Prof. Dr. Rosmarie Barwinski - Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin und Psychotraumatologin

Shownotes

Mein heutiger Gast ist Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin und Psychotraumatologin. Sie arbeitet mit Menschen, die Traumatisches erlebt haben und begleitet diese Menschen dabei, Erlebtes einzuordnen, Sicherheit zu finden und neue Perspektiven zu entwickeln.

Zudem ist sie Gründerin und Leiterin des Schweizer Instituts für Psychotraumatologie in Winterthur,
kurz SIPT genannt.

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00:00:16: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wachs & Gäste.

00:00:21: Mein heutiger Gast ist Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin und Psychotraumatologin.

00:00:29: Sie arbeitet mit Menschen die Traumatisches erlebt haben und begleitet diese Menschen dabei Erlebtes einzuordnen Sicherheit zu finden und neue Perspektiven zu entwickeln.

00:00:43: Zudem ist sie Gründerin und Leiterin des Schweizer Instituts für Psychotraumatologie in Winterthur, kurz SIP T genannt.

00:00:54: Was mich bei Wachs- und Gäste immer ganz besonders interessiert ist der Mensch!

00:01:00: Wie wird man Psychotraumatologin?

00:01:03: Was bringt einen auf diesen Weg – und wie schafft man

00:01:07: es?!

00:01:08: Bei all dem schweren auch das Leichte nicht aus den Augen zu verlieren….

00:01:14: Liebe Frau Prof.

00:01:15: Dr.

00:01:16: Rosmarie Bawinski, ich freue mich sehr auf unser Gespräch und finde es ganz wunderbar, dass Sie heute mein Gast sind.

00:01:23: Ja gleichfalls!

00:01:25: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:27: Sehr gerne.

00:01:29: Die Psychologie hat ja ganz viele Fachgebiete und Themen.

00:01:35: Warum Psychotraumatologie?

00:01:39: Natürlich kann man das theoretisch begründen aber ... glaube realistischer oder mir adäquater ist es auch auf die eigene Geschichte zu schauen.

00:01:49: Von der Sprache her, man hört sich kommen aus Deutschland.

00:01:52: Mein Vater ist sehr spät als russischer Gefangenschaft zurückgekehrt.

00:01:58: also in dem Sinn hat das Thema Psychotraumatologie und Deutschland und die eigene Familie eigentlich schon meine gesamte Kindheit geprägt.

00:02:08: Ich bin dann zum Studium in die Schweiz gezogen, eben nach Zürich und habe dann später doktoriert.

00:02:16: Zum Thema unfreiwillige Erwerbslosigkeit.

00:02:21: Und was ich nie erwartet hätte – also hatte ich dort Interviews geführt über ein Jahr hinweg mit Betroffenen -, dass die meisten, ich glaube acht von zehn, mit denen ich gesprochen hatte, haben nach circa dreiviertel Jahren halt einem halben Jahr Symptome von Traumata gezeigt und das hätte ich niemals erwartet.

00:02:43: Also da bin ich eigentlich aufgrund der eigenen Geschichte und durch die Doktorarbeit nochmal zum Thema Trauma bekommen, aber ich glaube der wesentliche Einfluss war damals... Ich hatte an einer Frauenberatungsstelle gearbeitet, hatte eine klassisch analytische Ausbildung und habe recht schnell gemerkt also Das haut nicht hin, also das reicht nicht.

00:03:08: Und von dort her ist eigentlich ganz am Anfang schon für meine beruflichen Daufbahn das Thema Trauma in den Vordergrund gerückt.

00:03:16: Was ist das Besondere an Ihrer Arbeit mit traumatisierten Menschen?

00:03:20: Wie kann man sich das vorstellen?

00:03:23: Was ich spannend finde, Trauma ist eigentlich der einzige theoretische Begriff kann man sagen.

00:03:29: Der inneres und äußeres direkt miteinander verknüpft.

00:03:32: Sonst geht es wie in der Soziologie oder Sozialpsychologie eher um äußere Faktoren oder eher klassisch, analytisch... psychotherapeutisch, um innere Faktoren.

00:03:44: Aber Trauma fasst immer die Wechselwirkung und das fand ich total spannend gerade durch eben die Arbeit an der Frauenberatungsstelle weil nur aufgrund der eigenen Geschichte sind bestimmte Problemen einfach nicht verständlich.

00:04:00: Und das war eigentlich dass, wo mich recht am Anfang auch schon sehr fasziniert hat oder was spannend gefunden habe.

00:04:07: Wie ist eigentlich diese Wechselwirkung?

00:04:10: Also wir werden ja nicht monatisch irgendwo in irgendwas hineingeboren und dann bleibt das so, sondern es ist eigentlich immer diese ständige Wechselwirkung.

00:04:21: Und das hat mich eigentlich schon sehr am Anfang auf schön vom Studium interessiert.

00:04:26: Und Sie haben es gerade angesprochen?

00:04:27: Sie haben mit Frauen gearbeitet.

00:04:29: sind Frauen mehr traumatisiert als Männer oder kann man das nicht sagen?

00:04:35: Nee, ich denke es kann man nicht sagen.

00:04:37: Aber sie gehen anders damit um und das hatte ich ... Also ich hab im Studium mich sehr für Feminismus interessiert war auch in Frauengruppen Und so ist das eigentlich so entstanden, dass ich den auch beruflich geschaut habe.

00:04:51: was könnte ich da in dieser Richtung machen?

00:04:54: Ich denke einfach die Erziehung, die prägen unsere Gesellschaft.

00:04:59: Männer werden ja eher dazu am Mund als eben nach außen zu gehen, Aggressionen zu zeigen und sich durchzusetzen.

00:05:07: Sozialisierung bei Frauen ist nach wie vor anders.

00:05:12: Frauen eignen eher zur Erklärung der Aggression gegen die eigene Person, zu Depressionen denn zu Selbstpfeife.

00:05:19: also in dem Sinn ich glaube nicht dass das ein oder andere Geschlecht weniger traumatisiert ist aber der Umgang ist doch recht unterschiedlicher.

00:05:29: Warum gibt es Menschen, die sich wirklich selbstschädigend verhalten?

00:05:36: Was passiert denn da bei denen?

00:05:38: Huch!

00:05:38: Da stellen sie eine ganz komplizierte Frage.

00:05:41: Also dann muss man wirklich schon in die Tiefe gehen.

00:05:44: Jetzt werden wir jetzt bei der Psychotraumatologie schauen.

00:05:48: Was typisch bei Traumata ist, ist ja eigentlich der sogenannte Wiederholungszwang.

00:05:55: Man kann eigentlich sagen... So der Klassiker, Frauen die immer wieder gewalttätige Männer suchen und das endet nicht.

00:06:05: Bei jeder Partnerschaft immer wieder das Gleiche.

00:06:08: Das hat nichts mit Uneinsichtigkeit zu tun sondern ist eher hinter jeder Wiederholung ist der Wunsch dass es es nächstes Mal anders rauskommt.

00:06:19: also es ist eigentlich ein Bewältigungsversuch der aber letztendlich schädigt, wenn er einem nicht bewusst wird.

00:06:29: Und das ist das dramatische bei Traumata dieser Wiederholungszwang der läuft so lange bis diese Erfahrungen wirklich aufgelöst werden konnten.

00:06:39: und das ist schockierend weil wenn die Menschen immer wieder diese Erfahrung machen, wären sie einfach immer krank daran der Zeit.

00:06:48: Das ist eben dieses Schreckliche.

00:06:53: Man spricht ja viel über Depression und dieses Trauma, ein Trauma zu haben.

00:06:59: Ich finde da spricht man so wenig drüber!

00:07:02: Das hört man, also ... Man spricht ja ... Inzwischen

00:07:04: war er inflationär.

00:07:06: Richtig!

00:07:07: Genau.

00:07:07: Aber was ist wirklich ein Trauma?

00:07:09: Ist es eine Trauma, dass ich keine Spinne sehen kann?

