Annemarie Bosshard - älteste Einwohnerin Gottliebens

Shownotes

Als älteste Einwohnerin Gottliebens, eine der drei kleinsten Gemeinden der Schweiz, spricht Annemarie Bosshard über das Leben, die Zeit, das Alter und warum es für sie so wunderbar ist, in einem so kleinen Dorf zu leben.

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00:00:17: So und herzlich willkommen zu Wachs & Gäste.

00:00:20: In meinem Podcast ist es mir wichtig, sehr unterschiedliche Menschen mit ganz verschiedenen Blickwinkeln vorzustellen – und ich freue mich ganz besonders auf das heutige Gespräch!

00:00:32: Mein Gast ist die älteste Einwohnerin einer der drei kleinsten Gemeinden der Schweiz, Anne-Marie Bossard aus Gottlieben.

00:00:41: Liebe Anne Marie, herzlich Willkommen Dass du dich bereit erklärt hast, heute mit mir ein bisschen über das Leben.

00:00:52: Das Alter und die Zeit im Allgemeinen zu sprechen.

00:00:56: Schön dass du da bist.

00:00:58: Danke vielmals für diese Einladung!

00:01:02: Ich bin selber sehr gespannt wie das rauskommt... ...und soll ich Schweizerdeutsch reden?

00:01:11: Sehr gerne.

00:01:14: Anne-Marie so zum Beginn würde ich gern ein bisschen Ungewöhnlich beginnen und zwar mit ein paar Lebensweisheiten.

00:01:25: Und ich bin ganz gespannt, was du spontan davon hältst.

00:01:32: Ich starte mal mit der ersten Lebensweisheit.

00:01:35: Das Leben ist zu kurz

00:01:37: für ... Ja, ich glaube es ist für vieles zu kurz.

00:01:43: Für unnötige Sagen zum Beispiel.

00:01:48: Und

00:01:49: wenn's heißt... Man kann es nicht allen Recht machen.

00:01:55: Ist das auch so eine Lebensweisheit, die für dich gilt?

00:01:58: Ich bin froh, wenn ich's nicht allen recht

00:02:01: mache.

00:02:02: Weil das für dich dann was bedeutet?

00:02:06: Ja, dass ich der Person bin, wo ich bin und mich nicht abbass in unnötige Sachen.

00:02:19: Und ich mach mal noch ne letzte ... Neugier kennt kein Alter.

00:02:25: Zum Glück!

00:02:27: Wenn wir über deinen Alltag sprechen, das würde mich mal so interessieren... Du bist ja sehr umtriebig?

00:02:33: Du hast ja immer noch einen Garten den du machst, wie zwei neunzig Jahre alt, was glaube ich keiner dir abnimmt.

00:02:39: und wie sieht denn dein Alltag heute aus?

00:02:42: Hast du Rituale?

00:02:46: Nein nicht wirklich aber für den Garten bin ich sehr, sehr froh.

00:02:51: Also hätte ich diesen Garten nicht.

00:02:54: Jetzt kommt der Winter.

00:02:58: Ich sehe ja nicht mehr gut.

00:03:01: Und ... Also, ich habe eigentlich den Bammel vor dem Winter, woher komme

00:03:09: ich.

00:03:10: Okay?

00:03:11: Wo ich so viel nicht mehr machen kann und umsitze.

00:03:18: Nicht zu lesen oder zu schreiben.

00:03:22: Weil die Bücher auch schauen.

00:03:25: Ja, das ist etwas sehr Gutes finde ich.

00:03:28: Ich habe sehr viele Kunstbände und so und schaue mir die durch.

00:03:35: Aber ja, es ist auch nicht ein Tagesbeschäftigung.

00:03:41: Und sonst natürlich einfach den Haushalt machen und Arne machen und suchen, suchen, suchen Züge, die ich nicht mehr weiss was ist.

00:03:53: Aber du kochst sie ja jeden Tag?

00:03:56: Ja,

00:03:56: ich koche schon ein

00:03:57: Jahr.

00:03:58: Strenkt dich das an oder macht dir das Freude?

00:04:02: Teiles nicht immer, wirklich nicht immer.

00:04:07: Aber es gehört einfach dazu, weil auswärts essen ist auch schwierig.

00:04:19: Und du gehst ja auch einkaufen?

00:04:20: Ich glaube, das machst du schon noch mit jemandem.

00:04:23: Aber du gehest auch noch einkauen?

00:04:25: Nein, lieber allein.

00:04:27: Oder gut, es bringt dich jemanden so meint ich gerne aus.

00:04:29: Genau,

00:04:29: ja, ja.

00:04:29: Okay

00:04:32: und dann ist es so dass du wenn du einkaufend gehst sagst du dann auch das und das habe ich schon lange nicht mehr eingekauft, schon lang nicht mehr gegessen da hätte ich jetzt mal Lust

00:04:40: drauf.

00:04:42: Ja natürlich also ist auch inspirierend zum im Laden rumlaufen was Was wird anbieten?

00:04:51: Und sonst kannst du ja gleich ins Haus liefern, aber das finde ich auch nicht.

00:04:58: Dann sieht man es nicht.

00:05:01: und nein, das ist schon gut.

00:05:04: Du hast gesagt, Rituale

00:05:07: hast du keine.

00:05:09: Also damit meine ich ... Wenn du morgens aufstehst, hast du dann so ein ... Dann machst du als Erstes das.

00:05:15: Dann machst Du dir einen Tee oder einen Kaffee?

00:05:18: Ja schon!

00:05:19: Aber nicht zu streng.

00:05:25: Ich blämpere so in den Alltag hin.

00:05:29: Und du vermietest ja immer noch die Zimmer?

00:05:33: Nein, nicht wirklich.

00:05:34: Nicht wirklich einfach wenn es sich ergibt.

00:05:39: dass jemand sehr froh ist.

00:05:41: Oder ich kenne die Leute schon, aber da bin ich sehr zurückgeheizt und ...

00:05:50: Die kommen dann, wenn auf dich zu und fragen ob sie kommen können?

00:05:53: Genau!

00:05:53: Also nicht durch.

00:05:54: die Organisationen

00:05:55: machen das gar nicht.

00:05:57: Gut, aber das meine ich, das machst du ja immer noch.

00:05:58: Das heißt, du hast immer noch von Zeit zu Zeit Menschen bei dir.

00:06:03: Ja genau.

00:06:04: Und das ist auch so was wo du sagst, das macht dir noch Freude weil du umdreht bist oder...

00:06:10: Ja, ich finde es interessant.

00:06:15: Es sind ja oft Leute, die ich schon kenne oder wenn sie neu sind ... Ja!

00:06:23: Es ist spannend.

00:06:26: Wie sieht der Alltag dieser Menschen aus?

00:06:32: Ich kann es auch gerne mitnehmen, wenn ich in das Gespräch komme.

00:06:36: Wenn nicht immer ist.

00:06:38: Oft sind diese Leute ... mit Rechtsluck haltend.

00:06:43: Aber das sind dann die, wo ich ... Ja!

00:06:48: Das macht eigentlich nicht so Spaß.

00:06:51: Und du bist ja ein sehr wacher Geist.

00:06:55: Also, das kannst du nicht verneinen, eine Marie, das ist so.

00:06:58: und ein sehr neugieriger Geist immer noch.

00:07:02: Wie du sagst, du bist auch neugirig auf den Menschen im Grunde genommen das Gleiche was ich hier mache.

00:07:06: Ich bin immer neugiriere auf den menschen und würde gern mehr erfahren.

