Bruno Schärer - Gemeindepräsident von Gottlieben
Shownotes
Bruno Schärer - Gemeindepräsident von Gottlieben
Freude an den Menschen, Respekt vor dem Amt
und Motivation für die Zukunft der Gemeinde Gottlieben.
So entsteht aus Verantwortung ein Dorfjuwel, das lebt.
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00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wachs & Gäste.
00:00:23: Mein heutiger Gast ist Bruno Scherer, Gemeindepräsident von Gottlieben.
00:00:28: Lieber Bruno!
00:00:29: Herzlich Willkommen und schön dass du da bist.
00:00:33: Merci.
00:00:34: Bruno.
00:00:35: ich möchte in unserer heutigen Folge mit dir sehr gerne über deine Arbeit als Gemeindepräsident hier in Gottliebens sprechen Insofern auch über die Gemeinde Gott lieben.
00:00:48: und was mich immer ganz arg interessiert, bei meinen Gästen ist natürlich der Mensch.
00:00:54: Und darauf freue ich mich heute sehr!
00:00:57: Du bist jetzt seit zehn Monaten Gemeindepräsident?
00:01:02: Wie fühlt sich das für dich an?
00:01:05: Es gibt immer etwas zu tun.
00:01:06: Das ist sicher... und es ist sehr vielseitig.
00:01:10: Also ich bin eben schon ein paar Jahre alt.
00:01:14: Aber ich vergleiche es oft immer auf den Vorderbühnen und Hinterbühne.
00:01:20: Du kommst viel mehr mit über alles sehr direkt, wenn irgendetwas nicht weiss kommt um sicher eine Gemeinsprise im Sinn, die man anrufen könnte.
00:01:34: Man muss sich hier gewöhnen, aber auf die andere ist es auch etwas sympathisches ... so eine direkte Ansprechperson ist.
00:01:45: Mein Gottlieben finde ich auch, es ist ein Juwel und das liebt natürlich fantastisch.
00:01:52: Das ist einer der Hauptgründen, dass ich auf Gottliebe komme oder ich bin zufällig dahergekommen aber, dass mich wohlfühlt in Gottleben und auch, dass sich mir das amt überhaupt Zutrauen, nicht wie es ein Seuel ist.
00:02:10: Das motiviert natürlich stärker, aber dass es überschaubar ist und klein ist.
00:02:15: Da kann eine Person wie ich auch hier einen Quereistieger sein.
00:02:23: kann das zumindest probieren, ob er es auf drei bekommt.
00:02:28: Du bist ja noch berufstätig?
00:02:29: Zumindest im Moment.
00:02:31: Ich glaube, das ist absehbar und du warst auch viele Jahre Präsident des Einwohnervereins.
00:02:36: also ich glaube seit du da bist machst du irgendwas für die Gemeinde.
00:02:39: Ja wie sind das?
00:02:41: auf der einen Seite noch ein Job zu haben und auf der anderen Seite eben Gemeindepräsidenten zu sein Eine Belastung oder ist es sogar ganz gut, weil du ein bisschen rauskommst auch für eine Zeit und was komplett anderes machst wenn du nicht in der Gemeinde bist?
00:02:57: Ich glaube das ist zum Teil auch ein bisschen eine Frage vom Alter.
00:03:00: Im Moment genieße ich das noch.
00:03:02: aber ich muss schon sagen wenn ich dann in den Werkstatt bin, ich bin dort Projektleiter also dann muss ich mich wirklich konzentrieren auf die Arbeit, was dort von mir braucht wird.
00:03:15: Und wenn man jünger ist, kann man viel schneller switchen.
00:03:20: Das braucht für mich schon auch ... Jetzt bin ich in der Werkstatt und bin froh, dass ich mich in den zwei Tagen auf das konzentrieren kann.
00:03:33: Mit Gottliebe bin ich etwas liberaler.
00:03:37: Es sind so viele Fragen und Themen, die immer wieder kommen, Das nimmt man einfach immer mit, auch im Alltag oder in der Freizeit.
00:03:47: Es gibt ja viele Fragen, die man eine Art wie muss ... Die Antwort muss geboren werden.
00:03:53: Also es muss so etwas ruhen und ein paar Nächte überschlafen.
00:04:01: Es ist oft so mein Vorgeh.
00:04:02: Ich kann schon spontan sein, aber im Amt des Präsidenten bin ich auch lieber vorsichtig!
00:04:12: mit dem Geheimhunderen am Tod.
00:04:24: Gottlieben hat ca.
00:04:25: dreieinfünfzig Einwohner und flächenmäßig betrachtet, wir sprechen hier von ca.
00:04:31: zweiunddreißig Hektar gehört Gottliebem mit zu den kleinsten Gemeinden in der Schweiz und ist besonders im Sommer Begegnet man sich in diesem Dorf, ich behaupten mal fast jeden Tag.