00:07:11: oder was ist denn wirklich ein Drama?

00:07:13: Oder ist das nur eine Phobie?

00:07:15: Genau und da sind sie eigentlich beim Kern.

00:07:17: Trauma ist eine Ursache für eine Störung.

00:07:22: Also Depressionen ist eine Störung.

00:07:24: Das ist eine bestimmte Symptomatik, wo der Depression auszeichnet.

00:07:28: Traumas ist eine Ursache.

00:07:30: Es gibt natürlich verschiedene Ursachen für psychische Probleme, biologisch.

00:07:36: Wenn wir zum Beispiel Depressionen können, sehr wohl aufgrund von Schilddrösenproblemen sein.

00:07:42: Dann werden Menschen depressiv aufgrund... Also eben Schildrösen-Probleme.

00:07:50: Depressionen kann aber auch eine Folge sein von einer sehr regiden Erziehung.

00:07:55: also eben wenn ich gelernt habe ja ich darf nicht aggressiv sein sonst hat man mich nie mehr lieb dann neige ich vielleicht dazu diese Aggression gegen mich zu wenden und dann habe ich nachher eine Depression.

00:08:09: Oder Depressionen können auch eine Folge in der Traumverarbeitung sein, also in dem Sinn oder noch eine andere Variante Verwahrlosung für Nachlässigung können auch Depression zur Ursache haben oder zur Folge haben.

00:08:27: Also da haben wir jetzt eigentlich schon vier Ursachen für psychische Probleme, körperlich natürlich.

00:08:34: Traumatisch, innerseelige Konflikte oder Verwaltungs- und Vernachlässigung.

00:08:41: Letztes wird heute auch unter Trauma gezählt aber es hat bis zu eine andere Dynamik.

00:08:46: deswegen tue ich sie immer gerne noch wie separatenen.

00:08:50: also die Ursache ist nicht eine Diagnose Und das glaube ich ganz wichtig, dass man das nicht sonst kriegt man durcheinander und Trauma wird natürlich sehr unterschiedlich definiert.

00:09:05: Da beziehe ich mich gerne auf den Gottfried Fischer bei dem er auch in Köln rehabilitiert hat und am Anfang auch meine Laufbaum gearbeitet hatte.

00:09:16: der definiert Trauma als, ich versuche es mal zusammenzukriegen, Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren also äußeren Faktoren und individuellen Ressourcen.

00:09:29: Das zugeführende Hilflosigkeit und Überforderung führt also zu einer Art Effektüberflutung und eine Folge haben wir eigentlich bei allen Formen der Traumatisierung die sogenannte Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses.

00:09:45: Ich trau mir nichts mehr zu und ich traue keine Menschen mehr.

00:09:49: Also dieses chronische Misstrauen geht eigentlich in der Regel immer mit traumatischen Erfahrungen einher.

00:09:57: Nach dieser Definition ist es eben, wenn die inneren Ressourcen nicht ausreichen für eine bestimmte Situation zu verarbeiten Und ich finde an dieser Definition spannend.

00:10:08: Es ist nicht allein ein äußeres Ereignis, sondern wie dieses Eregnis den Menschen trifft er sehr unterschiedlich und gibt Menschen die dann eben wirklich Trauerfolgestörungen entwickeln aufgrund dieser Erfahrung.

00:10:24: andere bleiben gesund es bleibt eine Erschütterung.

00:10:28: man kann das nicht ausradieren aber es heißt nicht dass man unbedingt krank wird

00:10:44: Und liegt die Ursache schon in der Kindheit?

00:10:48: Nein.

00:10:49: Das finde ich eine ganz wichtige Frage, wo man, glaube ich, vielen Menschen die Trauma erlebt hat, tiefes Unrecht gibt.

00:10:57: Wenn man nicht sagt ja ... Da hat die eine Person, die ist an Verkehrsunfall, zum Beispiel im gleichen Bus und ist nicht krank geworden, die andere entwickelt schwere Trauma-Volgestörungen.

00:11:10: Man kann nicht sagen, die eine Person ist resilienter als die anderen.

00:11:14: Sondern etwas an dem Ereignis oder eine spezielle Verknüpfung mit der Geschichte hat die Verarbeitung schwieriger gemacht.

00:11:25: aber man kann nichts sagen und das finde ich ebenso verheerend.

00:11:31: Wenn man etwas als traumatisch erlebt, ist man selber schuld.

00:11:34: Dann ist immer diese Wechselwirkung.

00:11:37: Und jetzt da auch Ihre Arbeit an?

00:11:39: Dass Sie erst mal rausfinden ... Was ist die Wechselwirkung?

00:11:44: Also warum ist das genau passiert?

00:11:47: Warum gibt es diese traumatische Störung?

00:11:49: Was hat das ausgelöst?

00:11:50: Das war versteht wie dieses Erlebnis ist.

00:11:54: Wie haben die einzeln betroffen das wirklich erlebt und was hat das für sie bedeutet?

00:12:00: Und vor allen Dingen hat es ihr weiteres Leben geprägt.

00:12:04: Die Menschen, die zu uns kommen... Wichtig ist noch das Schweizer Institut für Zischotramatologie.

00:12:12: Wir machen Fortbildungen für verschiedene Berufsgruppe.

00:12:16: Also wir haben keinen Ambulatorium.

00:12:18: Wir bilden lediglich Leute, die mit Menschen arbeiten und Traumata lebt haben.

00:12:25: Und da, denke ich, ist wirklich Zentrale zu verstehen.

00:12:31: Was ist das, wo die Menschen zutiefst erschüttert hat?

00:12:34: Wie prägt ihr weiteres Leben?

00:12:38: Akkut traumatisierte Menschen haben wir weniger.

00:12:43: Da haben auch Kurse, wo wir speziell den Umgang mit solchen Menschenschulen ... Aber die meisten Kurse gehen eigentlich.

00:12:52: wie wird das weit am Leben verarbeitet?

00:12:55: Und wie kann man helfen, dass die Menschen eben gesund werden und vielleicht sogar Ressourcen aufgrund dieser Erfahrung entwickelt und nicht immer wieder neue schädigende

00:13:07: Erfahrungen machen?

00:13:10: Wenn Sie sagen diese Menschen verlieren dann auch das Vertrauen.

00:13:13: Also die trauen niemandem mehr, die trauern keinen anderen Menschen.

00:13:16: Die trauen der Welt nicht mehr.

00:13:18: da ist es ja wahnsinnig schwierig dazu zu bewegen, sich Hilfe zu suchen.

00:13:25: Wie

00:13:25: geht das?

00:13:26: Das ist wirklich ein zentrales Problem.

00:13:30: und was spezifisch für das Schweiz-Institut für Psychotraumatologie ist, ich denke man kann wirklich sagen im Gegensatz zu anderen Instituten wir sind beziehungsorientiert.

00:13:42: also für uns ist die Beziehung ist zentrale Und aus dem Grundgedanken heraus, in der traumatischen Situation war niemand da, der geholfen hat.

00:13:52: Also das ist ja diese Erschütterung und deswegen ist es so wichtig in der späteren Begleitung dass dann Mensch da ist mit dem man sprechen kann, der einen versteht und wo man vielleicht langsam wieder Vertrauen entwickeln kann.

00:14:09: Heute ... sehr in sogenannte Traumakonfrontationstechniken.

00:14:15: Also es gibt sehr viel Techniken, wie man mit Menschen arbeiten könnte die Trauma erlebt haben.

00:14:22: also unser Ansatz ist immer Beziehung vor der Technik dass wir uns das wichtig ist ein Vertrauensbasis.

00:14:30: da können dem menschen mit uns neue Erfahrungen machen wo sie wieder Mut bekommen ins Leben hinauszugehen und weniger jetzt, dass man eine bestimmte Technik durchspielt.

00:14:45: Und das macht auch das Institut eigentlich aus.

00:14:47: Genau!

00:14:48: Und die Wissenschaft ist sehr stark mit der Wissenschaft verknüpft?