00:07:11: Was sind noch Dinge heute so, die dich wirklich neugierig machen?

00:07:17: Ich habe schon den bekannten Kreis.

00:07:21: Die sind ja auch sehr viele in meinem Alter.

00:07:26: Wie es ihnen geht und wie sie meistert, was diese für Schwierigkeiten haben, die ich zum grossen Teil noch nicht habe ... Aber wer umgönnt damit und das handelt... und sonst ja ... also Politik interessiert mich sehr.

00:07:47: Und

00:07:47: hörst du dann viel Radio, weil du sagst, lesen ist schwierig?

00:07:51: Weil du nicht mehr so gut siehst?

00:07:52: oder wie informierst du dich da drüber?

00:07:54: Ja, ja ... schon Radio.

00:07:58: Radio am Fernsehen, ja.

00:08:01: Weil Zeit gelesen kann ich auch nicht

00:08:02: mehr.

00:08:04: Wenn dich jemand auf dein Alter anspricht das passiert ja vor allem wenn man so ein stolzes Alter hat wie du.

00:08:11: Keiner glaubt, dass das so ist.

00:08:14: Nervt dich das?

00:08:16: Stört dich das oder ist es dir egal?

00:08:19: Ja, es ist mir ... Es ist mir glaube egal.

00:08:24: Also stören tut's mich auf keinen Fall.

00:08:30: Es wundert mich eher, dass die Leute so fragen.

00:08:37: Weil es für dich normal ist, oder?

00:08:41: Ich weiss nicht, ob es für mich normal ist.

00:08:44: Ich lebe ja ... ich lebe auch nicht jeden Tag, dass ich jetzt neunundzeig bin.

00:08:50: Ich leb einfach und das Leben ist zum Teil ja nicht so anders wie vor zehn Jahren.

00:08:58: Und ... äh ... Ja?

00:09:03: Also ich fühle mir jetzt nicht ... ich laufe nicht um und finde jetzt bin ich zweiundundzig.

00:09:09: Ich glaube aber, das ist ein Rezept!

00:09:11: Das genau das, weil du das so machst.

00:09:14: Dass du nicht jeden Tag denkst, jetzt bin ich schon in zwei und neunzig oder oh je ... dass dich so jung hält?

00:09:20: Ich glaube, das ist genau das Rezept!

00:09:22: Und die Kunst für dich mag es selbstverständlich sein, aber ich glaube, es ist eine Kunst.

00:09:28: Also Kunst würde ich jetzt nicht gerade sagen.

00:09:30: Aber vielleicht ein Begabekirch eher.

00:09:33: Ja, ja.

00:09:35: Ja also, ich denke halt, man kann gar nicht so viel... Man ist einfach irgendwer, der Mensch.

00:09:44: Und da war man immer und uns geht so weiter.

00:09:48: Ich glaube wir verändern sich nicht wahnsinnig.

00:09:53: Die Frage weil du eben gesagt hast ich bin so man verändert sich nicht ob.

00:09:57: ich spüre jetzt nicht diese Zahl und vor zehn Jahren habe ich ähnlich gefühlt oder gespürt also gab es nicht so einen Moment vor ich weiß nicht zehn zwanzig fünf Wie viel Jahr noch immer, wo du gedacht hast?

00:10:13: Jetzt spüre ich es erst mal so ein bisschen, dass ich älter werde.

00:10:17: Gibt's oder gabst du das?

00:10:18: Ja, das

00:10:19: gibt es natürlich immer wieder.

00:10:25: Das ändert auch mit den Begebenheiten, die sind.

00:10:30: Ich habe so gefunden, mit den Achtzten ist er wie einen allgemeinen kleineren Abbau da.

00:10:41: Und jetzt ist es so, dass ich oft müde bin.

00:10:46: Ich war eigentlich in meinem Leben gar nie müde gewesen.

00:10:55: Ich habe es ja auch zum Teil streng gehabt, aber für mich war das nie Müde.

00:11:02: Wenn ich einen Abend gemacht habe und dann habe ich einfach den Abend gewechselt ... Und habe etwas anderes gemacht.

00:11:10: Dann war es wieder neu und hat etwas erledigt, aber das ist jetzt nicht mehr ... Jetzt bin ich einfach müde.

00:11:24: Das ist ein Unterschied.

00:11:25: Aber das ist eher schon seit einem Jahr oder so.

00:11:31: Empfindest du Alte an und für sich?

00:11:35: Das kann man definieren wie man will auch als etwas Positives oder eher negativ?

00:11:44: Sowohl als auch.

00:11:46: Ja, sowohl als.

00:11:47: es gibt natürlich ganz tolle Sachen, die man noch erleben kann.

00:11:53: Aber es wird einem einfach bewusst, was man alles nicht mehr kann und das ist zum Teil schon deprimierend.

00:12:07: Und dann denkst du ja, jetzt bist du halt alt.

00:12:10: Okay!

00:12:12: Und trotzdem machst du noch viele Dinge?

00:12:14: Ich weiß nicht wie ihr heißt, hilft mir auf die Schritte.

00:12:18: Genau im Talent bist du aktiv

00:12:21: und... Ja aber das sind auch Arbeiten wo ... die so einfach sind, dass sie hier sitzen und etwas machen.

00:12:31: Nach einem Musiklosen dazu, Gemüserüsten für den Christian.

00:12:37: Das ist eine tolle Sache für mich.

00:12:41: Es geht zum Beispiel um Lismen als Ersatz zu Lismen.

00:12:46: Beim Lismen mache ich Fehler beim ... Ich bin bohn, fettle mache, greife heiss auch.

00:12:54: Schau du sagst das ist ja ... ich kann nur die einfachen Dinge machen.

00:12:58: aber ich mein also es gibt ja Menschen Die sind viel jünger und machen sowas nicht ob einfach oder nicht.

00:13:05: Also das ist eine Ansichtssache Das ist ja toll.

00:13:08: Und da kommt man ja oft nicht zu und sagt dann stell dir die Sachen hin und ist Gott froh dass du das machst und freut dran hast.

00:13:14: und das ist was Tolles.

00:13:16: Ja, ich finde es ist super.

00:13:19: Und der Christian schaut mir wirklich gut.

00:13:23: Ich bin sicher, er hat jetzt auch ein paar Dinge über den Winter.

00:13:26: Da macht er ja auch Sachen oder?

00:13:28: Ich

00:13:28: leise nicht aus wie ich denke, das ist dann jemand fertig.

00:13:31: Okay...

00:13:33: Ich bin der Meinung junge Menschen die junge Generation kann ja auch sehr viel von älteren Menschen lernen allein schon von den Erzählungen.

00:13:43: was?

00:13:45: Wie siehst du das?

00:13:47: Du hast ja auch Enkel, die dich regelmäßig besuchen mit denen du dich austausst.

00:13:53: Auch über WhatsApp

00:13:54: etc.,

00:13:54: also die einschlägigen Kommunikationskanäle.

00:13:59: Die nutzt du ja auch!

00:14:00: Wie ist es mit der jungen Generation?

00:14:03: Als Grossmutter ist es natürlich schön wenn man Enkel hat aber ein Leben Von mir aus sieht es so ein anderes Leben, das sie in diesem Alter haben.

00:14:18: Sie sind jetzt zwischen zwanzig und dreißig.

00:14:24: Das ist eigentlich nicht vergleichbar mit dem Leben, an dem wir gehabt haben.

00:14:30: Ich finde, dass man im Gegenteil nicht etwas, die einem Traurung machte, was man nicht hatte.