00:04:43: Sei es an der Promenade, sei es irgendwo bei einem Kaffee.
00:04:46: das kann ja Fluch und Segen auch zugleich sein aber es hat natürlich auch oder birgt natürlich die Möglichkeit wenn man dich zufällig sieht zu sagen ach Bruno!
00:04:56: Und auf der anderen Seite siehst du jemandem und denkst oh ja da wollte ich noch was fragen.
00:05:01: aber nee heute ist ja eigentlich Wochenende also es hat jetzt so zwei Seiten.
00:05:06: Siehst du das auch so?
00:05:08: Ist es auf der einen Seite was Schönes, weil es ja manchmal wirklich kurze Wege ermöglicht oder sagst du auch?
00:05:14: dann muss man schon sagen, jetzt ist es jetzt und am Montag bin ich wieder im Büro erreichbar.
00:05:23: In dieser Zeit vom Immunovereinspräsident weiß ich mir mal, mich einfach konzentrieren, mit dem müsst ihr mal reden.
00:05:33: Du musst etwas fokussieren auf die Person.
00:05:35: Wenn ich einen guten Tag hatte, traf ich sie oft an.
00:05:39: Ich kann es relativ gerne, wenn ich es direkt habe ... Auge in Auge, schnell sprechen oder den Wunsch äußern und was auch immer ist.
00:05:53: Das hat mir noch Spaß gemacht.
00:05:55: Und ich bin natürlich immer langsam unterwegs.
00:05:59: Ich fahre nicht mit dem Auto durchs Dorf.
00:06:02: Ich fahren viel mit dem Velo bei wenig zu Fuss, aber viel mit der Velo.
00:06:06: Und wenn ich dann gerade jemanden sehe, halte ich auch schon an oder begrüße es.
00:06:12: Das finde ich wirklich sympathisch an diesem Dorf.
00:06:16: Aber das kann natürlich nicht her sein hier.
00:06:18: Wenn's einmal nicht so gut läuft ... Begegnung ist natürlich in dieser Situation immer und immer wieder.
00:06:28: Lass mich noch kurz ein paar Worte zur politischen Gemeinde sagen!
00:06:31: Wir haben die Ressorts Bauwesen, Finanzen Kultur und Soziales, technische Betriebe und Sicherheit.
00:06:38: Wir haben in Gottlieben die Bürgergemeinde.
00:06:41: Und wir haben den Einwohnerverein mit dem integrierten Frauenverein.
00:06:47: Wie stellt man sich das denn so vor?
00:06:51: Ihr seid in der Gemeinde, ihr habt euren internen Meetings, nehm ich jetzt mal an.
00:06:57: Sind die regelmäßig?
00:06:58: Einfach so.
00:06:58: mich interessiert man es ein bisschen.
00:07:00: Sprecht ihr euch ab?
00:07:01: Habt ihr jede Woche einen Schuh fix?
00:07:04: Wie organisiert ihr euch da?
00:07:08: Der Beruf vom Projektleiter läuft langsam aus und auf den Gemeinden bin ich zwei Tage.
00:07:15: Das habe ich mir einfach einmal so eingerichtet.
00:07:18: das muss nicht so bleiben.
00:07:20: Das hat für mich jetzt den Vorteil.
00:07:23: Ich bin am Montag und am Dienstag eigentlich normalerweise auf der Kanzlei herum.
00:07:30: Und ich kann das wirklich auch gerne, dass wir es so direkt und unkomplizierter machen.
00:07:37: Also oft ist es halt so, dass man gerade direkt austauscht.
00:07:41: Mit Karin kommt er relativ früh um sieben Uhr morgens und dann ist noch eine Stunde.
00:07:49: wo man über die Nase zweit hat und dann tauschen wir relativ viel aus, gerade was aktuell ist.
00:07:56: Und das ist mir eigentlich sympathisch als immer eine regelmäßige Schuhfix oder Stundfix, in der man dann irgendwie etwas ... wie ein Traktanten muss aufsetzen, dass man das ja nicht vergisst, wo man da austauscht miteinander.
00:08:12: Also ich habe es gerne direkt und das funktioniert im Moment für meine Begriff eigentlich ganz gut.
00:08:21: Was mich interessieren würde, ist wie vernetzt sich eine Gemeinde oder speziell auch Gott lieben?
00:08:27: Oder vernetzt sie sich überhaupt mit anderen Gemeinden im Umkreis?
00:08:31: Also klar!
00:08:31: Mit Tägerwielen – ich glaube auch das ist eine Besonderheit – wir teilen uns mit den Täterwielen in Gottlieben eine Straße sehr ungewöhnlich.