00:14:53: Heute sind im Traumabereich extrem diese Techniken oder evidenz-based Maßnahmen.

00:15:03: Da sind wir nicht so... Natürlich sind wir wissenschaftlich orientiert, aber für uns ist eigentlich wichtiger diese Arbeit mit der Beziehung.

00:15:14: Das ist leider im Moment Trends, dass das zurückgeht.

00:15:21: Wo man sagen kann es macht überhaupt keinen Sinn.

00:15:24: Wenn man sich fragt Untersuchungen was wirkt bei Psychotherapie da kommt immer als Hauptwirkfaktor die Beziehungen heraus bin ich wundert.

00:15:33: Genau.

00:15:33: Also deswegen, wie kommt dann so ein Trend?

00:15:35: Frag ich mich hier.

00:15:36: Und das sind irgendwelche... also ein bisschen sprachlos machen Trends, wo eigentlich am... also denke ich auch an der Basis und an den Grundannahmen eigentlich vorbei gehen.

00:15:51: Absolut

00:15:52: ja!

00:15:52: Und eher schädigen als helfen.

00:15:54: Häufig ja, wenn man nämlich mit Menschen die noch überhaupt nicht stabil ist zum Beispiel solche... zum Beispiel Konfrontationstechniken anwendet, dann macht das die Menschen kränker.

00:16:07: Aber ich finde es wirklich zu wenig zur Kenntnis genommen.

00:16:15: Ich kann mir vorstellen sie bilden ja auch, Sie machen Fortbildungen.

00:16:21: ist da das Interesse gestiegen?

00:16:24: in der Vergangenheit oder kann man das gar nicht so sagen, war es schon immer hoch dass das Psychotherapeutin gesagt haben ich muss den Bereich irgendwie mit bedienen und braucht da nochmal eine Fortbildung ne Weiterbildung.

00:16:36: Oder hat es nämlich nicht gern immer Corona für alles her?

00:16:41: aber kann man sagen dass Corona da auch noch mal seine Wirkung hatte und das Ganze viel, viel stärker wahrgenommen.

00:16:48: Erstaunlicherweise

00:16:50: hat Corona nicht diese Wirkung gehabt – also wirklich erstaunlicherweise!

00:16:55: Weil man kann ja wirklich gerade was die Jugendlichen in der Zeit erlebt hatten von einer kumulativen Traumatisierung sprechen.

00:17:04: Also dienen aber eine herre depressive Symptome erzeugen.

00:17:09: Also eben die kumulative Traumomatisierung meint es ist eine Erfahrung dass nicht gespiegelt werden, es keine Kontakte haben.

00:17:18: Und lange Zeit schädigt das nicht.

00:17:23: aber wenn das zu lange andauert und sich nicht ändert dann können solche Erfahrungen wirklich näher in der Traumodynamik überwechseln.

00:17:33: Mobbing ist zum Beispiel so ein Beispiel.

00:17:35: Verwahrlosungsvernachlassigungen sind auch typische Beispiele für kumulative Traumatisierung also wo ganz viele Nadelstiche sind, wo es irgendwann einmal kippt.

00:17:48: Und das finde ich eigentlich schockierend, dass unter dem Stichwort Corona kaum diskutiert wird, obwohl ja eigentlich man kann sagen die ganze Gesellschaft ein Stück weit wirklich kumulativ traumatisiert wurde.

00:18:04: und meiner Meinung nach ist das bis heute eben Ich glaube nicht nur meine Meinung nach, sondern ganz vieles nicht aufgearbeitet.

00:18:23: Das führt ja dann auch dazu, weil sich gerade die Jugendlichen und die Jungen heranwachsenden ansprechen.

00:18:30: bis in die Ernährung, also alles was das mit sich bringt.

00:18:35: Dass sie dann auch nicht mehr rausgehen, dass die nur im Zimmer sitzen und dass die sich von Pizza ernähren.

00:18:42: Und dass das weitere Folgen hat für den Körper, nicht nur für die Seele sondern wirklich auch für den kompletten Körper.

00:18:50: Da sprechen Sie noch ein großes Gebiet an.

00:18:52: Trauma ist natürlich nicht nur psychisch, sondern wir sind ja ... Körper um die Psyche können wir gar nicht trennen.

00:19:00: Und von daher selbstverständlich hat das auch, haben Traumatauswürgen auf den Körper und nicht eben nur... Nur auf die Pysche.

00:19:09: eben wie gesagt man kann es ja wirklich nicht trennenden.

00:19:12: also in dem Sinn ist nicht nur eine Fehlernährung sondern wirklich die Folgen dieser psychischen Deprivationen zeigen sich natürlich auch mit vormfunkörperlichen Symptomen.

00:19:26: Man erfährt so wenig über dieses Trauma und diesen Begriff.

00:19:31: Und was ist Trauma wirklich?

00:19:34: Ruft

00:19:34: man sie auch mal, um Vorträge zu halten und nicht nur... die Therapeuten, sondern vielleicht auch die Menschen da draußen mal zu erklären was ist ein möglicher Trauma.

00:19:49: Da kommen wir nochmal auf Ihre Frage, die es bis unter den Tisch gefallen ist hat das zugenommen und das Interesse zum Thema?

00:19:56: ich denke ja aber unterschiedlich in verschiedenen Berufsgruppen wie wir angefangen hatten eben vor zwanzig Jahren waren kaum ganz am Anfang hatten wir gar keine Schulungen für Pädagogen Und das kam erst so nach vier, fünf, sechs Jahren ungefähr.

00:20:14: Wo wir erste kleine Gruppen hatten, wo auch die speziellen Pädagogen gerichtet sind.

00:20:20: Heute ist es ... Man kann beinahe sagen die größte Gruppe, die bei uns Fortbildungen macht.

00:20:26: Sicher auch mit Corona verknüpft aber ich denke auch breiter weil man gemerkt hat also in der Traumapädagogik, sagt man dazu.

00:20:38: So wurden Konzepte entwickelt mit denen wirklich beide Seiten die Kinder wie auch die Betreuer oder der Lehrer oder Heilpädagogen, Sozialpädagoge

00:20:50: usw.,

00:20:51: dass diese Konzepten beide Seiten helfen wirklich andere Erfahrungen zu machen und positive Resultate zeigen.

00:21:00: Deswegen im Moment denke ich das ist gerade der Bereich der am meisten boomt, kann man beinah sagen.

00:21:08: Berater sicher auch das war früher im Beratungsbereich kaum ein Thema gewesen doch schon natürlich über die Opferberatung stellen da immer schon.

00:21:19: aber ich glaube dass so viele Konzepte entstanden sind und doch wirklich Ich denke wirklich, neue Fortschritte.

00:21:29: Das ist noch nicht so alt.

00:21:32: Bei den Therapeuten war es so in meiner Ausbildung überhaupt kein Thema.

00:21:39: Ich habe in der Ausbildung gar nichts dazu gehört.

00:21:42: Obwohl der Begriff Trauma ja sogar von dem guten Sigmund Freud kreiert worden ist, vor über hundert Jahren.

00:21:49: Aber in einer nötlichen Ausbildung ist das Send-in Hintergrund gerutscht, sondern dann ging es vor allen Dingen um die Fantasien und weniger um die realen Erfahrungen, die Patienten gemacht haben.

00:22:01: Und deswegen ist eigentlich, denke ich, das Thema denn so ein bisschen außen vorgelassen worden Wie man sie da verstanden hat, gepasst.

00:22:13: Das hat sich aber in den letzten Jahren auch etwas verändert.

00:22:16: Aber es verändert sich sehr

00:22:18: langsam.

00:22:21: Und Sie sprachen davon, dass das oftmals ja immer wiederkehrende Dinge sind?

00:22:26: Kann man sagen, dass es Anzeichen gibt ... Dass man an einer Grenze ist ein Trauma zu erleiden,

00:22:32: wie man leeren kann... Oder etwas wiederholt!