00:14:38: Viele Dinge finden mich einfacher.

00:14:42: Die

00:14:42: Welt war noch nicht so kompliziert.

00:14:46: Ja, das Technische ... Das ist natürlich etwas, da bin ich einfach krater-schlechter und es interessiert mich null.

00:14:58: Und ich möchte dazu stehen, dass es mich nicht interessiert.

00:15:03: Das ist ja auch gut!

00:15:04: Ich glaube deswegen bist du, wie Du sagst, grad ein Schlechtes sei jetzt mal dahin gestellt.

00:15:09: aber weil es dich eben nicht interessieren würde?

00:15:11: Ja, ja, ja... Es ist natürlich interessant was die Jungen alles machen können.

00:15:23: Wie die Welt auch offen ist.

00:15:25: Wozu zu meinen Zeiten ist das eigentlich?

00:15:30: Ja, da hätte man richtig eine Energie haben müssen.

00:15:34: Dass wir dann so etwas überhaupt gemacht

00:15:36: hätten.".

00:15:37: Als du jung warst hast du ja auch Dinge gemacht für die du gekämpft hast.

00:15:43: das hast du mir mal erzählt.

00:15:44: also du bist ja schon in diese Kunstrichtung gegangen weil dir das wichtig war und das war ja in der Zeit damals nicht selbstverständlich dass du als junges Mädchen oder als Frau sowas machst.

00:15:56: Ja, aber da musste ich überhaupt nicht kämpfen dafür.

00:15:59: Das war eigentlich einfach mein grosser Glück, dass ich hier innen gerutscht bin.

00:16:08: Aber es war nicht meinem Verdienst so ... Nein?

00:16:13: Und auch die heutigen ... also jetzt meine sechs Enkel ... Ich glaube, da hätte zur Kreis gekämpft, dass ein Tag machen kann, das macht.

00:16:27: Das ist so selbstverständlich, dass man Sachen machen kann, die außergewöhnlich sind.

00:16:38: Gut, das ist die Offenheit?

00:16:39: So wie du sagst ... Ich glaub, du hast deine Kinder sehr offen erzogen und entsprechend ... Ja, das

00:16:46: sind jetzt ja schon Dinge, oder?

00:16:48: So ist es bei den Kindern der Kindern auch.

00:16:50: Genau!

00:16:54: Und gibt es was am Alter an Marie, was dich überrascht?

00:16:57: Was du dir hättest vor ein paar Jahren gar nicht so vorstellen können?

00:17:04: Ja, natürlich.

00:17:06: Das Bewusstsein, wenn man alles nicht mehr kann ... Ich hatte das Gefühl, irgendwann ist es einfach Schluss oder was?

00:17:18: Aber ... Du kannst immer noch das, das und das.

00:17:23: Und jetzt ist das ganz anders.

00:17:25: Ich habe so viele Sachen nicht mehr.

00:17:29: Man muss sich einfach damit abfinden.

00:17:32: Und ich sehe natürlich auch bei den anderen Alten, dass das so ist.

00:17:37: Ich bin jetzt nicht ein Ausnahm überhaupt nicht.

00:17:41: Da habe ich mich eigentlich ... Ja, ich habe es bei meiner Mutter schon auch gesehen, dass sie nichts mehr hat können.

00:17:48: Alles was sie wollen.

00:17:49: Aber ich habe das selbstverständlich genommen und ... Eigentlich muss ich es auch selbstverständlich nicht, aber irgendwie ist das doch nicht selbstverständlicher.

00:18:12: Und fehlt dir da manchmal so ein bisschen Verständnis von den Menschen die dich umgeben?

00:18:18: Dass wie du jetzt auch sagst... Ich habe das damals selbst verständlich genommen, dass meine Mutter nicht mehr alles machen konnte und dass du dir sagst, ja sieht das keiner.

00:18:27: Ja, es ist noch schwierig zum da klaren eine klare Linie zu haben.

00:18:36: Bei den eigenen Kindern habe ich noch das Gefühl, die sehen sie gar nicht, wenn ich alles nicht mehr kann.

00:18:43: Die wollen es auch gar nicht sehen.

00:18:47: Aber vielleicht ist es ja das Gleiche wie bei mir mit meiner Mutter.

00:18:53: Vielleicht hätte ich auch das Gefühl gehabt.

00:18:55: Diese Beobachtung beurteilt mich eigentlich immer noch zu gut.

00:19:00: Oder vielleicht sieht man gerade das was du noch kannst?

00:19:03: Kann ja auch sein.

00:19:04: Du siehst das, was du nicht mehr kannst?

00:19:06: Ja natürlich!

00:19:06: Aber die anderen sagen vielleicht...

00:19:08: Also

00:19:09: schonmal was du noch alles machst?

00:19:12: Ja, ja.

00:19:12: Das ist auch möglich.

00:19:15: Und du bist ja die meiste Zeit deines Lebens.

00:19:19: Warst du in Gott lieben?

00:19:21: Nein.

00:19:22: Nein?

00:19:22: Nein, sonst nicht.

00:19:24: Ich bin jetzt... ...fünfe-dreisig Jahre in Gottliebe und vorher war ich dreißig Jahre im Kreuzlinge Und ... auf Kreuzlingen bin ich mit zuviel gekommen.

00:19:41: Gut.

00:19:42: Da war man da überall.

00:19:45: Mhm.

00:19:46: Dann bist du aber schon mit am längsten?

00:19:49: Jetzt bin ich am längste

00:19:50: in Gottlieben, genau wie.

00:19:52: Ist das sehr speziell, weil es so ein kleines Dorf ist?

00:19:55: Wie würdest du das ...

00:19:57: Ja, ich finde es super.

00:19:58: Ich finde es ein kleiner Dorf, wenn man alt ist.

00:20:04: Oder vielleicht auch Gottlieben ist besonderlich, weil es ist so wie ein Ausflugsort.

00:20:12: Es hat viele Leute, die einfach mal auf Gott lieben können und dann gehen sie vielleicht gleich nach Amiga besuchen.

00:20:19: Und das hätte ich in Kreuzlingen nie gehabt, denn hier habe ich immer einen Quartier gemohnt an einer Strasse, der nicht einmal eine Durchgangsstrasse war ... Man ist nicht einmal beim Spazieren dort vorbei gekommen.

00:20:37: Dort hatte man wirklich Besuch.

00:20:40: Und hier habe ich viele Leute, die einfach mal schauen, ob ich zu Hause bin oder nicht.

00:20:47: Das finde ich super.

00:20:50: Gibt es so etwas in den thirty-fünf Jahren Gott lieben, wo du sagst, das war total prägend?

00:20:56: Ja natürlich.

00:20:58: Ein Haus umbauen ist natürlich ... Das war überhaupt das in meinem Leben, was ausserordentlich gewesen ist.

00:21:08: Vorher war ich einfach Mutter von drei Kindern und der Haushalt und habe meine Sachen gemacht.

00:21:16: Aber dieses Haus und Bau war natürlich prägend.

00:21:22: Und da sehe ich jeden Tag, seh ich es noch.

00:21:25: Und lebt darin ist natürlich super.

00:21:28: Wie wollt ihr sagen?

00:21:30: Das muss doch ein Geschenk sein!

00:21:32: Ja, natürlich.

00:21:35: Du musst einfach glücklich heimleben und das habe ich sicher.

00:21:52: Und wie lange habt ihr umgebaut?

00:21:54: Fünf Jahre.

00:21:57: Aber nicht drin gewohnt.

