09:48: Und in den Sommerferien dann das Lehrerkollegium mit Schwämmen losgegangen ist und die Wände gespannst hat, in den buntesten Farben.
00:10:02: Ja auch so was gibt es!
00:10:04: Ist ja nicht aus deiner Feder dann entstanden?
00:10:06: Nein.
00:10:06: Insofern ist es danach passiert.
00:10:08: Nein und die Fotos haben wir vorher gemacht.
00:10:09: Sehr gut.
00:10:11: Was fasziniert dich an dem Thema Architektur?
00:10:15: Ich finde fasziniere dass man Orte schaffen kann Orte mit völlig unterschiedlicher Nutzung, völlig unterschiedlichem Leben.
00:10:27: Das finde ich das Schöne an dem Beruf.
00:10:30: Je nach Projekt tauchst du ja in komplett unterschiedliche Welten ein.
00:10:36: Also wenn du beispielsweise eine Schule machst und du tauchts in diese Welt des Lehrens ein, in die Kinder geprägte Welt Dann an anderer Stelle haben wir mal ein Hotel saniert.
00:10:53: Völlig andere Anforderungen, völlig andere Backgrounds und das finde ich das Interessante, dass du ja ... Du begleitest ja in einem Stück weit des Weges die Leute, die Eigentümerinnen und Eigentömer, die Nutzer.
00:11:08: Und du tauchst ein Stück weit, in denen ihr Leben und in denen Ihr Schaffen ein.
00:11:15: Und es ermöglicht halt Ein unheimlich breites Spektrum an Einblicken in verschiedene Lebensweisen, verschiedene Berufswelden und das finde ich sehr spannend.
00:11:27: Du bist ja wahnsinnig nah dran!
00:11:29: Also man denkt dann immer ein Architekt der baut den Gebäude aber du bist ja... also das ist ja das mit dem wir uns alle umgeben tagtäglich.
00:11:38: Also du bist wahnsinn nach am Menschen dran und wie du sagst Jeder Mensch ist anders.
00:11:43: und dieses Eintauen, dieses Fühlen.
00:11:46: Wie sind die... Was wäre gut?
00:11:48: Wie ist meine Vision?
00:11:49: Ich glaube das ist anspruchsvoll auf der einen Seite aber eben auch dieses spannende an deinem Beruf unter
00:11:56: anderem.
00:11:57: Ja wir durften vor einigen Jahren mal ein sehr schönes Projekt verwirklichen für einen Medizintechniker.
00:12:05: Da habe ich jetzt natürlich relativ wenig Erfahrung oder Einblick in deren Schaffen und Tun.
00:12:14: Und damals haben wir es als Team so gemacht, wir sind wirklich mit dem Büro dann dorthin gefahren und haben einen Tag mitgearbeitet also in Anführungszeichen mitgearbeitet.
00:12:26: Wir sind praktisch mit den Produkten mitgelaufen durch so ein Produktionsvorgang von einem metallischen Rolling bis hin zu einem fertigen Operationsinstrument und mir war das ganz wichtig Einfach um zu sehen, wie sind die Abläufe?
00:12:46: Wo zum Beispiel ist es besonders laut in welchem Produktionsgang.
00:12:53: Wo fallen Gerüche an?
00:12:55: Wo brauche ich besonders viel Licht?
00:12:58: und das war unheimlich interessant weil wir ja aus der Erfahrung von diesem Tag raus dann wirklich auch nochmal unser Entwurfskonzept was wir schon entwickelt hatten Wirklich in guten Teilen nochmal umgeworfen und abgeändert haben, weil wir beispielsweise gesagt haben okay Schleifprozesse haben bei euch einen extrem hohen Stellenwert.
00:13:23: Ein Produkt wird bearbeitet muss wieder geschliffen werden der nächste Arbeitsschritt dann wieder ein Zwischenschliff.
00:13:31: Und das beispielsweise hat uns dazu geführt diesen Schleifraum zentral im Gebäude anzuordnen, weil der wirklich sehr stark und oft frequentiert wurde.
00:13:42: In unserem Anfangskonzept war dieser Raum ja in einer Gebäudeecke am Rand gewesen.
00:13:49: Allein durch die Erfahrung von diesem Mitarbeitertag konnten wir uns da besser reindenken.