00:22:34: Was wiederhult ohne das was merkt.

00:22:36: Genau.

00:22:36: Das

00:22:36: ist die Katastrophe.

00:22:38: Und dass man irgendwie auch lernt Darauf zu achten, um vielleicht einem Trauma so entgehen?

00:22:46: Eben Trauma wäre ja ... Also der Wiederholungsfang ist die Folge einer Traumatisierung.

00:22:52: Holen wir mal ein kleines Mädchen hat schwere Gewalt mit der Mutter zusammen von dem Vater erlebt und hat denn eigentlich dieses Beziehungsmuster, wo es nicht verarbeiten konnte wie innerlich verankert.

00:23:09: Die Gefahr ist natürlich, dass diese Erfahrung weil sie nicht verarbeitet ist.

00:23:15: Wie denn ... Man kann so sagen Kinder spielen ja immer.

00:23:20: Ich bringe jetzt diese Metapher.

00:23:24: Wiederholen etwas wo Sie nicht verarbeiten können oder was zu lernen wollen.

00:23:27: Immer wieder wie im Spiel und das Gleiche macht man auch immer wieder mit den Beziehungen.

00:23:34: Unbewusst sucht man vielleicht Partner, die ebenfalls einen Gewaltpotenzial haben.

00:23:41: Aber mit der Hoffnung... Nein!

00:23:43: Das ist ein guter Mensch.

00:23:44: diesmal kommt es anders raus und wenn man diese ursprüngliche Erfahrung nicht das aktuelle nicht mit den Erfahrungen verknüpfen kann dann wird sich nichts ändern.

00:23:56: Es braucht diese Vergnüpfung des Bewusstwerden damit dass endlich aufhört.

00:24:03: Also das Aufarbeiten des Grundes, warum das Trauma entsteht?

00:24:07: Ja.

00:24:07: Und sonst kommt man nicht aus diesem Wiederholungszang raus.

00:24:11: Da kann man sagen so jetzt vermeiden Sie einfach, meinetwegen in die Straße zu gehen oder wenn Mann jetzt so oder Frau so und so ist dann ... Das funktioniert nicht.

00:24:22: Sondern da muss mal wirklich wieder zu den Wurzeln zurückgehen.

00:24:26: Und das ist schmerzhaft.

00:24:30: macht Angst und verständlich, dass man da sich das sehr gut überlegt.

00:24:39: Das sollte man auch, aber wenn man es spürt ... Und das war ja die Frage.

00:24:43: Da passiert immer wieder das Gleiche.

00:24:47: Würde ich jedem Menschen empfehlen?

00:24:49: Nein, da würde ich mir Hilfe holen.

00:24:53: Das mache ich auch selber, wenn ich merke, irgendwie komme ich nicht raus.

00:25:01: einen Kollegen und versuche zusammen rauszufinden, was ist der Grund?

00:25:08: Was ist das?

00:25:10: Warum kann ich mich dann nicht anders verhalten?

00:25:13: Das hätte ich gefragt.

00:25:15: Das habe ich mir vorweggenommen.

00:25:16: Machen Sie es auch, dass sie sagen... Da komme ich irgendwie nicht weiter.

00:25:20: und das ist was, was mich immer wieder beschäftigt.

00:25:22: Jetzt

00:25:23: gehe

00:25:23: ich mir hin und hole mir Hilfe?

00:25:25: Unbedingt!

00:25:26: Also als Zwischenerlütiger muss man sowieso ja sehr viel Selbsterfahrung machen.

00:25:30: aber ich habe auch später auch immer wieder zum Beispiel von Frauenkollegen Kontakt gesucht weil ich gemerkt hab auch irgendwas läuft da nicht gut und das möchte ich nicht so wiederholen.

00:25:45: also in dem Sinne finde Die Arbeit an sich ist ein lebenslanger Prozess, und das ist man nicht fertig.

00:25:53: Also das wäre ja schön so mit dem Alter oder so in so vielen Jahren.

00:26:00: Jetzt ist mein Leben geborgen.

00:26:04: Wir werden nie fertig.

00:26:06: Und was ist das, was sie so fasziniert?

00:26:11: Dass sie noch mit so einer Leidenschaft auch nach mehr als zwanzig Jahre, weil zwanzich Jahre ist jetzt Ihr Institut.

00:26:17: Aber Sie machen das ja schon auch länger als zwanzig Jahre?

00:26:20: Dass sie noch mit so einer Leidenschaft bei diesem Thema sind...

00:26:24: Ja ich finde es macht wirklich Sinn!

00:26:26: Ich find' ich mach was Sinnvolles und das freut mich sehr.

00:26:31: Ich sehe denn wenn es Menschen nützt oder hilft und es ist... Jetzt kommen wir ein bisschen noch ausbreiten.

00:26:40: Es ist ja nicht nur ein Individus sondern es ist ja Heute mir denn je, also denke ich ein soziales Problem.

00:26:49: Und die Psychotramatologie gibt wirklich Werkzeuge wo man was verstehen und erreichen kann.

00:26:57: das finde ich nach wie vor total spannend.

00:27:09: Wenn man so einen Menschen in seinem Umfeld hat der eben Traumathas oder ja als Folge von irgendwas hat Was raten Sie, wie man damit umgehen kann?

00:27:21: Weil sie sagten es ja.

00:27:22: Es ist sehr schwierig weil dieser Mensch lässt ungern einen Menschen an sich ran.

00:27:27: also gibt's da so ein Werkzeug was sie einem irgendwie mitgeben können?

00:27:32: Die Frage ist natürlich schwierig.

00:27:34: ich glaube vielleicht muss man selber an den Punkt kommen wo man merkt ne jetzt muss ich etwas machen.

00:27:40: Ich glaub nur von außen das haut nicht hin sondern man muss selber die Erfahrung gemacht haben.

00:27:48: Ich komme dann nicht weiter, aber auch einen kleinen Funken Hoffnung, dass man doch etwas machen kann.

00:27:56: Und wenn man, denke ich glaube anderen diesen kleinen Funke Hoffnungen vermitteln kann ist das sehr

00:28:02: viel.

00:28:03: Okay.

00:28:05: Setzt man bei Traumataß auch Pharma ein oder macht man das mehr bei Depressionen?

00:28:12: Oder wie ist

00:28:13: das?

00:28:14: Trauma ist ja die Ursache!

00:28:16: Und wenn jetzt jemand schwerste Depressionen aufgrund von Traumotat, denke ich muss man sich schon überlegen.

00:28:24: Würden da eventuell Psychopharmakraft vielleicht etwas Milderung bringen damit man überhaupt die Sachen aufarbeiten kann?

00:28:33: Aber in der Regel ist es so dass man eben versucht, kann man das mit... Körpertherapie, Gesprächspsychotherapie.

00:28:42: Guckt man da weiter?

00:28:44: Nur wenn die Symptome sehr heftig sind und kaum Arbeit überhaupt möglich machen, muss man sich auch Gedanken machen, ob man da nicht Psychopharmaka einsetzen sollte.

00:29:00: Keine Lösung, keine ursächliche Lösung von dem Problem.

00:29:05: Und das ist mir sehr wichtig.

00:29:06: also mit den Psychopharmaka werden Traumata nicht aufgearbeitet.

00:29:12: Es wird vielleicht kurz mal überdeckt und dann kommt es aber wieder.

00:29:16: Dann kommen die Symptome wieder und vor allen Dingen die krankmachenden Verhaltensweisen.

00:29:24: gibt es, wenn man sich Hilfe suchen möchte und soweit ist das.

00:29:27: man sagt ich brauche Hilfe.

00:29:29: Gibt es Psychotherapeuten?

00:29:33: Psychoanalytiker die wirklich auf

00:29:35: Trauma

00:29:35: spezialisiert sind?

00:29:37: wie findet man da den richtigen oder die Richtige?

00:29:39: Schwierig!

00:29:40: Ist tatsächlich schwierig weil... Vielleicht ein bisschen kritisch gesagt, es gibt auch Therapeuten.