00:21:59: Man hat einen Kreuzling

00:22:00: gewohnen.

00:22:03: Gibt es so Dinge in Gottlieben?

00:22:04: Ich meine, da gibt's ja viel was du sagst.

00:22:06: Aber ein paar Dinge wo du sagest... Da hat sich Gottlieb schon verändert in den letzten Jahren.

00:22:11: oder ist es immer noch diesen sehr besonderen Charakter?

00:22:16: Hätte es schon noch.

00:22:19: Es veränderte sich auch im Guten.

00:22:22: Ich finde das hat mehr kleine Kinder wie am Anfang, als wir gekommen sind.

00:22:27: Familie mit Kindern.

00:22:30: Wenn ich einfach schade finde, vielleicht ist das immer so gewesen und ich sehe sehr schätzt.

00:22:36: Dass es viele hat, die nicht Schweizer sind ... Und die dann nicht mithreden können in den Gemeinden.

00:22:45: Da finde ich einfach wahnsinnig schade!

00:22:47: Wir sind glaube, über fifty-fünfzehn Prozent Ausländer.

00:22:52: Das sind hauptsächlich Deutsche.

00:22:55: Und weil ja auch weil die Redezeit genauer ist als wir.

00:23:02: Aber ... Sie können nicht mitreden.

00:23:05: Und hier haben sie dann auch eine Distanz zum Dorf.

00:23:11: Zum Teil interessiert es sich sehr, aber viele ... Die schlafen einfach da und das Dorf ist überhaupt nicht wichtig.

00:23:24: Sie könnten sonst irgendwo ... Da finde ich richtig, richtig schade.

00:23:31: Und da ist aber die Schweiz selbst schuld.

00:23:35: Ich glaube, es ist nie in der Schweiz, dass man bei den Gemeinden wenigstens mithreden könnte, wenn man Ausländer ist ... Ich meine nicht, dass wir in der Schweiz mithreten können.

00:23:47: Bei allem!

00:23:48: Aber wenigstern sind sie davon, wo man wohnt.

00:23:52: Dass man die Meinung haben könnte und gehört wird.

00:23:55: Das finde ich.

00:23:56: Klar,

00:23:58: das ist natürlich bei wenigen Einwohnern und vielen ...

00:24:01: Ja, falls alles gewinnt, in den Kreuzlingen.

00:24:05: Da hat mich nie gestört.

00:24:06: Dort ist auch über fünfzig Prozent Ausländer.

00:24:09: Das hat mich nicht gestört, dass so viele Ausländern sind.

00:24:13: Es gibt so viele Schweizer, die schon sagen, wie es soll gehen.

00:24:20: Aber in einem solchen kleinen Dorf ist einfach Zahn ums Dorf.

00:24:25: Irgendwie finde ich, Zag im Dorf ist auch weniger wichtig.

00:24:31: Aber das kann natürlich auch wiederum ein Generationenthema sein?

00:24:36: Ich glaube

00:24:37: ... Ja, natürlich!

00:24:38: Wenn man kleine Kinder hat... Also eben Familie mit Kindern, die interessieren sich dann sehr wahrscheinlich einfach für die Schule, wie es weitergeht mit den Kindern und so.

00:24:49: Und politische weniger.

00:24:55: So keine Sorgen mehr hat, wie ich jetzt.

00:24:59: Dann ist einfach das politische etwas Wichtiges?

00:25:04: Also ich finde es immer wichtig!

00:25:05: Es ist immer wichtig aber es ist nicht ein Lebensinhalt so...

00:25:11: Ja weil wir in der Schweiz sind und weil man die Möglichkeit hat mitzureden und mitzustimmen sollte man das unbedingt machen.

00:25:21: Auf jeden Fall ist es nicht böswillig, überhaupt nicht.

00:25:25: Es ist einfach so gegeben.

00:25:29: Machst du dir da manchmal Gedanken drum wie das so wird wenn von den Alteingesessenen niemand mehr da ist?

00:25:35: oder ist es dir dann auch egal?

00:25:38: Ja ich finde eine Tendenz wird einfach immer stärker dass dem Gottliebe nicht mehr so gut geguckt wird.

00:25:46: allgemein Es war früher noch liebevoller.

00:25:54: Der Umgang auch in einem Dorf geschaut hat und im Moment finde ich es einfach ja, lieblos.

00:26:09: Unpersönlich

00:26:11: halt einfach.

00:26:12: Und diese Nachmittage die man aber macht, auch Seniorennachmittage so was, das nimmst du ja auch regelmäßig

00:26:19: wahr?

00:26:20: Ja, ich finde, das sollte man unbedingt gehen.

00:26:24: Das ist ja noch das, was mich dann ein bisschen zusammenhalten kann – zeigen auch, dass wir dazugehören.

00:26:33: Aber das kommt erst mit dem Halt an.

00:26:38: Wo meine Mann und ich in der Sechskirche waren, da sind immer diese Senioren ... Alles ging mir eigentlich nicht.

00:26:48: Ich habe das Gefühl, als wäre ich jetzt auch noch nicht.

00:26:53: Aber mit der Achtzige gehst du dann ganz gern und findest die Kürste zu.

00:26:59: Schon unterschiedlich!

00:27:01: Und dann hast Du ja irgendwann auch Dein ATJ-Treiundzwanzig im Haus quasi gestartet?

00:27:08: Ja, das war eigentlich der Grund, warum wir auf Gott lieb kamen.

00:27:14: Okay.

00:27:15: Weil in Kreuzlingen, da haben wir so gewohnt ... Da konnte ich nicht so irgendein Läderchen haben oder so.

00:27:27: Und dort habe ich meine Sachen dann einfach auf den Markt verkauft?

00:27:34: Und durch März bin ich dann auch auf Gott.

00:27:37: Also nein, es ist nicht so.

00:27:39: Wir sind schon mit den Kinderwagen viel auf Gott lieben gegangen und haben gefunden, wer schon schön in Gottliebe wohnt.

00:27:46: Aber mein Mann war ein Schleger.

00:27:49: Dann mussten wir in dieser Nahrtschaft wohnen, die mir schon Welt gegeben hat.

00:27:54: Also wir mussten jetzt Rützlinge wohnn.

00:27:57: Okay!

00:27:59: Und dann hat er den Stell gewechselt ... Es war eine kantonale Schule, dann konnte man in den ganzen Kanton gehen.

00:28:08: Dadurch, dass ich auf die Märde ging, kenne ich Giovanna und Walter.

00:28:18: Wir wussten nicht mehr zu Rützlingen wohnen.

00:28:23: Und der Jörg Erster war ein Kollege vom Car.

00:28:28: Die wussten aber auch nie etwas.

00:28:31: Giovanna fand, sie wohnte neben ihnen eine alte Frau und so kamen wir zu diesem Haus.

00:28:37: Giovana ist die Mama von Christina frei?

00:28:39: Ja genau.

00:28:41: Und so seid ihr nach Gottlieben gekommen?

00:28:43: Genau.

00:28:46: Eigentlich bin ich Giovanna in meinem Leben lang dankbar.

00:28:54: Weil Walter fand, das kann man gar nicht sagen.

00:29:01: Man wusste nicht, dass es ein Freuland war.

00:29:06: Es war zwischen der Sechzehnte und die Siebzüge.

00:29:11: Und alleine in diesem Haus ... Ich wollte gerne das Haus verkaufen.

00:29:16: Mhm.

00:29:17: Eine lustige Geschichte.

00:29:20: Dann fanden sie ... Sie wussten nicht, wie man es machte an einer Immobilien- ... Der Händler wollte es nicht geben.