00:13:58: So was ist unheimlich
00:13:59: spannend.
00:13:59: Ich stelle mir das auch sehr kreativ und sehr inspirativ vor, so etwas auch ... Man kann es jetzt nicht immer machen.
00:14:05: also wenn eine Familie ein Haus baut, ist natürlich schwierig zu sagen ich wohne mal bei euch im Wochenende.
00:14:10: Also wenn sie offen sind wird das natürlich ... oft
00:14:12: will man das vielleicht gar nicht.
00:14:13: genau der dass ganz cool unter Umständen aber es kommt darauf die Bauherrschaft an.
00:14:17: Aber natürlich da kriegt man natürlich das richtige Leben mit und kann dann sagen wie ist es am besten für euch?
00:14:22: Also wenn du jetzt gerade sagst, so privater Wohnungsbaufamilien.
00:14:26: Auch da finde ich es unheimlich wichtig im Entwurfsprozess zu sehen wie die Menschen leben.
00:14:34: Deswegen habe ich sie gar nicht so gerne nur bei mir im Büro zugesprächen sondern ich treffe Kunden wirklich gerne auch in ihrem Umfeld um zu sehen, wie leben Sie?
00:14:46: Wie gehen Sie mit Farben um?
00:14:48: Wie ordentlich ist das?
00:14:50: großes Thema Stauräume und so weiter.
00:14:54: Also auch im privaten Umfeld ist mir das schon wichtig.
00:15:08: Hat sich die Bauherrschaft verändert in all den Jahren?
00:15:12: Ja, ich würde sagen es ist vieles etwas unverbindlicher geworden.
00:15:21: also ich habe ja noch ganz alte Schule zeichnengelernt.
00:15:25: Ich habe hier in Konstanz an der HTWG angefangen zu studieren und damals haben wir die ersten vier Semester noch rein von Hand gezeichnet, also das war wirklich mit Tusche auf Pergament und wenn es ein Fehler oder eine Änderung gab musste man Kratzen, dann wieder mit einem speziellen Radierstift das Papier kletten und konnte dann wieder drüber zeichnen.
00:15:56: Solche Korrekturen konnte man aber nur ein bis zweimal machen, dann war das Papiere durch.
00:16:02: Und ja es hat auch bedeutet Änderungen wurden sehr zackhaft angegangen und man hat nicht einfach schnell gesagt, schieb doch mal dahin mach mal so.
00:16:14: und Und mit dem Arbeiten am CAD, im Computer hat sich das glaube ich schon sehr geändert.
00:16:22: Also so eine Planung ist für viele beteiligt ja oft unverbindlicher weil man kann ja durch wenige Klicks das wieder ändern.
00:16:31: Das ist eine Sache die man auch bei Bauherrschaften feststellt und ich habe das Gefühl die Geschwindigkeit hat sich verändert.
00:16:45: alles schneller geworden.
00:16:49: Es werden Erwartungen gestellt, also oft kriegt man dann abends spät noch irgendeine E-Mail und morgens dann gleich den Anruf hast du schon bearbeitet?
00:16:58: Hast Du doch gesehen was da kamen?
00:17:01: Und ja das ist eine Geschwindigkeit die ich als sehr herausfordernd empfinde weil gerade auch im kreativen Prozess brauchen wir auch mal ein bisschen Rückzug Ruhe Und das ist im Büroalltag, finde ich immer schwieriger zu finden.
00:17:21: Ist es auch so ein bisschen das Denken, dass was du ansprichst?
00:17:24: Es findet ja eh alles am Rechner statt.
00:17:27: Da drücken die drei Tasten und dann haben wir mal das Zimmer ein bissel anders gestaltet.
00:17:31: Was ist das Problem also... Wie du sagst, du hast noch gezeichnet von Hand.
00:17:37: Also wirklich ... Von der Pieke auf gelernt sehr handwerklich auch und dass dann eine Bauherrschaft heute einfach denkt alles so easy ist, jetzt mach mal schnell!
00:17:51: Ja also ich empfinde da geht auch ein bisschen eine Wertigkeit verloren weil es sind ja oft nicht nur Linien oder Striche die du jetzt machst, sondern da stecken ja unheimlich viele Gedanken drin.