00:29:48: Wir haben zwei Wochen in der Kose gemacht, einfach um die Psychotramatologie.

00:29:53: Das reicht nicht.

00:29:55: Von daher denke ich als Betroffener, soll man wirklich nachfragen, ob de entsprechende Therapeutin was sie gemacht haben und ob Sie da Erfahrung haben?

00:30:10: Weil das wird teilweise eben wirklich ... auch nicht zu transparent nach außen vermittelt.

00:30:19: Und es ist schwierig in dem Bereich, Kolleginnen und Kollegen zu finden sind alle extrem überlaufen.

00:30:28: Zum Beispiel auf unserer Website haben wir eine Therapeutenliste und sonst würde ich wirklich auch vielleicht, wenn man Bekannte hat oder kennt, einen Therapeutin dort nachfragen ob die eine Empfehlung geben können.

00:30:42: Aber wirklich auch als Betroffene, wenn man sich dann meldet, dass vielleicht auch Großschildern sagen, das mir doch darauf angewiesen ist.

00:30:52: Dass es jemand ist, der sich da ein bisschen auskennt, ob das der Fall ist?

00:30:58: Also auch da ruhig offen Transparenz sein und schneller und umso besser wird dein Gehäufen?

00:31:02: Unbedingt!

00:31:03: Oder eben wirklich, also seriöse Therapeuten sagen denn nicht... Das ist gar nicht mein Gebiet, da würde ich Ihnen eher den empfehlen oder die und die empfehle.

00:31:17: Wenn man weiß es geht um Traumata, dann würde ich das speziell abklären.

00:31:22: Hat sich in all den Jahren diese das jetzt machen?

00:31:25: Haben Sie das Gefühl, da hat sich irgendwas grundlegend geändert?

00:31:29: Sei es dass es mehr Aufklärungsbedarf gibt, mehr Therapeuten auf sie zukommen... dass die Welt sich verändert hat und auch das Thema Traumata sich verändert.

00:31:45: Also ich denke sicher, das Thema ist viel populärer geworden – also das auf jeden Fall!

00:31:52: Aber in den letzten Jahren finde ich dieses Thema zwar so populär und bekannter aber die Richtung wie es sich entwickelt hat im Moment keine gute, dass es nämlich von der Beziehungsorientierung weggeht hin zum machbaren.

00:32:09: Dann tun wir jetzt Traumverwalten und diese Entwicklung generell.

00:32:16: die Entwicklung ist ja in der Psychologie oder Psychotherapie der Fall also nicht nur in der Physiotherapeutologie mit der habe ich Mühe.

00:32:27: Nehmen Sie emotional, weil Sie haben ja auch Ihre Praxis noch in Ihrem Institut.

00:32:32: Genau!

00:32:33: Das heißt sie sind ja auch noch nah am Menschen und praktizieren.

00:32:36: nehmen Sie das immer mit nach Hause.

00:32:39: oder wie grenzen Sie sich da so emotional

00:32:41: ein bisschen?

00:32:42: Das ist immer bei einem meiner Lieblingsthemen, Themen nämlich die Gegenübertragung.

00:32:47: Gegenüvertragen ist halt wieder ein Fachbegriff.

00:32:51: Das meint die eigenen Gefühle im Umgang mit Betroffenen Und ich glaube, das ist es allerzentralsten.

00:32:59: Dass man nämlich auf die Eigengefühle sehr achtet und dass sie einem bewusst werden.

00:33:05: Und dass man die benutzt ums Gegenüber besser zu verstehen und auch besser zu verstehen.

00:33:11: wo steckt denn jemand in der Traumverarbeitung?

00:33:15: Was Sie ansprechen sind ja zum Beispiel so ganz unverarbeitete Traumataar.

00:33:21: die lösen bei mir im Kontakt mit diesen Menschen aus, dass ich selber in diese Zustände rein gerate.

00:33:28: Und dann ist es ganz wichtig, dass Ich weiß wie kann ich mich im guten Sinn wieder fangen und distanzieren damit ich überhaupt mein Roller behalten kann?

00:33:38: Also der Umgang mit den Gefühlen, die man gegenüber ihnen auslöst, das ist eigentlich zentrale Und deswegen ist mir das Thema auch so wichtig, eben dass man wirklich mit den eigenen Gefühlen arbeitet und nicht versucht die darf man nicht haben sondern die sehr ernst zu nehmen.

00:33:56: Und zu schauen was heißt das?

00:33:58: Was heißt es jetzt?

00:33:59: Wie weit ist ein Mensch in der Traumverarbeitung?

00:34:01: wenn ich nämlich selber so überflutet werde oder selber Bilder kriege oder Angst bekomme dann weiß ich mein Gegenüber hat dieser Fragen nicht verarbeitet heftige Gefühle komme, dann weiß ich auch das man gegenüber ziemlich sicher auch diese Erfahrung schon weiter verarbeitet hat und dass sich vielleicht jetzt zwischen uns eher ein Beziehungsmuster zeigt wo eigentlich eine Spätfolge von manch wegen sehr erschütterten Erfahrungen ist.

00:34:32: Also dieser Umgang mit den eigenen Gefühlen der ist, ich finde es allerzentralste.

00:34:38: Die Frage ist natürlich dann auch mit Verknüpfen.

00:34:41: Sie sagen ja, wie gehen sie denn nach Hause?

00:34:43: Die Zügehygiene, genau!

00:34:46: Also ich wohne nicht wo meine Praxis ist.

00:34:50: Ich habe gut eine halbe Stunde, vierzehn Minuten Weg und das schätze ich sehr weil jetzt dann gehe ich nach Hause und ich denke schon... ich hab die Dinge nicht vergessen und die berühren mich aber ich kann mich im Ich kann sie ruhen lassen, so in dem Sinne.

00:35:12: Und das tut den Alltag von mir auch noch mitprägen und ich glaube dieses Ruhnlassen ist sicher auch eine Erfahrungssache, vielleicht schon fast vierzig Jahre zwischen Therapeuten aber auch denke ich hat auch mit dem Lebenstil zu tun.

00:35:32: also wirklich ganz bewusst So jetzt gehe ich immer in eine andere Welt und hab nicht meinen Patienten vergessen, aber das ruht bis wir uns wiedersehen.

00:35:48: Und eine hilfende Heilung ist es ... Das ist ja abhängig.

00:35:56: Es ist ja nicht immer gegeben oder es ist gegeben.

00:35:59: Aber der Patient kann komplett geheilt sein von seinem?

00:36:03: Trauma,

00:36:05: ganz klar.

00:36:06: Also das ist auch Sinn und Zweck, warum er gegebenenfalls ihr

00:36:08: lieben kommt.

00:36:10: Und man geht ein gemeinsames Stück Weg.

00:36:15: ja dann trennen sich vielleicht nochmal die Wege.

00:36:20: Ja, es kommt dann... Es ist natürlich ganz fest davon abhängig wie früh in dieser Erfahrung passiert.

00:36:27: Wenn das zum Beispiel mit einem sehr kleinen Kind passiert eben eine traumatische Erfahrungsverkehrsunfall oder Tod der Eltern oder irgendwelche schlimmen Sachen, dann prägt das natürlich die gesamte Entwicklung und dass zu mehr Entwicklung mit geprägt wird, dass so tiefer geht natürlich auch die Beeinträchtigung durch diese Erfahrungen.

00:36:51: Also spätere Traumata, bei den Menschen der nicht große Probleme vorher hatte, die sind in der Regel ... geht das relativ schnell und diesen Menschen verarbeiten das keine großen Folgen?

00:37:12: übrig bleiben.

00:37:14: Man kann Geschichten nicht ausradieren, aber es muss auch nicht weiter im Leben beschäftigen oder irgendwie beeinträchtigen.

00:37:24: Aber das zu früher, diese Erfahrungen, das zu schwieriger sind sie natürlich zu verarbeiten, dass mehr Narben bleiben bei den einzelnen Menschen und das ist natürlich etwas... Da muss man vielleicht lernen mit diesen Narben zu leben.