00:08:39: Insofern haben wir ja schon mal miteinander zu tun und auch noch mit anderen Eckpunkten aber ... Sprecht ihr euch da immer mal ab?
00:08:46: Trefft ihr euch, wie tauscht man sich innerhalb der umliegenden Gemeinden auch einmal aus.
00:08:52: Wie funktioniert so dieses Netzwerk gemeindeübergreifend?
00:08:58: Das ist eigentlich ein Punkt, das mich sehr überrascht hat.
00:09:02: Es war etwas sehr erfreulich, dass ich keinen zu lernen, den Austausch auf verschiedenen Ebenen ist gut und ... sehr wohlwohl.
00:09:14: Und also eben auf der Ebene von den Gemeinspräsidenten und Präsidentinnen gibt es regionale Gruppen, die sich regelmässig treffen.
00:09:25: Dann gibt's natürlich auch vom Kanton geleitet Informationsveranstaltungen, die fügen.
00:09:34: Gemeinspräsident oder Gemeinspresidentin gehalten, oder dann auch Rösser bezogen.
00:09:40: Also das Thema vielleicht Bau- oder Finanzen gibt auch Weiterbildungsangebote.
00:09:48: Es gibt ja auch der VATG, den Verband durch einen Gemeinden, wo man sich auch regelmässig austauscht und die Themen bezieht, die dem Kanton vorgibt.
00:10:03: auf Vernehmlassungen und so weiter.
00:10:06: Aber den Austausch, gerade mit der Gemeinspräsidenten finde ich sehr herzlich.
00:10:13: Wenn man ein Problem hat, kann man wirklich jederzeit einer Person anrufen, wo man denkt, oh, er hatte das auch schon.
00:10:22: Ich frage mal eher, wie er das gelöst hat.
00:10:25: als Input und dann kann man sich Gedanken machen, ob ich das so oder sehe es für uns in Gemeinden etwas anders.
00:10:32: Das ist sehr hilfreich.
00:10:45: Klar mit Dägerwielen haben wir auf vielen Ebenen einen Austausch.
00:10:50: Wir haben ja das Trinkwasser von den Dächerwielen, die die Infrastruktur von ihnen gewartet wird.
00:10:58: Dann haben wir noch den Anwasserverband zusammen mit den Dägernwielen.
00:11:04: Und Ärmerdingen ist uns auch sehr wichtig als Nachbargemeinde.
00:11:10: So im Westen und Kreuzlingen ist dann wiederum sehr interessant, auch die Region mit Konstanz zusammen.
00:11:19: Das ist eine Gruppierung, die sich regelmässig trifft und austauscht und zum Teil Projekte initiiert, wo dann auch sogar über diese über den Bund oder über Bundesländer mitfinanziert werden.
00:11:37: Spannend, aber wusste ich so gar nicht.
00:11:42: Was machen die an deiner Arbeit als Gemeindepräsident?
00:11:45: Ganz viel Spaß!
00:11:46: Weil es gibt sicher auch Dinge wie in jedem Job, das man nicht so gerne macht.
00:11:49: Aber was ist etwas, wo du sagst, dass ich das einfach unglaublich gerne
00:11:54: mache?
00:11:54: Ich glaube am liebsten mache ich mir Gedanken, wie könnte man gut Liebe nachher geselliger machen?
00:12:03: Wo sehe ich die Potenziale, in der man es verbessern oder etwas anpassen könnte?
00:12:11: Die Zeit bleibt ja nicht stehen.
00:12:14: Wir haben immer mehr ein Thema, das mit dem E-Bike-Boom wird das Velofahren für noch viel mehr Personen interessant.
00:12:25: Das hat natürlich auch eine Gehirnseite, dass auf jeden Platz jede Strasse und Gasse fährt.
00:12:33: Ich kenne natürlich das Problem.
00:12:34: Ich stelle mein Wille auch irgendwo vor die Tür her.
00:12:39: Aber wenn das eine macht, ist es eine.
00:12:41: Wenn ein ganze Gruppe kommt, dann hast du dann eine Portion Willen, mit der man Zeit auch etwas Gedanken machen muss.
00:12:49: Könnte man das besser ordnen?
00:12:53: Ist das akzeptabel?
00:12:54: Wie seht ihr im Grunde aufs Haar durch in einer ... beschränkte Zeit, aber einfach die Balance zu finden und neue Impulse wahrzunehmen und auf gemeindesibene Anpassungen zu initiieren.
00:13:12: Und das kommt mir natürlich in die Zeit, dass Projektleiter schon etwas entgegen ist.
00:13:18: Eben ein Problem zu erkennen, überlegen wie ich es löse oder wie ich sie will und dann so nach dem Projekt anfangen.
00:13:28: mit planen und überlegen.
00:13:31: Das kann ich relativ einfach.
00:13:34: Das belastet mich auch nicht wahnsinnig.