00:18:09: Und da geht durch diese Geschwindigkeit meines Erachtens eine gewisse Wertigkeit der Gedanken, die da drinnen stecken – die geht, denke ich verloren!
00:18:21: Ohne Wertigkeit im Architekten als Beruf gegenüber finde ich schon auch.
00:18:26: Ja
00:18:28: in jedem Fall.
00:18:28: Das
00:18:28: ist nicht einfach nur eine Wand nach drei Zentimeter nach rechts zu schieben?
00:18:35: Wenn du heute Bauherren was empfehlen würdest, also die sich entscheiden.
00:18:43: Wir haben ein Grundstück, wir haben ein Haus das wir gerne umbauen und was wir gerne neu bauen würden gibt so irgendwas wo du sagst Das ist so das erste was ich generell mal empfehle würde mit dem man sich beschäftigt.
00:18:55: Ich sage den Leuten dann gerne wie lebt ihr?
00:19:01: Und überlegt wie ihr leben wollt?
00:19:04: Klar, da kann man sich Zeitschriften wälzen, irgendwelche Instagram-Pinterest-Bildchen anschauen und so weiter.
00:19:16: Die geben aber oft ja auch nur einen Makeup wieder.
00:19:23: So den letzten Schliff von einer Farbe oder einem Kissen.
00:19:28: Aber macht euch doch Gedanken über die Räume wie ihr leben wollt und wie ihr die füllen wollt?
00:19:34: Das ist ein sehr schöner philosophischer Ansatz, der oft aber nicht an erster Stelle im Gespräch steht.
00:19:45: Oft ist einfach ... Da ist das Grundstück so, es ist unser Budget.
00:19:49: Jetzt mach doch mal!
00:19:51: Also eher die unromantische Terranehensweise?
00:19:57: Du machst ja sehr viel.
00:19:58: Das hast du eben auch angesprochen.
00:19:59: Du machst private ... Projekte, Neubauten, Umbauten Sanierungen energetische Konzepte sehr viele Kirchen.
00:20:10: Das sieht man auch auf deiner Website.
00:20:12: Gibt es einen Bereich oder gibt's sicher der dir besonders viel Freude macht?
00:20:18: Oder ist das alles irgendwie für dich und deswegen machst du es weil so different ist eben auch spannend.
00:20:27: Ja wir sind jetzt als Büro nicht unbedingt spezialisiert.
00:20:32: eine Sache oder eine Richtung.
00:20:35: Wir machen relativ wenige Neubauten vergleichsweise.
00:20:40: Ich gebe auch zu, ich finde Neubauden zu planen oft schwieriger weil du hast eine grüne Wiese und dort ist noch kein Raum, da fühlst du noch nichts, dort hast du noch keine Atmosphäre mit der du arbeiten kannst, mit dem du dich anlehnen kannst interpretieren kannst irgendwie.
00:21:06: Von daher finde ich Neubau wirklich noch herausfordernder, Ich arbeite unheimlich gerne in der Denkmalpflege also wirklich mit historischen Projekten, historischen Produkten auch Materialien und die dann zu erhalten teilweise neu zu interpretieren und ja dann schon auch zu zeigen was die Eingriffe aus unserer Zeit sind.
00:21:35: Also ich möchte da keine so, wo wollt Disney Architektur machen oder so?
00:21:40: Sondern man darf ruhig sehen was wann hinzugekommen ist.
00:21:47: Das ist aus meiner Sicht eigentlich ganz wichtig.
00:21:51: Also auch schon ein bisschen den Bruch also nicht das Kleine sondern so ein bisschen der Bruch und da hat euch die Geschichte rauszuarbeiten.
00:21:58: Genau genau!
00:22:00: Und gelungen ist es Ganze natürlich wenn dem Bruch nicht als Bruch empfindet, sondern als ein gegenseitiges Unterstreichen.
00:22:09: Dass das Neue des Altes wirklich hervorheben darf und umgekehrt auch das Alte des Neues.
00:22:17: Wenn das gelingt dann ist es schön!
00:22:20: Und bei den Kirchen die ihr macht was ist da euer Auftrag?
00:22:25: Da geht's eigentlich um ganz unterschiedliche Aufgaben.
00:22:31: Wir hatten in der Vergangenheit ein Projekt, das ist eine junge christliche Kirche im Industrie-Denkmal.