00:37:40: Oftmals zieht es ja auch Kreise, also betrifft oftmals dann Teile der Familie mit.

00:37:46: Also wenn in einer Familie ein Kind ist was einen Trauma hat, dann beschäftigt das ja auch Den Rest der Familie.

00:37:55: Haben Sie das dann auch, dass da nicht nur das Kind kommt sondern auch die Eltern oder vielleicht die Geschwister?

00:38:01: Zum Beispiel und das wird Thema sekundäre Traumatisierung also das nicht nur den Menschen direkt betroffen ist sondern gerade wenn ein Kind zum Beispiel einen Übergriff erlebt hat oder einen Unfall hatten.

00:38:14: Das sind die Eltern sekundär mittraumatisiert und das zu klein ein Kind, eher muss man mit den Eltern arbeiten weil wenn die Eltern stabil bleiben dann werden sie das Kind auch stabilisieren.

00:38:26: also da brauchst du die Bewältigungsstrategien der Eltern damit das Kind wieder gesund wird.

00:38:33: und das so kleine das ist wichtiger.

00:38:37: Und natürlich haben sie auch recht.

00:38:40: Wenn zum Beispiel ein Geschwister irgendwo eine schwere seelische Krankheit hatte, dann wird auch die Schwester oder der Bruder ... Die haben das ja mitgekriegt und das würde die beeinträchtigen.

00:38:53: Ob es auch sekundär traumatisieren war?

00:38:58: Das muss man denn wie genauer schauen.

00:39:02: Ist auch der Sportbereich etwas wo sie aktiv sind, also wo Sie mit den entsprechenden Menschen arbeiten.

00:39:11: Weil ich stelle mir vor dass es da auch sehr viele Sportler gibt die Traumas entwickeln.

00:39:20: Das kenne ich weniger.

00:39:22: Also der Kurt Moseter, den Sie erwähnt hatten.

00:39:26: Der ist in dem Reich sehr tätig.

00:39:29: Ich kenne es eher das Menschen die Traumata erlebt haben zum Beispiel Exzessivsportreiben um dann eben ihre Gefühle fernzuhalten und damit ja nichts hochkommt wird extrem Sport getrieben der aber dann langfristig auch wieder schädigend wirkt und in dem Sinne kontraproduktiv ist, also nicht eine Heilung sondern eine Illusion von Heilung gibt um vielleicht Gefühle abzuspalten.

00:39:58: Also so kenne ich es eher.

00:40:00: Aber generell ist natürlich, da sind wir wieder bei dieser Sache, Seele und Körperbewegung.

00:40:09: Ein gutes Körpergefühl ist für die Heilung von schlimmen Erfahrungen so zentral.

00:40:17: Ich arbeite sehr gerne auch – das kommt darauf an wie in Menschen irgendwo Schwerpunkte setzt oder wie er betroffen ist.

00:40:27: Ich arbeite sehr gerne mit Körpertherapeutinnen auch zusammen, oder auch mit Kunsttherapeuten weil über den Körper häufig bestimmte Formen der Dramatisierung überhaupt es fassbar werden.

00:40:39: also manchmal ist es so dass mit dem Gespräch bestimmte Ebenen gar nicht erreicht werden und dann braucht es auch zusätzlich andere formende Therapie um überhaupt an diese Erfahrungen heranzukommen, die so im Körper stecken.

00:40:56: Und da haben Sie nach all den Jahren sicher auch ein Netzwerk, wo Sie dann auch sagen, da hätte ich jemand.

00:41:02: Genau.

00:41:02: Wir gehen jetzt diesen Weg und ich empfehle die und die Personen.

00:41:06: Und das ist ganz wichtig, dass auch die wirklich diese Traumodynamiken kennen.

00:41:12: Und gerade auf der Körperebene weil es geht ja so tief gerade.

00:41:16: Das ist auch eine Vorsicht da ist und einen Wissen um diese Prozesse.

00:41:21: Deswegen ist auch da sehr wichtig ... Nachfrägt ist das wirklich eine Person, die sich da wissen auskennt.

00:41:30: Spannend?

00:41:30: Ist es auch sehr... Traumabearbeitung und Therapie sind interdisziplinär.

00:41:40: Der braucht einen körpertherapeutischen Ansatz.

00:41:44: Vielleicht ist es Musik oder Kunst.

00:41:47: Das ist sehr unterschiedlich.

00:41:49: aber ich denke dann muss man offen bleiben.

00:42:02: Und vielleicht in ihrem Institut, dass sie Bereiche in der Fortbildung abdecken, die heute ganz anders sind wie vielleicht noch zu ihren Anfängen?

00:42:10: Eindeutig.

00:42:11: Also das ist sicher viel breiter geworden.

00:42:13: Das sparen nicht die Frage.

00:42:15: Wir haben sicher mehr auch körpertherapeutische Ansätze.

00:42:20: Ganz am Anfang war das kaum der Fall gewesen.

00:42:23: mit den kunstherapeutischen Ansätzen ist bei uns ein bisschen schwierig.

00:42:27: Ich habe es mir mal versucht Aber ich glaube, unser Klientel ist doch eher auf Sprache konzentriert und nutzt das weniger.

00:42:37: Was eigentlich sehr schade war.

00:42:40: Weil es so eine Bereiche hat.

00:42:43: Und da kenne ich zum Beispiel jetzt eine Kollegin, die hat ein Kurs angeboten gehabt.

00:42:48: Die hat gesagt, sie ist Argotherapeutin.

00:42:51: Bei den Ergotherapeuten sind ihre Kurse gerade ausgebucht und bei uns waren ... haben wir zu wenig Leute gefunden, weil es vielleicht denn doch für jemand der primär mit dem Gespräch arbeitet ein bisschen zu weit weg ist und dann vielleicht eher die Tendenz ist, da holen wir jemand dazu, der das wirklich kann.

00:43:11: Und das macht ja auch

00:43:12: Sinn.

00:43:14: Aber das meinte ich auch dass man da glaube ich noch ein ganz breites Feld hat um Aufklärungsarbeit zu leisten.

00:43:21: Was hilft denn?

00:43:22: Also natürlich das Gespräch, natürlich.

00:43:25: Aber es gibt auch noch so viele weitere Formen die dann auch helfen können und das finde ich halt auch wichtig dass man da auch ein bisschen Aufklärungsarbeit leistet

00:43:36: Und das ist eine ganz wichtige Frage.

00:43:39: mir fällt natürlich jetzt gerade die Juristen Weil.

00:43:44: das ist wirklich, ich denke nach wie vor ein dunkles Kapitel wenn eine Frau zum Beispiel massiven sexuellen übergriffrössliche Gewalt oder sonst was erlebt hat.

00:43:54: Das ist so eine Belastung, wenn die den versuchten Anzeige zu machen wie sie befragt würden.

00:44:02: Und die meisten Betroffenen machen gar keine Anzeigen weil Sie vor diesem Prozedere berechtigt Respekt haben.

00:44:11: Da fehlt wirklich so viel Know-how.

00:44:14: für mich unverständlich warum das nach wie vor so wenig Einzug gehalten hat.

00:44:21: auch Glaubwürdigkeitskriterien passen nicht zu Traumabetroffenen.

00:44:26: Also da gehen psychologische, aushangtsychologische Kriterien für Traumabetroffene die ein ganz anders.

00:44:35: Das ist alles bekannt aber es wird in der Praxis ich denke nach wie vor kaum berücksichtigt.

00:44:42: Ist das dann auch ein politisches Thema?

00:44:44: Es

00:44:44: sollte eigentlich ein Thema sein für mich teilweise wirklich unverständlich, wieso das so langsam geht des da Veränderungsprozesses im Land kommen.

00:44:57: Also in dem Sinn ist es wirklich ein Thema wo sehr viele Bereiche betrifft also eben auch Juristen ganze Körpertherapie, Bereich und so weiter.