00:13:37: Höchstens, dass man sich gut geduld fehlt oder auf Gemeinsäbene muss ja immer das natürlich korrekt aufgeleisen.
00:13:47: Es braucht in den meisten Sinne die Information der Bevölkerung oder vielleicht ein Baugesucht.
00:13:53: Das ist mir nicht einfach so allgemein zu lusten!
00:13:56: Am nächsten Tag ist es dann so.
00:13:58: Ich brauche etwas Geduld, das muss mich gewöhnen.
00:14:02: Aber das mache ich relativ gerne und zufällt mir auch einfach.
00:14:07: Und dann gibt es andere Sachen, die man nicht so leicht fällt oder ich mir überlege.
00:14:14: Auf der einen Seite mag ich, dass sich der Leute recht macht, damit sie mit meiner Arbeit zufrieden sind aber das muss man auch irgendwie merken.
00:14:25: okay Das hat seine Grenzen, also irgendwo, wo wir auch ein bisschen einstecken können.
00:14:30: Ich schaue sicher nicht mehr.
00:14:32: Am Abend um neun in Melsingen mache ich nichts.
00:14:35: Weil wenn dort der blöde Mehl drin ist, dann schlafen sie einfach nicht.
00:14:41: Und da muss man einfach etwas distanzieren.
00:14:43: Aber das sind Sachen, die wahrscheinlich jede... Person kennt.
00:14:49: Und so wie du dieses Thema Mobilität ansprichst, gibt es noch einen Bereich, wo du sagst, da machst du dir intensiv Gedanken, was dir noch am Herzen liegt neben so einem Thema?
00:14:59: Gibt's da noch etwas?
00:15:01: Ja das ist sicher Autoverkehr und Park.
00:15:05: Ich muss ganz ehrlich sagen dass ich mich hier sowohl fühle in Gottliebe hätte damit zu tun, dass wir keinen Durchgangsstraß haben.
00:15:16: Trotzdem ist es ein Thema, das mich immer beschäftigt und scheinbar alle Beschäftigten hier in Gott leben.
00:15:22: Ich will da niemanden zunächt retten aber ich finde es natürlich schön, man würde vor dem Dorf parkieren und unseres Dorfs.
00:15:34: Das ist ja ein charmantes Dorf, wo Dicht ist, wo Klein ist, in fünf Minuten von einem Ende ins andere Ende läuft dass die Leute das viel mehr entdecken würden zu Fuss.
00:15:48: Und eben durch das dann auch Gespräche suchen oder kleine Läder entdeckten, die wir haben.
00:15:57: Aber es ist wahrscheinlich ein bisschen eine Utopie.
00:16:01: Oder ich muss einfach aushalten bis der Schmerz von der Bevölkerung so gross ist, dass sie sagt, hör mir auf!
00:16:11: Jetzt müssen wir uns etwas anderes überlegen.
00:16:13: Es ist komplex.
00:16:16: Ich glaube, das komplexeste Thema gibt es überhaupt im Gottlieben, wie wir keinen Raum haben.
00:16:22: Wir haben einen Parkplatz in Grosse, der uns erstens nicht gehört und zweitens nicht auf unserem Boden ist.
00:16:30: Dieser Punkt beschränkt die Möglichkeiten von Lösungen.
00:16:44: Wir sind jetzt natürlich in einer Zeit, an der Gottliebe zum Teil etwas neu erfunden wird.
00:16:53: neue Schloss-Eigentümer, die sehr sympathisch ist und auch neue Inputs in das Dorf bringen.
00:17:02: Wir müssen jetzt im Grunde auch bautechnisch oder als Gestaltungsplan eine Art Wie muss integriert werden?
00:17:10: Wie können wir das mit unserem anderen Dorf verbinden?
00:17:14: Es war zwar schon immer hier, aber es ist ja jetzt wie eine neue Situation.
00:17:19: Sie stellen sich heute bis vor, was sie gerne verwirklichen will.
00:17:23: Wie können die beiden Strömungen zusammenführen?
00:17:28: Dass es schönes Ganze wird draus.
00:17:31: Und dann haben wir natürlich die schlafende Gastronomie.
00:17:35: Der Vorteil ist, dass man im Moment ein Parkplatz hat.
00:17:38: Ein grosser, wo man bei Wirtschaften unterhalten kann und die Leute die Möglichkeit haben, ihr Auto abzustellen.
00:17:46: Aber eben ... Ein sehr wach, aus dem Don Röschen schlafen.
00:17:52: Wo man nicht genau weiss, wo stimm ich in fünf oder zehn Jahre?
00:17:57: Und das ist natürlich auch für mich in diesem Bezug wieder extrem spannend.
00:18:04: Du hast es gerade angesprochen, Pono mit dem Schloss Gottlieben.