00:22:39: Das war sehr spannend umzusetzen.
00:22:44: und ein weiteres Projekt, gerade ein Neubau von einem Kirchengemeindezentrum.
00:22:51: Vor einigen Jahren ist die alte Kirche abgebrannt Und da haben wir einen kleinen Wettbewerb gewonnen und dürfen dieses Kirchenzentrum jetzt neu aufbauen.
00:23:02: Auch eine ganz, ganz tolle Aufgabe mit dem Bauausschuss dieser Kirche zusammen.
00:23:08: Also die hatten wirklich extrem gute Vorarbeit geleistet.
00:23:12: von dem wie wollen wir leben?
00:23:14: Was brauchen wir?
00:23:16: Das hatten sie schon sehr schön vorbereitet.
00:23:20: und andere Projekte... geht es darum, dass ja die Kirchen wissen wir alle kleiner werden auch hier im ländlichen Raum und teilweise Gebäude verkaufen müssen.
00:23:34: Und jetzt Nutzungen, die sonst in irgendwelchen Gemeindezentren, Gemeinderhäusern waren, die müssen in die Kirchengebäude selbst mit integriert werden.
00:23:46: Das ist eine sehr spannende Aufgabe.
00:23:50: Gibt's einen Teil während der Bauphase?
00:23:54: Am allerwenigsten Freude bereitet?
00:24:00: Spontan würde ich jetzt sagen die Bauleitung, die Baubetreuung.
00:24:06: Aber da bin ich glaube auch so ein bisschen masochistisch weil eigentlich liebe ich es dann auch.
00:24:12: So ein gewisses Chaosmanagement und das hat man oft auf der Baustelle.
00:24:17: gerade im Bereich Sanierung öffnest du eine Wand und findest Dinge, die keiner erwartet hat.
00:24:25: Und da muss man dann oft schnell reagieren und darf trotzdem keine Kurzschlussreaktionen irgendwie hervorrufen, die am Ende unnötig Geld kosten würden.
00:24:38: Also diese Herausforderung mag ich schon sehr gerne.
00:24:41: Wenn du dann hinkommst und es riecht nach Beton, finde ich das toll!
00:24:50: Und ein Teil der dir extrem viel Freude bereitet?
00:24:56: Gut, der Entwurf natürlich.
00:24:57: Das ist das Schönste an unserem Beruf und ich mache unheimlich gern dann auch so Interior Design.
00:25:06: also wir versuchen dass wir oft auch Einbaumöblierungen und sowas bei unseren Projekten auch übernehmen dürfen auch planen dürfen.
00:25:17: Das ist dann natürlich das E-Tüpfelchen, wenn man so was machen darf.
00:25:22: Toll!
00:25:23: Wenn du in ein Haus kommst von Bauherren die das gerne umbauen möchten hast du so einen ... ich nenn es jetzt mal Ritual wo du dann so die ersten Augen blicken wenn du dieses Projekt siehst?
00:25:38: Nee eigentlich.
00:25:40: also ich finde so eine Ortsbegehung finde ich extrem wichtig und dafür nehme gerne Zeit da ein Gebäude zu beginnen, zu begreifen.
00:25:56: Und oft spürst du ja dann schon auch hier fühle ich mich wohl?
00:26:00: Ich glaube da ist irgendwo ein Potenzial drin versteckt was man vielleicht rauskitzeln kann und andere Bereiche.
00:26:09: da denkt man ui das wird glaub ich nix.
00:26:15: Ich hatte einen Professor, der hat uns im ersten Semester den Satz gesagt.
00:26:20: Der ist mir einfach geblieben.
00:26:22: Raum spürt man am ganzen Körper und es ist wirklich so für viele vielleicht unbewusst.
00:26:29: du realisierst dann nur irgendwann.
00:26:31: hier bin ich irgendwie unruhig hier fühle ich mich nicht wohl.
00:26:34: die Akustik passt irgendwie nicht oder?
00:26:37: Hier sind schöne Proportionen hier kann ich mir was vorstellen.
00:26:42: also ich glaube dass da wirklich etwas dran ist das man Raum körperlich spüren kann.
00:26:48: Und gibt es Projekte, die du nie bauen würdest?
00:26:57: Sich jetzt nachdenken – vielleicht im Schlachthof!