00:45:11: Aber eben Beratungsstellen aber auch vor allen Dingen in den Schulen, Pädagogen.

00:45:16: also es ist sehr präsent.

00:45:19: entsprechend welchen Berufs meint man das?

00:45:22: Und ich denke auch durch Krieg der ja sehr nah gekommen ist und nicht mehr dieses dieses alles weit weg sondern die sind ja gegebenenfalls Nachbarn Freunde die betroffen sind auch da ist ja unter Umständen eine Bewältigung des Traumaßens, ein absolutes Thema.

00:45:40: Ja

00:45:41: sehr und da sind wir bei dem Thema eben machen gerne Tage zum Thema soziale Traumata in deren Folgen der Praxis.

00:45:48: Da geht es genau um diese Themen wirklich was der Krieg dieser Menschen zu uns bringt aber der uns ja natürlich auch beeinflusst indem wir sehen was da passiert oder also hier diese Entwicklungen eigenen Land, denke ich auch mit Kindern und Jugendlichen die jetzt über Jahre hinweg nicht ausreichend versorgt werden.

00:46:14: Und finde ich mit ihren Sorgen massiv im Stich gelassen werden oder soziale Spannungen in dem Sinn Klimawandel das sind alles potenziell Traumatisierende Erfahrungen, die selbstverständlich in uns allen ihre Folgen hinterlassen.

00:46:38: Also das Thema Trauma ist jetzt nicht so ... Ich gehe nicht nachts und zwölf auf die Straße deswegen werde ich nicht vergewaltigt, ich bin ein bisschen polemisch.

00:46:48: Das sind nur diejenigen, die so gefährliche Sachen machen.

00:46:52: Nein wir sind ja längst alle betroffen.

00:46:55: Und das macht natürlich was mit uns ab.

00:47:00: Mit unserem Sicherheitsgefühl, mit unserem Wertesystem.

00:47:04: Natürlich betrifft das uns alle.

00:47:07: Und deswegen fand ich eben das Thema jetzt wirklich auch wichtiger als denn je weil ich denke gerade durch das aktuelle Zeitgeschehen wirklich diese Traumata viel mehr und bei uns

00:47:20: ankommen.

00:47:21: Man kriegt ja viel mehr mit durch Social Media

00:47:23: etc.,

00:47:23: also die Welt ist in einer ganz andere, viel näher, viel enger geworden.

00:47:27: Insofern glaube ich auch dieses Thema viel allumfassender und einfach da!

00:47:32: Also es ist nicht mehr dieses... Ich bewege mich nachts nicht raus deswegen....

00:47:37: Passiert mir nichts.

00:47:38: Genau, bin

00:47:39: ich trauma-beschützt?

00:47:41: Darum geht es

00:47:41: gar nicht.

00:47:42: Ganz genau und das natürlich mit den Flüchtlingen selbstverständlich.

00:47:46: Aber ich glaube nicht nur dass sondern nur schon einiges sagen die solche Medien Nachrichten.

00:47:53: Ich kenne viele Bekannte die sagen ich gucke man keine Nachrichten mehr an.

00:47:56: Das ist keine gute Lösung aber ich kann's nachvollziehen.

00:48:02: Ich verkraft das einfach nicht mehr.

00:48:05: Ignoranz ist natürlich keine Lösung.

00:48:07: Absolut,

00:48:07: ja.

00:48:09: Unabhängig von Ihrem zwanzigjährigen Bestehen machen Sie immer wieder solche Tagungen wo Sie sagen wir haben einen Schwerpunkt den wir da aufzeigen und einladen?

00:48:20: Die letzte Tange haben wir vor fünf Jahren gemacht also zum fünftzehnjährigen bestehen.

00:48:24: also dort in sehr großen Abständen und da hatten wir damals das Thema Beziehung weil da war hat sich diese Entwicklung schon abgezeichnet dass das Subjekt in der Psychotherapie, der Mensch.

00:48:37: In der Therapie und der Psychologie, wenn die immer mehr abgeschafft werden.

00:48:41: Und da war diese Tragen wirklich um die mit dem Ging zu steuern.

00:48:47: Jetzt mit den zwanzig Jahren sowieso natürlich ein Grund zu feiern finde ich aber aktuell dieses Thema soziale Traumata.

00:48:55: Also alle meine Patienten ... Natürlich auch, man kann sich nicht mehr davon abgrenzen und es kommt in die Praxis rein.

00:49:05: Und das verunsichert die Menschen und es untergräbt werden was ich hin.

00:49:10: Schrecklich finde ich gerade nicht nur für Kinder und Jugendliche.

00:49:14: Also in dem Sinn prägt es wirklich unser Leben, ich glaube stärker als je zuvor.

00:49:20: Das war auch

00:49:21: die Frage

00:49:22: ist es mehr denn vor der Kundgaten?

00:49:24: Ich denke man nennt das vielleicht denn nicht wie so gesagt haben Trauma.

00:49:30: aber es geht um Trauma dann.

00:49:33: Halten Sie auch Vorträge zu solchen Themen?

00:49:35: Man müsste sie einladen, damit man da drüber spricht.

00:49:40: Einfach mal zu hören was es bedeutet und wie's entsteht und was Ursachen sind und wie man damit umgehen kann.

00:49:47: Aber sie haben richtig ... wird sehr viel eingeladen für Vorträgerne.

00:49:53: Weil eben das Thema schon präsenter geworden ist.

00:50:00: Ich hab sehr viele, sehr gute Kolleginnen und Kollegen, die ich eben auch sehr empfehle.

00:50:05: Also so wichtig empfinde ich mich dann immer.

00:50:09: Wer dann auch immer?

00:50:10: aber damit will ich sagen, dass es einfach ein sehr zeitgemäßes und akutes Thema ist.

00:50:16: Wenn man da ein bisschen mehr erfahren darf, hilft das den Menschen?

00:50:22: Und ich glaub wirklich auch, dass wir jetzt doch wieder beim Thema soziale Traumatal ... Corona, also ich möchte nicht das ganz wieder aufrollen.

00:50:32: Aber da gab es ja entweder ist man Panik oder in der absoluten Verleugnung und Traumatak kann man sehen wie die verändern sich in der Verarbeitung im zeitlichen Verlauf.

00:50:45: Und typisch ist am Anfang der Traumeverarbeitung immer diese Polarisierung panikt viel zuviel oder denn die absolute Verleuchnung Denn mit der Zeit sollten sich die zwei Flügel dann verknüpfend, und es sollte denn eigentlich zu einer Erholung kommen.

00:51:05: Und dass auch Betroffene denn gesund werden und das als Geschichte zurücklassen können.

00:51:10: Aber diese Mechanismen sehen wir wirklich auch in unserer Bevölkerung.

00:51:14: also... Das ist nicht nur individuell sondern jetzt Beispiel Corona, ich glaube nicht nur Corona da ein Teil absolute Panik und andere die absolute Ignoranz.

00:51:26: Also diese Mechanismen, die zeigt auch die Gesellschaft oder in Deutschland sowieso nachkriegt wie das verarbeitet worden ist.

00:51:37: also diese Modelle kann man sehr wohl auf gesellschaftliche Prozesse übertragen.

00:51:43: da finde ich tatsächlich dass es zu wenig gemacht wird.

00:51:49: und wenn man eher sehr schnell so praktischen Lösungen geht, ohne zuerst mal zu fragen ja aber Momentmal was löst das da emotional aus und wie können wir die Menschen in eine emotionale Verfassung bringen damit sie überhaupt wieder denken können.

00:52:06: Also der Denken meine ich eben nicht im Panik oder Verleugne sondern dass man wirklich nach konstruktiven Lösungen sucht.

00:52:15: wenn man in Panik ist wird man keine Lösung finden.

00:52:19: absolut und da finde Da können Konzepte der Psychokramatologie könnte auf gesellschaftlicher Ebene wirklich Sinn geben.