00:18:08: Das ist ja ein historisches Juwel, was Gott lieben hat und ... Durch die neuen Eigentümer erfährt natürlich auch dieses Schloss eine ganz andere Dynamik, eine ganz anderes Stärke und ein ganz anderes Miteinander.
00:18:22: Das öffnen, das bewirkt natürlich auch vieles kommen.
00:18:26: Auch dadurch nochmal Menschen von außerhalb.
00:18:29: Und ich finde, obwohl Gottlieben so klein ist – es ist halt Wahnsinn!
00:18:34: Es hat zwei große Bootswerften.
00:18:36: Gottliebe hat die Hüppenbäckerei Das Bodmannhaus, ehemalige Wohnhaus des Dichters Emanuel von Bodmann mit ganz viel Literatur übers Jahr hinweg.
00:18:46: Wir haben Kunst im Ort wir haben Handwerk, wir haben Dienstleistungsgewerbe, Cafes, Hotelrestauration.
00:18:54: das ist ja für so ein kleines Dorf sehr außergewöhnlich und da finde ich Da ist es klar, dass auch Menschen von außerhalb kommen in dieses entzückende Dorf und dass man dann versucht natürlich die Balance zu finden für das etwas ruhigere Dorf was ich vielleicht der eine oder andere wünsche.
00:19:14: Und auf der anderen Seite auch die Möglichkeit hat, dass das Dorf belebt ist und funktioniert.
00:19:19: Das ist nicht immer einfach, das ist klar und braucht glaube ich ein ganz gutes Fingerspitzengefühl – das was du auch sagst!
00:19:28: Das ist ja die Schönheit von Gottlieb.
00:19:32: Es hat eine dichte Zeit, in der viele Gäste kommen, was ich auch wirklich sehr schön finde und den letzten Winter, wo dann ganz still ist, wo die Bevölkerung für sich hat, wo ich auch sehr schön find, was wir in den letzten Jahren eigentlich durch die Einwohner verhindern, durch die Fans feiern, dass man gesellschaftlich sich trotzdem begegnen konnte, obwohl es ... kalt ist für uns und du hast schon recht.
00:20:00: Wir haben das Gewerb, also die Wärfte, wo die Leute herfahren am Morgen, am Abend wieder zurück.
00:20:08: Und dann nehmen wir die Hüppenwegerei, die halt Anlieferungen gebraucht hat, Arbeiterinnen und Arbeiter, die dort herkommen und am Abend weiter zurück.
00:20:18: Das ist alles im Grunde noch etwas, was man nicht einfach auflösen kann – es ist halt so!
00:20:26: Und da muss man wie ein bisschen akzeptieren.
00:20:29: Darum muss man auch etwas sehen ... Durch die Jahre, in denen ich jetzt in Gott lebe bin, sehe ich schon im Dorf Kern.
00:20:37: Ich glaube, wer wahrscheinlich anders möglich ist?
00:20:40: Aber Ländlis Strasse-Espelstrasse ist natürlich eine Straße, die befahren wird, damit die Leute hindern können und wieder führen können.
00:20:51: Das wird immer so sein, sonst müssen wir ... Schattel zu einführen, was aber auch Verkehr bedingt.
00:21:00: Die Leute wollen ihre Sachen mit einem Wegeleit zur Werft fahren und dann auf ihren Schiff laden.
00:21:09: Und dort muss ich sagen... Dort haben wir das Problem vom Parkplatz nicht.
00:21:13: Die Werften haben eigentlich ein Konzept, der gut funktioniert.
00:21:17: Also die Krügerwerfte hat nur den Parkplatz voraus.
00:21:23: Hat ja nachher kein Schiff mehr in den Werft-Hallen.
00:21:26: Dann können Ihre Gäste dorthin parkieren, das funktioniert eigentlich gut.
00:21:30: Das ist vom Parken her nicht belastig, sondern eher einfach, dass sie hererfahren und wieder zurück.
00:21:38: Aber mir beschäftigt es uns eh in einer Gäst, die irgendwo parkiert und immer dort, wo es gerade etwas unternimmt.
00:21:47: Obwohl Sie spazieren können, denke ich könnte auch ... dass es bei uns nicht so eine Rolle spielen kann.
00:21:54: Aber das muss ich zum Teil den Leuten überlassen.
00:21:58: Ich kann sie animieren und probieren, immer mehr mit Hinweis oder Banner die Leute einzuladen in unser Dorf zu Fussentdecken, was sehr schön ist natürlich.
00:22:23: Wenn man früh unterwegs ist und Gott lieben, vorne an der Uferpromenade ... Dann sieht man dich manchmal in der Früh auf dem Rhein rudern.
00:22:31: Ist das so was, wo du auch ein bisschen abschalten kannst?