00:27:07: Warum?
00:27:11: Ja bei der Vorstellung was da dann passieren würde, nachdem ich wieder weg bin….
00:27:18: Ich glaube das würde mir nicht gefallen.
00:27:31: Wir haben vorhin ein bisschen über die Bauherrschaft gesprochen, die sich in den Jahren doch schon auch verändert.
00:27:36: Ist Bauen heute irgendwie, kann man das sagen, mutiger oder vorsichtiger geworden?
00:27:44: Gibt es da auch so eine Tendenz, die du spürst?
00:27:49: Gut großes Thema sind natürlich die Preise – die Baupreise und die Kosten.
00:27:56: Die geben natürlich gewisse Grenzen vor Das ist ganz klar.
00:28:04: Und da sind natürlich manche Bauherrschaften schon auch verunsichert und dadurch nicht mehr so mutig wie vielleicht noch vor einigen Jahren.
00:28:16: Spontane Änderungswünsche der Bauherrschaft, die in den Sinn kommen – das verzögert ja auch einen Bau oder zieht ihn in die Länge?
00:28:25: Kann man sagen es ist irgendwie heute baut man länger als früher?
00:28:30: Ja, also ich empfinde Terminplanung mittlerweile als relativ schwierig.
00:28:37: Weil du manchmal nicht die Handwerker mit den Kapazitäten hast.
00:28:44: Manchmal zieht sich das Ganze durch eine Budgetierung, die erst je nach Bau her durch verschiedene Gremien gehen muss und bewilligt werden muss.
00:28:58: Genehmigungen lassen manchmal auch auf sich warten.
00:29:02: Und es macht's oft schwer, die Termine wirklich so wie man sie sich mal ausgedacht hat dann durchzuziehen und einzuhalten.
00:29:13: Du hast ja dein Büro in dem wunderschönen Wasserturm in Konstanz.
00:29:17: Wenn du einfach das Fenster raus guckst, siehst du hier auch die Schweiz.
00:29:20: Ist es so ein Thema für euch im Büro über die Grenzen hinaus Projekte zu realisieren?
00:29:27: Also wir hatten in der Vergangenheit tatsächlich ein Projekt in der Schweiz.
00:29:32: Ein sehr schönes Projekt mit deutschen Bauherrschaften, allerdings waren keine Schweizer und das hat mir gezeigt es ist doch ein gewisser Aufwand weil natürlich die Gesetzeslage, die Normierungen usw.
00:29:49: doch anders sind als bei uns in Deutschland.
00:29:53: Und dann auch dieses mit der A-I Bewilligung über die Grenze zu gehen, dass man dort auch arbeiten darf.
00:30:01: Das ist schon ein relativ großer Aufwand muss ich sagen und im Moment ist bei uns die Auftragslage so gut das ich mich nicht über die grenze strecken muss sage ich mal im moment
00:30:19: wenn du drei Jahre Zeit geschenkt bekähmst um ein Projekt zu realisieren.
00:30:26: Zeit, Geld
00:30:27: etc.,
00:30:28: würde keine Rolle spielen.
00:30:29: Gibt es so einen Traumprojekt?
00:30:33: Ich glaube ich würde gerne mal ein schönes kleines Museum
00:30:38: bauen.
00:30:40: Okay!
00:30:42: Warum ein Museum?
00:30:45: Ich empfinde Museen oft als unheimliche Orte der Ruhe und eine gewisse Andächtigkeit.
00:30:55: das gefällt mir sehr gut Und es wird dort oft eine wirklich starke Architektur geschaffen, die oft schon auch ihre eigene Aussage trifft und trotzdem aber so weit zurücktritt dass sie den Exponaten, die dort sind eigentlich den Vordergrund gewährt.
00:31:22: Das finde ich eine sehr schöne Aufgabe.
00:31:26: Wie du sagst, das ist ja dieses Raum geben was du so liebst.
00:31:30: Das ist es da!
00:31:35: Du gibst den Exponaten einen unfassbar schönen Raum.
00:31:41: Also das hat schon etwas im Museum zu bauen, das stimmt.
00:31:45: Ja das ist wahrscheinlich... die Windessenz oder der Höhepunkt von dem, was wir versuchen in unseren Projekten.