00:52:29: Und da finde ich tatsächlich zu wenig Berücksichtigung.

00:52:34: Sie publizieren ja auch Bücher?

00:52:36: Das ist eigentlich meine größere Sorge, um gesund zu bleiben.

00:52:42: Was hat ja vorhin gefragt im Psychogenen ... Für mich ist Sachen verstehen hilft mir extrem, um mit Gefühlen zurechtzukommen.

00:52:52: Wenn ich das Gefühl habe ... Aha!

00:52:53: Jetzt hab ich's verstanden.

00:52:55: Da geht es mehr besser.

00:52:57: Also dann hab' ich wie bisschen mehr Distanz und da war auch das Gefühl.

00:53:02: doch jetzt kann ich irgendwie wieder entscheiden oder kann damit umgehen?

00:53:07: Also für mich war ... Das Schreiben war eigentlich immer psychisch gehen.

00:53:11: Okay.

00:53:22: Wenn man bei Ihnen war oder bei Kolleginnen und Kollegen.

00:53:27: Und einem wurde geholfen, man hat das Trauma verarbeitet und aufgearbeitet.

00:53:32: Gibt es so Trigger die man beachten sollte dass es nicht nochmal kommt?

00:53:40: Weil man ist ja nicht davor gefeit nehme ich jetzt mal an.

00:53:43: Das ist eine ganz sichende Sache mit den Triggern.

00:53:46: der Begriff Triggern im ganz engen Sinne meint eigentlich irgendeine Parallele zur traumatischen Situation.

00:53:55: Holen wir einen Gewaltdelikt, jemand bewegt sich wie der Täter oder hat ein Pulli an wie der Täter oder riecht so Wenn die Traumotanten nicht verarbeitet sind dann können Trigger die alten Gefühle wieder in die Gegenwart holen und die Betroffenen fühlen sie sich Fühlen Sie es so, als wären sie wieder in der traumatischen Situation.

00:54:18: Wenn die Traumata etwas mehr verarbeitet sind, haben Triggern immer diese Wirkung.

00:54:23: Vielleicht ganz kurz im Gedächtnispsychologie?

00:54:27: Man kann sehr grob vereinfachtend unterscheiden zwischen dem sogenannten impliziten oder expliziten Gedächten.

00:54:36: Impliziert ist unser frühes Gedächtnis.

00:54:38: Alles Präverbale, alles was wir tun sind in diesem frühen Gedächenes gespeichert.

00:54:45: Das spätere Gedächnis ist das sogenannte explizit oder episodische Gedächnis und oder semanntische Gedächnissen.

00:54:53: In diesem Gedächanen kann man Erfahrungen zeitlich einordnen und kann ihnen Worte geben.

00:54:59: Traumatische Erfahrungen die nicht verarbeitet sind sind im früheren Gedächten.

00:55:04: Das heißt, wenn Träger wirksam sind, sind die Menschen wieder in ihrem Leben in der traumatischen Situation und können vielleicht gar nicht drüber sprechen.

00:55:14: Deswegen ist in der Traumverarbeitung so wichtig.

00:55:17: Wer kommt diese Sachen in das sogenannte explizite Gedächtnis?

00:55:21: Weil dann haben Trägers immer dieser Wirkung.

00:55:24: Und das ist eigentlich immer ein großes Erstesziel an der Traumeverarbeitungen.

00:55:29: Wie können man die so bewusst machen ... dass die Menschen, die zeitlich einordnen können und auch darüber sprechen.

00:55:37: Deswegen ist es wichtig, dass man drüber spricht.

00:55:40: Sonst wird das ja ... Warum muss man drübersprechen?

00:55:44: Es geht eigentlich damit nicht immer wieder in diese Zustände reinrutschen.

00:55:49: Das ist der erste große Schritt in der Traumverarbeitung.

00:55:53: Und dann haben auch Trigger eben wie gesagt nicht mehr diese Wirkung.

00:55:59: Okay.

00:56:00: Das erste große Ziel, damit ist noch nicht alles verarbeitet.

00:56:03: Der Wiederholungszwang ist damit nicht aufgelöst.

00:56:06: aber diese Triggerbarkeit die hört

00:56:09: dann auf.

00:56:10: Und was ist der nächste Schritt?

00:56:11: Weil sie das erste große Ziel

00:56:12: ansprechen?

00:56:13: Weil häufig bei den Traumokonfrontationstestigen hört man da auf und sagt mir ja super!

00:56:19: Träger haben ihre Wirkung, die Leute kommen in diese Zustände rein.

00:56:24: Wiederholungsfragen heißt aber auf der Beziehungsebene sind die Erfahrungen nicht aufgearbeitet sondern man wiederholt sich ständig um sie eben zum guten Ende zu bringen.

00:56:37: und das muss man bewusst machen Das wird häufig vernachlässigt, dass man eben auf der Beziehungsebene auch schaut.

00:56:45: Wiederholen sich dort die Erfahrungen oder hat das auch aufgehört?

00:56:50: Und das gehört unbedingt auch meiner Meinung nach zur Traumverarbeitung.

00:56:55: Also ich wollte gerade sagen, nach dem ersten Schritt aufzuhören

00:56:58: ist es kein

00:56:59: Schwierigsein, würde ich auch

00:57:01: sagen.

00:57:02: Ja ganz genau und dann machen die Menschen ja doch wieder schlecht.

00:57:06: Wir sind nur die Hälfte dessen

00:57:07: Was man

00:57:08: durchlaufen sollte.

00:57:09: Aber eben, es ist ein Thema von wegen der Schwere angesprochen Es gibt extrem viel Hoffnung Man kann doch sehr viel machen.

00:57:19: Deswegen finde ich das Thema auch spannend Weil wenn es nicht zu weit in die Kindheit zurück in relativ kurzer Zeit doch sehr viele erreichen.

00:57:31: Ich stelle mir dann so vor, dass wenn ein Klient oder ein Patient kommt, ist ihr Ziel ganz klar zu helfen.

00:57:39: Das versuchen wir gemeinsam, dass sie es schaffen und das Trauma lösen und auch gut durch ihr weiteres Leben kommen.

00:57:48: Das ist sehr positiv und bereichern.

00:57:50: Man sieht als Laie nur das Schwere!

00:57:53: Trauma, oh je, jeden Tag.

00:57:55: Okay ... Nee, das ist ja das Schöne!

00:57:58: Und was ganz Diches, wo Sie jetzt auch gerade gesagt haben, wir können nur zusammen etwas machen?

00:58:03: Also ich kann keinen Therapiemacht der Patienten, die Patientin, die Klientin ... Ich kann dabei sein und begleiten, aber die einzelnen Veränderungsschritte können ja nur Betroffene selber machen.

00:58:19: Mit Ihrer Hilfe?

00:58:21: Genau, mit der Bekleidung.

00:58:23: Aber die Schritte müssen wir doch schon selber machen, aber eben nicht

00:58:29: alleine.

00:58:31: Frau Prof.

00:58:32: Dr.

00:58:32: Pawinski, am Ende einer jeden Folge beginne ich einen Satz und würde Sie bitten den Satz spontan zu beenden?

00:58:42: Wollen wir das mal machen?

00:58:43: Okay, versuche ich's

00:58:44: mal!

00:58:47: Was ich durch meine Arbeit über das Menschsein gelernt habe ist

00:58:53: Bescheidenheit.

00:59:02: Ganz herzlichen Dank für dieses sehr interessante Gespräch und die spannenden Einblicke in Ihre Arbeit!

00:59:09: Ich wünsche Ihnen und Ihrem Institut auch weiterhin ganz viel Erfolg, und damit verbunden professionelle Hilfe für Menschen, die an Traumata leiden.

00:59:19: Sehr, sehr gerne!

00:59:20: Danke schön!

00:59:21: Einen Dank auch an alle, die meinen Podcast Wachs- und Gäste hören, weiter empfehlen und teilen.

00:59:29: Bis zum nächsten Mal und schön, dass ihr dabei wart.

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