00:22:35: Was für dich so einen Ausgleich darstellt, dass Rudern da in der Frühe aufm Rhein?
00:22:42: Ja... Also es ist einer von den Gründen wieso ich Gott lieben bin und es ist schon so, also ich rudere ja mittlerweile vielleicht Zeit fünf oder sechs Jahre mit einem Skiff.
00:22:59: Ein Skiff heisst ein Einer, da bin ich alleine oben vom Wasser.
00:23:04: Das Boot ist wackelig Man kann schnell kentren.
00:23:08: Ich bin jemanden, der nicht gerne schwimmt.
00:23:10: Also ich will über den oberhalbem Wasser bleiben Und dieser Punkt ruht er eigentlich das ganze Jahr und durch das er sich natürlich auch weiss jetzt darfst du einfach nicht kentern hilft mir, mich wirklich zu fokussieren aufs Hier und Jetzt.
00:23:31: Es ist schon so, es ist für mich eine Art wie eine Form von Meditation.
00:23:37: Es erfordert eine solche höhere Konzentration und auch ein gewisses Sicherheitsbewusstsein, dass man schaut, wenn man sieht, sind die Tollen wirklich zu.
00:23:48: Und dann genieße ich diese Zeit enorm.
00:23:51: Viel schöner ist natürlich, wenn etwas mehr Wasser gibt.
00:23:55: Hinten geht es gerade über das Feld.
00:23:57: Ja, richtig riechen auch.
00:23:59: Ich finde es einfach ein wunderschöner Sport.
00:24:01: Es ist wie eine Zähne, dass man einen Bewegungsablauf immer trainiert und versucht zu optimieren.
00:24:08: Das hört nach zwanzig oder dreißig Jahren nie auf.
00:24:12: Und das ist die Faszination
00:24:14: an diesem Sport.
00:24:15: Es ist ein Flow, du kommst dann in den Flow.
00:24:17: Du bist wie gesagt nur du das Wasser und dein
00:24:21: Porto die Natur.
00:24:22: Und was immer wunderschön ist, wenn du so das Schwein gehörst, ich sehe es ja nicht, ich gehöre es nur.
00:24:32: Dann überleischt er immer, wie sind sie eigentlich genug?
00:24:38: Oder wie knapp wird es?
00:24:39: Das ist schon ein wunderbares Erlebnis.
00:24:41: Wenn so eine Formation schwänkelt von hinten und dann so knapp über dich fliegt, das ist ...
00:24:50: Wo erlebt man das?
00:24:51: Wo erlebt man das?
00:24:52: ja?
00:24:54: Du hast es schon angesprochen, das würde mich aber noch mal interessieren.
00:24:57: Ich weiss es ein bisschen von Eve und deiner Frau.
00:25:01: Wie bist du überhaupt nach Gott liegen gekommen?
00:25:03: Da muss ich vielleicht etwas ausholen, nicht zu lange.
00:25:06: Einfach so ... Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen.
00:25:09: Auf einem kleinen Dorf, wo jeder gewusst hat, aha!
00:25:13: Das ist der Sohn des Scherrers oder so in diesem Sinn.
00:25:17: Und wenn man jung ist, kann das lastig sein.
00:25:20: Aber mit gewissen Alten findet man das wieder schön.
00:25:24: Dass wir die Leute kennen, die wir begegneten und ausduschen können.
00:25:29: Und meine Frau Thief ließ sie mir gerne.
00:25:34: Wir haben eigentlich unseren Sohn in der Stadt Zürich, wo wir vielleicht auch noch ein bisschen gross zogen, zu Mitte in der Stadtsüri.
00:25:42: Sie hat gerne geliesst.
00:25:43: Sie wollte ihre Werkstoffe im Grunde auf den Meer nehmen ... Er stand meistens auf dem Martini-Mert in der Weihnachtszeit bei Giovanna Frey, wo ja hier ein Wohlerlederli hat.
00:25:58: Jetzt geht es weiter an Christina und Oliver.
00:26:03: Sie konnte nirgendwo nicht mehr auf den Meer kommen und sagte, wenn du Materialbrusten musst, dann kommst du halt auf Gott, liebe ich.
00:26:11: Und tief ... Hat er wirklich den Weg auf Gottliebe auf sich genommen?
00:26:15: Es hat am Anfang natürlich nicht gewusst, wie der Meckern von der Schweiz das Gottlieber ist.
00:26:21: Und dann kommt da her und es hat ein bisschen das Herz auf die Zunge.
00:26:25: Er fand immer gerade spontan, wow!
00:26:29: Da könnte ich leben.
00:26:31: Sonst sagte sie immer aus Zürich, weil ich nie rauskomme.
00:26:35: Ich war aber schon lange in Ostschweiz tätig als Projektleiter.