00:31:54: Ich bin da mit meiner Architektur aber ich nehme mich zurück zu Gunsten der Benutzenden und das ist wahrscheinlich bei so einem Museum dann wirklich bis zum Exzess betrieben.
00:32:09: Vielleicht legt es daran
00:32:10: ja Und wenn du heute so in deinem Büro sicher auch junge Architekten willkommen heißt, gibt es irgendwie sowas was dir auffällt?
00:32:19: Mit welchem Handwerkzeug die heute ins Büro kommen und mit welchem Du begonnen hast.
00:32:25: Ist das noch relativ ähnlich?
00:32:27: ist es sehr unterschiedlich?
00:32:30: Nee, das empfinde ich schon als sehr unterschiedliche.
00:32:35: Ich habe immer wieder Absolventen bei uns im Büro oder auch mal Werkstudentinnen bei uns arbeiten.
00:32:43: Und die sind natürlich, was das ganze EDV-basierte Zeichnen und Modellieren angeht, sind die natürlich um Welten vor mir.
00:32:55: also da merke ich auch dass ich ganz oft noch die Transparentrolle und den schwarzen Filzstift nehme um den Details auf zu zeichnen wo sie eigentlich sofort am Rechner anfangen ohne ohne mit Stift und Papier zu arbeiten.
00:33:13: Wäre
00:33:13: die Frage, ob Sie es noch können überhaupt?
00:33:16: Ja ja berechtigte Frage gut ich denke einige oder viele können's sicherlich.
00:33:22: aber für mich ist auch das von Hand.
00:33:25: dann zeichnen oder aufskezieren Ist ja auch so ein Denkprozess.
00:33:31: also du denkst beim Zeichnen Und das fällt mir von hand natürlich sehr viel leichter als jetzt an computer
00:33:41: Okay.
00:33:42: Und was würdest du, wenn du eine Vorlesung halten würdest an der Uni jungen Architekturstudenten und Studentinnen heute so mit auf den Weg geben?
00:33:52: Ich würde Ihnen raten, such die Praxis!
00:33:58: Ich habe das jetzt so mitbekommen.
00:34:00: Das Studium ist ... hat sich ja verändert über die Jahre oder im Jahrzehnte muss ich schon sagen seitdem meinen Abschluss gemacht habe.
00:34:09: Ich habe noch ein Diplom-Ingenieur, das gibt es ja heute gar nicht mehr, die sind alle bei Bachelor und Master.
00:34:17: Und unser Studium war schon auch sehr praxisorientiert.
00:34:22: also wir mussten bevor wir überhaupt zugelassen wurden, mussten wir einen Vierteljahr auf einer Baustelle arbeiten und ein Viertelljahr im Architekturbüro von Handzeichnen lernen.
00:34:37: Und dann auch im Studium war das fünfte und sechste Semester nochmal ein Jahr lang Büropraxis, was ich als sehr hilfreich empfunden habe.
00:34:48: Weil da hattest du nach zwei Jahren Theorie einen Jahr Praxis, wo sich das auch verfestigen konnte, was du gelernt hast.
00:34:59: Man ist dann in die nächsten Semester einfach gestartet mit so einem bisschen Background.
00:35:06: Ach ja, deswegen lerne ich das.
00:35:09: Weil so und so wird es dann im Alltag angewendet.
00:35:14: Und diese Praxissemester werden immer mehr reduziert bei den Studierenden – und das empfinde ich eigentlich als Schade und nicht dem richtigen Weg.
00:35:26: Ich meine die Praxis ist ein immens großer Teil der Architektur!
00:35:31: Also ich merke das dann oft, gerade wenn ich so Studierende mitnehme auf die Baustelle.
00:35:37: Die dann zum ersten Mal in ihrem Leben irgendwie eine Dachabdichtung sehen oder eine Wärmedämmung und ich ihnen dann sage also hier diese Abdichtungen Das ist jetzt die gestrichelte Linie, die du immer zeichnest Und da ist ein großes AHA oft Von daher ja wirklich Praxis.
00:36:00: Und würdest du heute, wenn du nochmal beginnen würdest wieder Architektur studieren mit dem Wissen das du jetzt hast?
00:36:12: Ich sag immer was anderes kann ich erst recht nicht.
00:36:20: Ja, ich glaube ich würde es wieder tun.