00:29:31: Es hat das Gefühl, da wird sie nur in Besuch gehauchen.

00:29:36: Er fand etwas für den Herr Schraner.

00:29:39: Er war der Besitzer des Kronens und ist dann mal eine Wurstsalatessung im Kronen.

00:29:50: Und er hat gehofft, dass Herr Schlaner sich auch spricht, ob er ihn nicht ins Haus verkaufen will?

00:30:00: Hat sie dann aber eben nichts

00:30:01: gemacht.

00:30:02: Also, hat sie nicht angesprochen?

00:30:04: Ja, hat sich nicht angesprungen.

00:30:07: Aber sie hat alles erzählt, dass sie eigentlich gehofft hat, der hätte den Interessen für Angestellte oder so... Genau!

00:30:17: Also es ist ja ein Glück für euch gewesen, ne?

00:30:20: Letztendlich?

00:30:20: Ja natürlich!

00:30:21: Ich muss einfach Glück annehmen ohne Glück.

00:30:27: Und ich meine in deinem Haus Da ist ja quasi nichts verändert.

00:30:33: Es ist noch so, wie ihr das damals umgebaut habt.

00:30:38: Das ist toll, dass du da immer noch genauso drin leben kannst.

00:30:41: Egal in welchem Alter?

00:30:43: Aha!

00:30:45: Also unten habe ich ein Zimmer gemacht, das ist alles.

00:30:49: Werbsdapfel brauchen wir nicht mehr.

00:30:53: Und ...

00:30:53: Gab's so was früher, weil du bist auf Märkte gegangen?

00:30:57: Das ist ja eher ... Für die Zeit war das auch nicht so gewöhnlich.

00:31:03: Aber hast du das ... Du hast gesagt, ich konnte es immer machen!

00:31:06: Da hat keiner gesagt, dass darfst du nicht machen oder du musst einen anderen Weg gehen.

00:31:10: Es war immer eine Fügung und da gab's schon mal Dinge für die du gekämpft hast.

00:31:14: Nein, das ... Du hast dich einfach entschieden, du gehst jetzt auf den Markt.

00:31:19: Und du hast dich informiert, wo es zu merken gibt und ... Ja?

00:31:27: Es ist einfach ... Es ist eine spannende Zeit.

00:31:32: Das war immer ein strengen Tag mit dem Stand aufstellen, abbrechen und wieder heifen.

00:31:39: Nein, das ist ... Es war schon gut.

00:31:43: Und dann gibt es auch Märkte, die nicht laufen und du nimmst sie nicht mehr.

00:31:50: Andere laufen immer besser.

00:31:53: Das ist eigentlich gut.

00:31:56: Was du gemacht hast?

00:31:57: Du machst ja von Seidenmalerei über Schmuck ... Druck auf Papier mit Postkarten.

00:32:08: Das ist ja total vielfältig!

00:32:09: Hast du dir das selber angeeignet?

00:32:12: Ja, ich bin von Beruf in einer Keramikmahlerin.

00:32:17: Und ich habe nicht mehr geschafft.

00:32:20: Ich hatte es in Kreuzlingen eine Töpfe rein.

00:32:28: Also ich kam über Thürat auf Kreuzlingen.

00:32:32: Dann habe ich dort mal angefragt und ... ja.

00:32:35: Ich habe dann so ein bisschen geschöpft, zwei Tage in der Woche oder so.

00:32:45: Also nicht wirklich.

00:32:48: Und dann kamen die Kinder.

00:32:52: Und ich schaffte zu Hause.

00:32:55: Dann brachte man mir Sachen zu Hause und ich habe zu Hause gemalt.

00:32:59: Und da habe ich Ja, da habe ich auch ... Was nicht?

00:33:03: Das sind die twenty-zwanzig-dreisige Jahre.

00:33:05: Da habe ich so gearbeitet und diese Firma wurde verkauft.

00:33:15: Mit dem neuen Chef hatte es dann etwas schwierig.

00:33:18: Ich hatte eine Kündigung wegen Arbeitsverweigerung.

00:33:23: Also nein, muss ich noch sagen... Meine Kinder, die in der jüngsten Sekundarschule waren, mussten jetzt eigentlich nicht mehr den ganzen Tag daheim sein.

00:33:35: Und bei den zwei Tagen in der Woche in die Fabrik gehen zu arbeiten, hatte ich das Gefühl, dass ich mal wieder in der Malerei ... Ich weiss auch nicht, wie viele da etwa sechs oder sieben acht Leute waren.

00:33:51: Da war ich ja unter den Gleichgesinnten.

00:33:56: Ja, dann ging das zwei bis drei Jahre.

00:34:00: Dann wurde die Firma verkauft und mit dem Chef war es nicht so gut.

00:34:08: Irgendwann hatte ich in der Kündigung keine Arbeitsverweigerung.

00:34:14: Ich habe aber schon übergreift, dass in dieser Zeit auch, als ich diese zweite Arbeit geschafft habe ... Das habe ich eben immer geschafft!

00:34:24: Angefangen habe ich eigentlich meine Patik.

00:34:27: Und dann habe ich Keramik-Schmuck gemacht.

00:34:31: Das war in der gleichen Zeit, als ich im Fabrik bin.

00:34:38: Mit dem Zeug bin ich dann auch aufmerkt.

00:34:47: Dann hatte ich schon gerne eine Leiterin.

00:34:51: Aber ... So ein Laden mit Öffnungszeit, und so haben wir eigentlich auch nicht vorstellen können.

00:34:58: Und Gottlieben ist dann natürlich ... Das war einfach immer so im Hinterkopf.

00:35:05: Gottliebe wäre schon schön!

00:35:08: Und eben hat er irgendwann klappt.

00:35:12: Aber dass du während der Erziehung deiner Kinder Zuhause gearbeitet hast, das war ja quasi die moderne Form des Homeoffices.

00:35:20: Genau!

00:35:21: Dass man das gemacht hat, das ist schon sehr fortschrittlich.

00:35:25: Ja es war auch aussergewöhnlich.

00:35:28: Es gab niemanden.

00:35:30: Also auch in anderen Firmen konnte ich nie jemanden, der daheim wollte.

00:35:38: Ich hatte es auch gut mit dem Ehepaar, der durch die Chefin waren.

00:35:46: Das ist super gewesen.

00:35:48: Fehlt ihr das heute so handwerklich zu arbeiten?

00:35:53: Ja schon, aber ich kann gar nichts mehr.

00:35:58: Wenn du heute noch mal zwanzig wärst oder dreißig ... Ich weiß nicht was du sagst, es war eine super Zeit.

00:36:05: Würdest du das ... wieder ähnlich machen oder würdest du ganz bestimmte Dinge anders machen?

00:36:11: Ja, in der heutigen Zeit würde ich es auch ganz anders machen.

00:36:16: Also die heutige Zeit mit den zwanzig Jahren.

00:36:21: Ich habe hier schon geprobt und ich weiss... ...ich wollte auf Schweden gehen weil Schweden hat super Keramik gemacht aber das hat einfach nie geklappt.

00:36:35: Heute geht man einfach auf Schweden.

00:36:37: Es hat auch eine Schule in Schweden, aber das war überhaupt nicht in meinem Kopf, dass ich dort in einer Schule gehen könnte?

00:36:47: Nein!

00:36:49: Ein Keramiker hat es gemacht, der war eigentlich durch Junior von einer Keramikfirma.

00:36:56: Der ging auf die Schweiz und machte noch eine wunderbare Keramika.