00:26:39: Also bin einfach durch die Wochen in Osten gefahren und nachher wieder zurück.
00:26:45: Dann hat sich Giovanna gesagt, wenn eine Wohnung frei wird, muss man einen Tipp geben.
00:26:52: Und dann ist es vielleicht zwei bis drei Jahre gegangen, dann war mal ein Karten da.
00:26:58: Diese Wohnung ist zu vermieden.
00:27:00: Es war die Wohnung bei Giovanna oben innen.
00:27:03: Ich träumte mehr von einem Wohnatelier.
00:27:07: Löhme-Schwill, Hackenschwill ... Ich habe mir jetzt nicht gerade so ein Konzept gepasst.
00:27:13: Und dann hat der Tief einfach gefunden, ja komm mal schauen.
00:27:17: Dann sind wir eben am Sonntagmorgen nach Hause und haben die Wohnung angeschaut.
00:27:22: Die hat mir so spontan eigentlich gefallen.
00:27:25: Es ist einfach ... Als ich aus dem Feisten geschaut habe, siehst du natürlich eine Serie.
00:27:30: Dann ruht er jetzt vorbei und hat mich gedacht... Ah so!
00:27:36: Das musst du jetzt einfach mal ausprobieren.
00:27:38: für fünf Monate oder ein Jahr ist.
00:27:41: Das ist Luxus pur, also was willst du mir?
00:27:45: Und ich habe dann zugesagt und war weiterhin in Zürich geblieben.
00:27:49: Ich habe auch wieder eine Stunde Weg auf mich genommen mit dem Zug zu arbeiten.
00:27:56: Aber der Erholungswert, den ich in Gottliebe schnell gemerkt habe, ist enorm gross.
00:28:01: Also das hat sich ausgezahlt nach und nach.
00:28:06: Trinkschensfeins... Bier mit ein paar Chips am dunstigen Abend beim See.
00:28:13: Ich habe direkt am Serien und dachte, wo bin ich jetzt da genau?
00:28:17: Bin ich jetzt daheim oder bin ich in der Ferie?
00:28:20: Also ist es mega!
00:28:23: Und das ist auch der Grund dafür, dass mich so enorm hineingenommen hat.
00:28:29: Ich glaube, ich habe immer einen Ohr gesucht, den ich mich wohlfiel.
00:28:34: Und im Grunde habe ich wahrscheinlich das kleine wieder, das überschaubare wieder gesucht.
00:28:38: Und verbunden mit Möglichkeit zum Ruderen und keine Durchgangsstraße aus dem Dorf.
00:28:46: Das war dann für mich so wie der Fakt, den ich sagte.
00:28:50: Also besser kannst
00:28:52: du es gar nicht haben!
00:28:53: Ja, ja... So ist es.
00:29:03: Du hast das eigentlich vorher schon angesprochen?
00:29:04: Du hast dieses Amt als Gemeindepräsident auch übernommen weil du gesagt hast, warum
00:29:09: nicht?!
00:29:09: Ich war vorher ja schon in der Gemeinde unterwegs.
00:29:12: Also du hast viele Ämter begleitet, ganz viel gemacht und dich ganz viel eingebracht.
00:29:16: Insofern lag sie auch auf der Hand.
00:29:18: aber es hat schon mit Gott lieben zu tun.
00:29:20: also korrigier mich weil du gesagt hast das ist ja auch das kleine das überschaubare.
00:29:25: hättest du auch Lust gehabt Gemeindepräsidentin irgendeiner anderen Gemeinde zu werden wenn du jetzt nicht in Gottlieben wohnen würdest?
00:29:32: oder hat's schon wirklich viel auch mit Gottliebem zu tun.
00:29:36: Also einer sieht natürlich wie ein weil es mir wert ist, mich zu engagieren.
00:29:41: Ich liebe Gottlieben selber so!
00:29:44: Ich liebe Gottliebe!
00:29:46: Ich habe zwar schon eine Art Horizontalkarriere gemacht in meinem Leben aber eigentlich ... ich habe nie ein Geschäft geführt.
00:29:56: Ich war auch nicht Chef, ich war Projektleiter und ich traute mir das andere auch nicht zu.
00:30:03: Also wenn ich mich als Kind zurückblickend sehe Was ich mich hier betreut habe und was nicht, dann muss ich sagen bin ich für meine Verhältnisse weit gekommen.
00:30:16: Und das traue ich mir zu.
00:30:18: Mehr trauere ich mir eigentlich nicht mehr zu.
00:30:20: Sagen
00:30:21: wir mal so.
00:30:22: Ja?
00:30:23: Hier bist du halt Praxisnah!
00:30:24: Du siehst es, du bist im Dorf unterwegs und kannst du dir's auch gleich danach mal anschauen.