00:36:23: Macht es dich glücklich.
00:36:24: also... Projekt vollendet hast und du siehst das, du siehst die Menschen.
00:36:30: Das muss doch für dich auch ein ganz großes Glück und eine Zufriedenheit mit sich bringen?
00:36:38: Ja, wobei diese Momente sind natürlich nicht so sehr verbreitet.
00:36:48: Das sind ja ich würde sagen weniger Momente.
00:36:51: Du hast jetzt gerade als kleineres selbstständiges Büro unheimlich viel administrative Arbeit.
00:37:01: Das sind Rechnungsprüfungen, Ausschreibungen Behörden, Gänge Dinge die jetzt nicht unbedingt von Kreativität geprägt sind das muss man dazu sagen.
00:37:13: also wirklich diese... Die Entwurfsmomente sind wenige sag ich mal im Alltag aber es ist also ich empfinde immer als ganz schön wenn man auf eine Baustelle kommt und dann so zum ersten Mal in ein Rohbau zum Beispiel reingeht.
00:37:35: Und da die Räume erfahren kannst, der Gedanke, wow das war ich oder das waren wir.
00:37:44: Das ist aus unseren Gedanken entstanden.
00:37:47: Es waren zunächst wirklich nur Linien auf Papier Und ist jetzt ein erfahrbarer Raum, der da für viele Jahre oder Jahrzehnte steht und gesehen wird.
00:38:01: Das ist dann schon oft beeindruckend.
00:38:04: Das sind schönes Gefühl.
00:38:08: Wenn Bauherrschaften auch nach Jahren noch glücklich und zufrieden sind ... das ist schon sehr, sehr schön.
00:38:18: Also ich hab so die ... Angewohnheit, das oft bei der Fertigstellung von einem Gebäude.
00:38:25: Wenn es die Jahreszeit zulässt, schenke ich den Kunden gerne einen Obstbaum in den Garten zu pflanzen.
00:38:34: und ich habe eine Familie, den haben wir vor vielen Jahren mal ein Haus gebaut und von denen bekomme ich jeden Sommer Fotos vom Kirschbaum mit den Früchten dran.
00:38:50: mit einem lieben Gruß und danke für das schöne Haus.
00:38:52: Und das ist über viele Jahre hinweg, und das ist dann eine sehr, sehr schöne Bestätigung!
00:39:09: Du schaffst ja immer etwas und du machst was für den Menschen – und das finde ich etwas Wunderschönes.
00:39:15: Also das ist wirklich schon eine Art von Glück?
00:39:19: Ja, das ist durchaus eine Art vom Glück.
00:39:24: Wie gesagt man muss oft mal im Büroalltag sich an diese Glücksmomente erinnern.
00:39:33: Gibt es denn auf der anderen Seite, war in die andere Richtung vom Glück auch tatsächlich mal Projekte?
00:39:41: Die du dann ablehst nach dem ersten Gespräch?
00:39:44: also wo du sagst kein gutes Gefühl irgendwie ja nicht unser Ding
00:39:51: das gab es in der Tat, in der Vergangenheit schon.
00:39:54: Wenn ich also wirklich nach dem ersten oder den ersten Gesprächen gemerkt habe wir sind als Personen sehr, sehr weit auseinander dann hab' ich da durchaus auch schon mal die Hände von so einem Projekt gelassen.
00:40:10: Also man ist ja relativ lange aneinander gebunden und das kann ja dann schwierig werden.
00:40:15: Klar!
00:40:16: Man arbeitet je nach Projektgröße natürlich oftmals zwei bis drei Jahre eng zusammen und da darf, muss man denke ich im Vorfeld auch drüber nachdenken.
00:40:30: Kann ich mir das vorstellen?
00:40:32: Will ich
00:40:33: das?".
00:40:34: Und in dem Fall der Fälle dann die Notbremse
00:40:37: ziehen.".
00:40:40: Gibt es das bei euch auch dass man auch angefragt wird von anderen Architekten Teilprojekte zu übernehmen?
00:40:45: oder ist das in der Architektur eigentlich eher jeder macht sein Ding?
00:40:49: Ne wir machen das in den Tat.
00:40:52: Ich hab auch ein befreundetes Büro in Konstanz, die uns in einigen Projekten dann mal zuarbeiten.