00:37:01: Aber ... Für mich war es auch jenseits.

00:37:08: Und ich weiss, mit Bern habe ich geschrieben und gemacht ... Es hat einfach nichts genutzt.

00:37:14: Aber heute ist die Welt halt einfach offen!

00:37:19: Du wirst zuerst einmal dort reisen und dir das anschauen.

00:37:24: Das war gar nicht denkbar.

00:37:28: Du hast dann mit Briefly schreiben gemacht Mit Adressen von Bären, von Konsulaten.

00:37:38: Da kann man sich gar nicht mehr vorstellen.

00:37:42: Heute ist es so einfach?

00:37:45: So wie du erzählst, weil du sagst heute ist das so einfach und dann wundert man sich, finde ich manchmal, weil es eben so viel gibt, dass die Jugend heute oder die Generation heute total überfordert ist.

00:37:59: Weil es so viele Möglichkeiten gibt!

00:38:02: Natürlich.

00:38:03: Es sind so viele Möglichkeiten in den Offen, und die Büsse waren so eng.

00:38:10: Also das hat ein gutes und weniger gutes

00:38:14: Steg?

00:38:16: Eigentlich ist der gar nicht lustig, wenn es so eng ist.

00:38:20: Doch auch schön.

00:38:22: Berner Oberland, irgendwo noch arbeiten.

00:38:27: Es gab auch nicht viele Möglichkeiten in der Schweiz oder nicht so sehr viel und heute gibt es eigentlich gar nichts mehr in der Schweizer.

00:38:37: Die Keramik.

00:38:38: Das ist meistens einmal Betrieb.

00:38:43: Und du bist ja auch musikalisch interessiert?

00:38:47: Ja schon interessiert aber nicht musikalistisch ... bin ich, glaube ich, gar nicht.

00:38:57: Ich höre auch nicht so viel wie andere musikalische Leute.

00:39:04: Natürlich ist etwas sehr wichtig in meinem Leben Musik.

00:39:13: Inwiefern?

00:39:15: Also, ich bin ja die Generation, in der so Amerika über den Radio Jess gekommen ist.

00:39:23: Das hat mich super interessiert.

00:39:26: Ich bin vielleicht als siebzehnjährige zum ersten Mal in einen Keller gegangen, wo es Jess gegeben hat und da ging eigentlich schon durch mein Leben.

00:39:43: Ich denke manchmal, ich hätte nie einen Mann gehörten, der nicht musikalisch auf den gleichen Ebenen gewesen wäre.

00:39:52: Wir waren hier wirklich super miteinander und es ist etwas sehr Wichtiges.

00:40:00: Aber ich merke jetzt eben, dass Andrienne jetzt Musik studiert hat.

00:40:07: Wenn ich höre – und wenn er gehört – dann sind die Welten.

00:40:12: Und du gehst ja ... Immer noch oder bis vor kurzem zumindest?

00:40:16: Einmal im Monat.

00:40:17: Ja, genau.

00:40:18: Nein, dieses Jahr bin ich ganz schlecht dann.

00:40:22: Es ist auch nicht mehr so gut.

00:40:27: Es wurde einfach zu schlecht.

00:40:30: Wo ist das genau?

00:40:32: Weil ...

00:40:33: Publikbar.

00:40:34: Genau.

00:40:36: Es war für mich sehr wenig gleichgesinnte Leute Also, die sind halt auch weggestorben.

00:40:48: Und der Kreis wurde immer kleiner.

00:40:52: Obwohl ... Also, wo Karno gelebt hat, brauchte ich dir gerne.

00:41:00: Aber nachher bin ich schon froh gewesen, wenn es noch Bärke gibt und dann ist ... Ja, es ist einfach schlechter geworden Und vor zwei, drei Jahren ist der Bassist gestorben.

00:41:17: Als Instrument gehört, habe ich immer so Begleitinstrumente, die einfach auch neu sind.

00:41:24: Und jetzt hat es einen Pass, das neuartig ist ... Die sieht ganz anders aus und tönet anders.

00:41:33: Das ist einfach total anders.

00:41:35: Es ist nicht mehr Mies.

00:41:40: Schade!

00:41:42: Was Ähnliches vergleichbares gibt es nicht?

00:41:45: Die sterben alle, wo gespielt haben.

00:41:50: Und in die Philharmonie weiß ich, Bodensee-Philharmonien,

00:41:53: da

00:41:53: gehst du ja auch in die Bohren auf.

00:41:55: Genau!

00:41:55: Da gange ich Probe.

00:41:56: Das ist ja auch ...

00:41:57: Das

00:41:58: fangt jetzt wieder an.

00:42:00: Der wohnt nicht um den Zwanzigstumen, ist der erst Probe aber da gibts.

00:42:05: Ich glaube, ich probiere nur vier Proben im Jahr.

00:42:08: Öffentlich auch nicht mehr viele.

00:42:12: Aber das ist super!

00:42:15: Das ist viel schöner als ein Konzert am Abend.

00:42:18: Spannender?

00:42:19: Ja, es ist eine totale andere Atmosphäre.

00:42:23: Ist das hochgestochen oder nicht?

00:42:25: Es ist etwas, was fest in meinem Plan drin ist.

00:42:33: Und dann weiss ich ja, dass du ... zumindest jetzt über den Sommer hinweg auch immer mit dem Schiff auf Konstanz gefahren bist.

00:42:39: Genau!

00:42:40: Das ist ja auch so was, das finde ich ja total speziell und es finde ich so großartig.

00:42:47: Wohl wissen von dir dass es reduziert wurde also nicht mehr so oft fährt aber das ist ja etwas was man in jedem Alter machen kann und was so einfach ist.

00:42:58: Ja es ist eben diese Woche fahren sie noch einmal

00:43:02: im Tag

00:43:02: und auf Konstants Fahrt zu nehmen.

00:43:06: Die letzten zwei Wochen konnte ich nicht mehr fadeln.

00:43:12: Das ist schade, ja ... Ja, das ist etwas ganz Tolles.

00:43:18: Du kannst mit mir aufwägen oder im Sonntag Kaffee trinken und du bist eigentlich bei Vaterhaus wieder fast.

00:43:30: Und du bist auch gereist noch sehr lange?

00:43:33: Regelmäßig?

00:43:34: Also um diese Winterzeit hier so ein bisschen zu reduzieren, fehlt dir das, dass du es nicht mehr willst.

00:43:39: Ja ja ja, da ... dann bin ich schwer.

00:43:43: Aber

00:43:44: es ist auch keine Option, es nochmal zu machen?

00:43:48: Nein, nicht wirklich!

00:43:50: Es hat sich ... Das ist natürlich immer eine Frage.

00:43:56: habe ich mich verändert oder hat sich die Situation verändert?

00:44:00: Ich meine, die Situation hat sich verändert.

00:44:03: Das ist ein klaren Fall!

00:44:04: Es war nichts mehr das, was es war und ... Und das stimmt wirklich.

00:44:09: Es war nicht mehr das.

00:44:12: Aber so schlimm wäre es jetzt auch nicht, dass man nicht wirklich noch einmal gehen könnte.

00:44:19: Aber nun schon den Flughafen Die Zürich ist natürlich schwierig.

00:44:23: Obwohl, da könnte ich mir helfen lassen ... Ja?

00:44:26: Da weiss sie und ich kann die Schwagerz-Zürich.

00:44:30: Mit dem bin ich auch schon dort gewesen.

00:44:32: Dann würde ich mir auch helfen.