00:30:29: In der großen Gemeinde in einer Stadt hast du vielmehr am Schreibtisch zu organisieren wie das hier der Fall ist.
00:30:36: Und ich glaube, es hat schon einen Charme, gebe ich dir recht.
00:30:40: Das finde auch ich.
00:30:42: Wenn man jemand ist, der gern mit anpackt und gerne eine Lösung sucht, dann ist das prädestiniert.
00:30:47: Ja, da machst du Ortsplanung?
00:30:50: Und nach den Sitzungen nimmst du die Motto-Sage in die Hand, weil du weißt, der Ast muss dort noch weg.
00:30:57: Für mich eben so eine runde Sache.
00:30:58: Es braucht ... Der Handwerkenschärer, der Gemeinsprissischärer Und es braucht vielleicht auch ab und zu eine Erkenntnis vom Einwohnerverein Schärer.
00:31:12: Das Ganze macht es unmöglich, dass das nicht schlecht funktioniert.
00:31:18: Für was würdest du in deinem Leben gerne generell mehr Zeit
00:31:22: haben?
00:31:23: Ich habe unter anderem ja auch das Werksiminar gemacht – also die dreijährige Werklehrerausbildung Und dort habe ich mich im Grunde genommen wie an einem Vorgängigen.
00:31:34: Ich bin auch Silverschmied, also Kunsthandwerker und eigentlich habe ich immer gedacht, dass ich gegen stärkerechte Kunst gehe.
00:31:43: Nicht abgefahren in der Kunst.
00:31:45: Ich brauche dort eine gewisse Funktionalität, die mich fasziniert.
00:31:53: Aber das ist etwas, was noch nicht ganz abgeschlossen ist.
00:31:56: Und es könnte sein, dass mir irgendwann langweilig wird, dass das so ein bisschen aufgelobt.
00:32:04: Es ist nicht auszuschliessen und es ist schon etwas, das ich sehr gerne mache.
00:32:09: Also verweilen im Material und anschauen, denken, nein, es muss anders sein... Nicht abstrakte Kunst in diesem Sinn.
00:32:19: Es muss wie so etwas handfest haben, aber das ist schon etwas, was ich sehr gerne
00:32:24: mache.
00:32:25: Ich glaube es wissen ja auch viele nicht.
00:32:26: Du arbeitest als Projektleiter im Metallverarbeitungsunternehmen?
00:32:31: Ja genau, mit einem Metallbau, aber sehr breit aufgestellt.
00:32:35: Man macht auch viel Kunst am Baugeschichten oder arbeitet mit anderen Betriebs zusammen, die auch richtig Kunst gehen.
00:32:43: Aber nicht nur vom ... Konventionelle Balkone oder Liftturm, Gländer.
00:32:49: Irgendwelche Aufgabe am Ladenbau ist für uns ein wichtiger Bereich wo wir viel machen vom bolierten Krohungsstall über Missing mit alle allen Facetten sozusagen.
00:32:59: Spannend?
00:33:00: Ja, spannend!
00:33:01: Und das natürlich super spannend, das wusste ich zum Beispiel auch nicht dass du da in diesem Kunsthandwerk Freude hast.
00:33:07: und da bin ich sehr gespannt wo dich das noch hinführt, weil auch wenn du jetzt gerade ersten Jahr knapp im Amt bist und das hoffentlich noch lange machst, in auch ne Zeit danach.
00:33:18: Und vielleicht ist das auch nochmal was, was dich beim Älter werden begleitet wird mich freuen, ja?
00:33:23: Ja.
00:33:25: Puno wir sind so irgendwie schon am Ende und ganz am Schluss gehe ich eigentlich immerhin und beginne einen Satz und würd dich bitten den Satz spontan zu vervollständigen.
00:33:40: Wollen wir das mal machen?
00:33:41: Ja, probieren wir.
00:33:44: Das Wichtigste für mich am Ende des Tages ist
00:33:48: ... Am schönsten ist es, wenn ich das Gefühl habe, heute konnte ich etwas erreichen.
00:33:58: Also nicht nur geduldig.
00:33:59: Es kann eine Arbeit sein aber auch ein Gedankezent führen sein.
00:34:12: Lieber Bruno!
00:34:13: Vielen Dank, dass du heute mein Gast warst.
00:34:16: Vielen Dank fürs Einblicke geben in deiner Arbeit als Gemeindepräsident, über Gott lieben und über dich als Mensch.
00:34:26: Ich fand es ein ganz sympathisches Gespräch extrem spannend inspirierend hat große Freude gemacht.
00:34:33: vielen Dank dass du da
00:34:34: warst.
00:34:38: Danke allen die meinen Podcast Wachs & Gäste hören weiter empfehlen Ganz viel teilen und natürlich sehr gerne auch abonnieren.
00:34:48: Vielen Dank dafür!
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