00:41:02: Gerade beim Thema Ausschreibung und die Handwerkerleistungen zusammenzustellen.
00:41:09: Da ist schon Austausch vorhanden.
00:41:11: Und gerade als kleineres Büro musst du natürlich oftmals Auftragswellen, Bewegungen ... irgendwie auffangen können und da kann man nicht immer gleich, wenn ein Auftrag kommt jemanden anstellen.
00:41:30: Und da versuchen wir dann wirklich durch solche Kooperationen, solche Spitzen mit abzudecken.
00:41:37: Unabhängig von der Auftragslage magst du das?
00:41:40: Dass du sagst ich finde es sehr angenehm jetzt kein Riesenbüro zu haben oder ist das so was, könnte ich mir auch vorstellen.
00:41:48: Nee, ich mag in der Tat also die Größe von vier bis fünf Leuten.
00:41:54: Man arbeitet dadurch natürlich sehr eng zusammen.
00:41:58: aber ich empfinde es auch als ja wirklich eine Herausforderung.
00:42:04: jetzt für mich als Person so Mitarbeiterführung Da weiß ich nicht ob ich der geborene Chef bin Vielleicht manchmal etwas zu sanft Kann sein.
00:42:17: Von daher Ja, suche ich jetzt nicht nach einer großen Bürogröße muss ich sagen.
00:42:26: Und der Standort Konstanz ist für dich auch ein perfekter Standort?
00:42:32: Ja!
00:42:32: Ich bin hierhergekommen, in dem Jahr nineteen sechs neunzig zum Studium und dann wie so viele hängen geblieben.
00:42:40: hier kommt eigentlich aus der Nähe von Freiburg was auch wunderschön ist und habe mich dann aber doch entschieden hier zu bleiben weil es einfach mit dem See ganz tolles Leben ist.
00:42:50: Eigentlich, denke ich, haben wir uns jetzt hier etabliert.
00:42:54: Wir arbeiten nicht nur in Konstanz sondern auch im recht großen Umfeld also bis Richtung Freiburg rüber Tutlingen singen und von daher dadurch dass wir jetzt nicht rein auf Projekte in Konstans fixiert sind können wir auch immer wieder Aufträge akquirieren.
00:43:16: Ich denke Alleine in Konstanz wäre es schwierig, weil hier gibt es sehr viele von uns und auch gute Büros.
00:43:24: Wir sind irgendwie schon so mehr oder weniger am Ende unserer Folge ...
00:43:29: Okay?
00:43:30: Das ging schnell!
00:43:31: Das ging sehr schnell
00:43:32: ja?!
00:43:34: Und da hab ich ein kleines Ritual.
00:43:38: Ich beginne einen Satz und würde dich bitten, ihn zu vollenden.
00:43:42: Okay, ich versuch's...
00:43:46: In meinem eigenen Haus würde ich auf jeden Fall.
00:43:52: Ich würde niemals selbst für mich planen und bauen, weil ich glaube, ich wäre ein furchtbarer Bauherr und könnte keine Entscheidungen finden!
00:44:03: Ich wohne aus diesem guten Grund zur Miete in der Altbauwohnung.
00:44:15: Solange es dir gelingt Alex das für deine Klären zu tun ist ja völlig falsch.
00:44:20: Ja.
00:44:20: Alex, ich danke dir sehr für diese inspirierenden Einblicke in dein Schaffen.
00:44:24: hinter jeder Architektur Tour steht am Ende der Mensch.
00:44:28: Mit Ideen, Werten, Erfahrungen und seiner ganz eigenen Sicht auf die Welt!
00:44:33: Heute durften wir ein Stück dieser Sicht kennenlernen.
00:44:37: Vielen Dank für deine Zeit, für deine Gedanken, für die Geschichten, die du mit uns geteilt hast.
00:44:42: Es war mir eine große Freude, mit dir zu sprechen.
00:44:44: Ganz lieben Dank
00:44:45: Alex!
00:44:46: Ja vielen dank für das schöne Gespräch Cosima.
00:44:48: Danke dir!
00:44:49: Danke auch allen, die meinen Podcast Wachs- und Gäste hören ihn weiter empfehlen und gerne auch teilen.
00:44:55: Bis zum nächsten Mal und schön, dass ihr dabei wart.
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