00:44:35: Das sind eigentlich nur Ausreden.

00:44:37: Manchmal denke ich, vielleicht gehe ich doch noch mal.

00:44:40: Ich weiss es nicht.

00:44:43: Also daran soll es ja nicht scheitern, das weißt du.

00:44:45: Dich nach Zürich zu bringen und dich aufs Geld zu bringen ...

00:44:50: Ja, ja.

00:44:50: An dem fällt's wirklich nicht.

00:44:54: Und Zeitflügen ist eh keine Sache.

00:44:57: Das ist so ein kleiner Flughafen, da ist ein Bahnhof in der Schweiz einfacher.

00:45:04: Aber das war immer mehr oder weniger die gleiche Destination?

00:45:08: Ja, das haben wir eben ... Es ist einfach so.

00:45:12: Wir sind ... Wir gingen immer auf Inseln in die Ferien.

00:45:18: Und ... Als wir älter waren, ging man auf Kanäre.

00:45:24: Und wir waren auf allen Kanären-Inseln.

00:45:28: Bei denen, die wir noch haben, Wanderer, wirklich Wanderen, Tüchtigwanderer war man auch und mehr als einmal.

00:45:36: Und vor der Ventura kann man eigentlich nur flach wanderen.

00:45:43: Und dann ist mein Mann nicht mehr so gut gegangen.

00:45:46: Aber wir sind schon miteinander sicher schon fünf, sechs Mal dort gewesen am gleichen Ort.

00:45:54: Dort ging ich mich aus und bin jetzt immer gegangen.

00:46:01: Und dass deine Kinder dich begleiten?

00:46:03: Oder zumindest eine Zeit?

00:46:04: Barbara

00:46:05: war auch schon dabei, aber sie hat sich zum schlechten verändert.

00:46:11: Es ist einfach ... Als ich mir mal eine Orca vorstelle, so Ballermann-Messung geworden war.

00:46:20: Du hörst in der Nacht Musik und das Strand ist nach wie vor wunderbar.

00:46:27: Und die Leute eigentlich, die Ferien machen, mit denen hast du gar nichts zu tun.

00:46:32: Die sind auch gut.

00:46:34: Aber eben ... Ja.

00:46:39: Irgendwann ist halt fertig!

00:46:42: Es wird einem auch bewusst, wenn du ... Vor einer Woche ist eine von guten Freunden in das Altersheim gegangen.

00:46:54: Vor

00:46:55: einem halben Jahr ist eine gestorben.

00:46:58: Also ... Irgendwann gehe ich halt nicht mehr auf den Kanal.

00:47:03: Ist halt einfach so!

00:47:05: Ja, aber nicht weil die einen ins Alter sein geht und andere sterben?

00:47:08: Nein,

00:47:08: aber weil du auch so alt bist, weißt du?

00:47:12: Ja, das ist eine Zahl also klar... Aber du könntest es noch?

00:47:19: Ja natürlich könnte es noch, natürlich könnte's noch.

00:47:25: Ich kann auch immer vergleichen, wie es fast fünf Jahre war und wie es vor zehn Jahren war.

00:47:31: Und wenn man dann sauer wird, dann gehe ich wieder nicht, oder?

00:47:36: Also ... Wie viel verdreht ist's?

00:47:40: Und ... Bloß eine Woche zwei kommt gar nicht in die Frage.

00:47:46: Wenn ich die Feriengänge wirklich wechsche, Und ein Monat muss es dann einfach etwas sein, dass wirklich das Gefühl ist jetzt bist du da und siehst gut.

00:48:01: Siehst gut!

00:48:02: Und wenn du findest, oh, da ist nicht gut.

00:48:04: Es ist eine Abwege, was betrifft einem stärker oder?

00:48:10: Gut.

00:48:10: Du bist ja so flexibel, dass du dir das auch ... relativ kurzfristig überlegen könnten?

00:48:18: Natürlich.

00:48:18: Dann kann ich mir noch im Januar reden,

00:48:21: obwohl

00:48:22: in November ... Ich war zwei Mal im November, der November ist eigentlich noch fast schöner.

00:48:28: Der Winter wird nicht abkürzen und wir gehen ja darum ... Mein Haus ist einfach kalt im Winter.

00:48:36: Irgendwie ist es kein Winterhaus, sondern ein Sommerhaus.

00:48:40: Aber im Sofa war es so

00:48:42: heiss.

00:48:43: Ja,

00:48:45: aber sie ist eigentlich schon besser im Haus gewesen.

00:48:49: Weil du das gerade angesprochen hast, dass eine deiner Freundin jetzt ins Altersheim geht und das fand ich... Ich glaube es war zu Corona, wo du mal ... Du hattest glaub ich.

00:48:59: Da war ich schon mal krank und da hast du gesagt so jetzt gucke ich mir das.

00:49:02: mal verbinde ich das

00:49:04: übel

00:49:05: mit dem was ich mir guckt mir das an in einem Altersheim.

00:49:09: ich meine diese Idee fand ich ja grandios.

00:49:11: also dass jetzt einfach mal zu sagen ich muss da nicht hin aber ich mache das jetzt mal.

00:49:15: Aber ob du natürlich für drei Wochen gehst oder Das Ende des Lebens ist ein Riesenunterschied.

00:49:23: Aber nein, ich habe eigentlich ... Ich hoffe, es stimmt.

00:49:28: Ich bilde mir das noch nicht ein.

00:49:30: Ich wollte hier keine grosse Hemmschwelle zu meinem Altersheim gehen.

00:49:36: Nein!

00:49:37: Aber wenn ich dann wieder den Garten sehe, in dem ich heimsame ... Und Gottliebe, die ich habe.

00:49:44: Die Schiffe, was ich habe und so find' ich.

00:49:47: Nach einer schöner Sommer-Sommer.

00:49:49: Wie in einem Altersheim.

00:49:54: Es ist ein total anderes Leben.

00:49:57: Aber ich glaube, dass mich gut anpassen kann.

00:50:01: Das meinte ich.

00:50:03: Also den Gegebenheiten hab ich mir auch im Leben eigentlich sehr gut angepasst.

00:50:13: Vorher war ich eine Woche im Spital.

00:50:17: Ich fand das super!

00:50:20: Ich konnte die Frauen in meinem Zimmer begutachten und taxieren ... Ich fand es superinteressant.

00:50:33: Aber dann ist es doch, Anna-Marie, das was wir auch oft so diskutieren.

00:50:38: Ich meine dieses sozial eingebundene dieser Austausch da sind Menschen ich finde dass ist so extrem wichtig und das hält am Ende auch jung Und das ist ja das was du sagst.

00:50:51: also Du bist ein wacher Geist, dich interessiert der Mensch, du bist umtriebig sterben halt dann irgendwie alle um einen rum weg, die Jugend geht andere Wege und man ist oft allein.

00:51:06: Und ich glaube, dass es sowas ... Wenn das nicht wäre, dann wäre vieles auch noch mal einfacher und freutvoller.

00:51:13: Auch

00:51:13: viel einfacher?

00:51:15: Natürlich!

00:51:16: Es ist natürlich schon, als Altersheim hat ja auch diesen Vorteil, dass du unter den Leuten bist.

00:51:25: Du bist nicht alleine in einem Haus Die Knochen kümmern sich um dich.

00:51:31: Aber du kannst ... Es hat recht viele Leute um dich herumgekommen.

00:51:37: Die Frage ist, wie gross der Altersheim ist, wo du gehst?

00:51:41: Aber die Auswahl ist sehr klein mit denen, bei denen du noch wirklich Gespräche hast, die nicht einfach dir immer wieder das Gleiche erzählen und nichts mehr daraus ... Obwohl in diesem Altersheim, wo ich war, da gab es eine Demendenabteilung.

00:51:59: Die kamen nicht unter den Leuten, die ich war.

00:52:07: Aber wir brauchten ja auch nicht zwanzig Leute mit fünf ... Ist es schon gut, oder?

00:52:14: Ich meine, ich finde viele Leute so im Alter.

00:52:18: Du musst halt die Augen offen haben, wer schwätzt dann was ... Oder?

00:52:26: Und dann wäre es natürlich super, Annemarie.

00:52:28: Wenn dann was wär, wo du noch ... Weißt du wie ein kleines Gärtchen hättest?

00:52:33: Dass

00:52:34: man da bewirtschaftet?

00:52:35: oder der will und du sagst vier Quadratmeter, die sind jetzt mein.

00:52:39: Das ist so mein Paradies.

00:52:41: Da hab ich eben in deinem Altersheim ... Also das ist mein Traum aber ich weiss nicht, ob's wirklich so wäre.

00:52:52: Der oberste Stock ist Artica-Stocken.

00:52:55: Er hat eine grosse, grosse Terrasse.

00:52:58: Wunderbar schön!

00:53:01: Mit dem Rollator kannst du herumlaufen und für die Terrassen gut schauen.

00:53:08: Dann hast du einen ganzen Bodensee-Fahrtier oder neblig Tier.

00:53:13: Wundernbar.

00:53:14: Und hier hat es eins oder zwei grossen Pflanzen geschehen.

00:53:20: auf dieser Terrasse, wo niemand die Rechte schaut.

00:53:26: Und ich weiss schon ... Ich bin im Altersheim angemeldet und war vorher, bevor ich hier ging, angemelt worden.

00:53:38: Ich schrieb auch, dass ich dann in Tateka kommen würde.

00:53:41: Ich habe dann auch Tateca, aber nicht in einer Zimmer, sondern in zwei.

00:53:47: Jetzt ... Also, ich weiss ... Ich wollte in die Tätik gehen.

00:53:53: Zuerst müsste ich vielleicht in den unteren Stock warten, bis etwas frei wird und dann hätte ich hier Pflanzen geschehen, wo ich ein bisschen Blümeln könnte und so.

00:54:04: Nein!

00:54:04: Ich habe das Gefühl, dass ich es sicher schaffe.

00:54:09: Das ist jetzt nicht ...

00:54:14: Was dir die Luft zum Atmen

00:54:16: nimmt?

00:54:16: Überhaupt nicht.

00:54:18: Wenn es erst nächstes Jahr ist, ist auch gut.

00:54:20: Das meine

00:54:21: ich!

00:54:22: Du hast ja noch absolut die Wahl.

00:54:24: Also du bist in einer sehr privilegierten Situation trotz deines Alters und ich glaube das dann zu wissen und zu wissen.

00:54:31: wenn gehe ich da hin und mache das mit diesem Ausblick?

00:54:34: Genau, genau.

00:54:35: Also eben Barbara findet gar nicht gut aber ich muss gar nichts sehen.

00:54:41: Ich wollte

00:54:42: gerade sagen, das ist ja deine Entscheidung.

00:54:43: Okay.

00:54:47: Nein,

00:54:47: da macht man überhaupt keine Angst.

00:54:50: Für dich ist das dann anders?

00:54:51: Für mich macht es mir denke ich Angst.

00:54:53: Ja

00:54:53: vielleicht kommt's auch anders als mal denkt aber diese Option so habe ich glaube die macht auch ein bisschen die technologischen

00:54:59: Gefühle.

00:55:01: Also es ist etwas was mich nicht betrügt, wo ich weiss ja da werde ich schon schaffen.

00:55:19: Bist du jemand der den Dingen auch bedrücken kann ich mir gar nicht vorstellen.

00:55:26: Normalerweise natürlich.

00:55:32: Und wie?

00:55:33: Das technische Blunder, das ist für mich eine Katastrophe und ich habe so viele Züge, die einfach nicht funktioniert.

00:55:43: Wenn etwas nicht funktioniert ... Dann kommt erst mal Barbara, die Beste von meinen Kindern.

00:55:51: Die Buben interessieren sich auch nicht dafür.

00:55:56: Barbara kommt noch draus beim Telefon, bei dem Handy und so.

00:56:01: Und sonst ... der Walter kommt ... Also ich habe schon Leute, die mich fragen können.

00:56:08: Aber ich bin mit diesem technischen Zeug so schwer.

00:56:14: Ich schaue das Handy einfach fast nie, weil ich finde, sie interessiert mein Sohn nicht.

00:56:23: Natürlich verpasse ich auch vieles.

00:56:26: Aber ich finde, dann verpasst es halt.

00:56:30: Sollte ich nachstudieren, wenn ich nicht kann?

00:56:34: Und ich weiss auch nicht, ich will das auch gar nicht lernen.

00:56:39: Dann sind die Konsequenzen, dass ich über das eigentlich wenig Kontakt

00:56:46: habe.

00:56:48: Gut.

00:56:48: Da muss man natürlich auch dazu sagen, was sind das für Inhalte?

00:56:53: Und selbst wenn du dich damit beschäftigen würdest ist ja die Frage macht dich das happy?

00:56:59: also da hat es ja.

00:57:00: natürlich sagt man, da hat man Möglichkeiten.

00:57:02: aber die frage ist interessiert einen dass alles was man

00:57:06: so

00:57:06: findet.

00:57:06: Also das ist ja der andere Seite.

00:57:08: Das finde ich die Quantität.

00:57:10: Die Quantität die man oft da

00:57:12: finden kann

00:57:14: und ich meine Ich verstehe das schon mit dieser Technik Aber das ist ja ein Thema, auch was schon junge Leute betrifft heute.

00:57:21: Das hilft dir nicht weiter.

00:57:23: Ja,

00:57:23: es geht immer weiter oder?

00:57:24: Es geht halt immer weiter und da ist es ja noch schön dass du sagen kannst Hilfe rufen kannst und

00:57:31: es

00:57:32: gibt Menschen in der Umgebung erste Stufe, die zweite Stufe der, dritte Stufe dieser...

00:57:37: Und du hast ja mir so super gekauft.

00:57:43: Ja, ja.

00:57:45: Insofern kann einem da geholfen werden und was muss man nicht selber alles verstehen?

00:57:49: Ah ja!

00:57:51: Also das bedrückt mich eigentlich so nicht.

00:57:55: aber wenn dann halt das Telefon wieder nicht läutet und so... Dann geht es immer wieder in die Pflege.

00:58:15: Lieber Anne-Marie wir sind jetzt doch schon Das sieht man, wie schnell die Zeit vergeht am Ende unseres Gespräches.

00:58:21: Zuallererst wünsche ich dir vor allem noch ganz lange, ganz viel Gesundheit und diesen wunderbaren Wachengeist.

00:58:31: also das ist für mich... Ich genieße es so sehr!

00:58:35: Und ich danke dir herzlich für das intensive und sehr schöne Gespräch und dass du spontan Lust dazu hattest und auch sowas mit mir machst.

00:58:45: Und einfach nur das aller, aller, allerbeste für dich.

00:58:50: Ein Danke auch an alle die meinen Podcast Wachs und Gäste hören weiter empfehlen und teilen.

00:58:56: bis zum nächsten Mal und schön dass ihr dabei wart!

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