Dominik Gügel - Museumsdirektor
Shownotes
Dominik Gügel - Direktor Napoleonmuseum Thurgau, Schloss & Park Arenenberg.
Ein Ort voller Geschichte, verbunden mit einer Familie, die Europa geprägt hat.
Was hat Napoleon mit dem Arenenberg zu tun und warum ist dieser Ort bis heute so faszinierend?
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00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wachs & Gäste.
00:00:23: Eine atemberaumte Aussicht auf den See rein und den Untersee, eine wunderschöne Parkanlage mit Fontänen, kleinen Grotten, verwunschenen Winkeln, einem fantastischen Baumbestand, dem Blick auf die Rehpänge – all das entführt einen in eine Welt und ein anderes Jahrhundert!
00:00:43: ein Jahrhundert voller Kultur, Geschichte, Kunst und Internationalität.
00:00:50: Ich finde man kann mit Fug und Recht behaupten dass der Arenenberg das schönste Schloss am Bodensee ist!
00:00:58: Und hier komme ich zum Schlossmuseum und damit zu meinem heutigen Gast Dominik Gügel Direktor des Napoleon Museums.
00:01:06: Turgau Schloss & Park Arenenberg.
00:01:09: Lieber Herr Gügel Herzlich willkommen und schön, dass Sie heute mein Gast
00:01:13: sind.
00:01:14: Liebe Frau Wachs!
00:01:15: Der Dank liegt ganz auf meiner Seite.
00:01:18: Ich freue mich, dass wir eine gemütliche Plauderstunde miteinander verbringen
00:01:23: können.
00:01:23: So ist es... Herr Gügel, wie wird man Museumsdirektor eines so geschichtsträchtigen Ortes?
00:01:33: Ja ... Wie wird man museumstirektor vom Arenendauk?
00:01:38: war im Jahr, jetzt müsste ich überlegen.
00:01:41: Wahrscheinlich war es schon in dem Jahr die Stelle des stellvertretenden Konservatores, wie es damals hieß ausgeschrieben, der eigentlich mehr mit Verwaltung zu tun hat.
00:01:54: und dann begann das übliche Ausbauverfahren, wie man es mehr oder minder heute auch noch kennt.
00:02:02: Und ich hatte dann Glück dass die Wahl auf mich gefallen ist habe ich mich oben erstmal etwas einarbeiten können und dürfen.
00:02:12: Und mein Vorgänger hat dann im ersten oder zum ersten Zwei-Tausend den Arrehenberg verlassen mit dem Resultat, dass ich dann erst mal paar Sachen aufarbeiten musste und dann in die Position übernommen
00:02:29: wurde.".
00:02:31: Das heißt Museumsdirektor eines so geschichtsträchtigen Ortes.
00:02:36: Ich gehe mal davon aus, dass sie historisch sehr gut bewandt sind.
00:02:41: Na ja gut also von Hausaus bin ich tatsächlich Historiker.
00:02:45: das heißt ich habe nach dem Abitur in Konstanz zunächst einmal eine dreijährige Offiziersausbildung bei der Bundeswehr gemacht hab dann Geschichte und Politik in Konstantz studiert hat mich schon sehr früh mit Kultur-Tourismus beschäftigt also in Konstants die Stadtführungen entsprechend mit aufgebaut Parallel dazu ein Aufbaustudium für Kunstgeschichte und Archäologie des Mittelalters in Zürich gemacht.
00:03:11: Insofern gesehen bringe ich da natürlich, wenn Sie sowohl einen Rucksack aus mit zweirelei Dingen gefüllt sind auf der einen Seite die starke Beziehung zum Tourismus, auf der anderen Seite eben dann auch in die Geschichte, in die Kunstgeschicht entsprechend nach herein was sehr hilfreich ist weil sie können ein Haus eigentlich nicht führen ohne diesen Hintergrund.
00:03:35: Wobei ich da dann allen, die jetzt hoffnungsvoll aufhorchen gleich schon etwas ... Ich sag mal, bitteren Likör in das Wasser reingießen muss?
00:03:48: Nein!
00:03:48: Es ist nicht so wie man immer meint und wie man ja auch ab und zu in Porträts von Kolleginnen und Kollegen die große Häuser führen sieht dass also ein Museumsdirektor morgens in sein Haus geht und sich guten Morgen her Direktor begrüßen lässt, dann eine Vitrine aufschließt und ein erlesenes Glas zum Beispiel anschaut.
00:04:10: Und es dann wieder einschliesst?
00:04:11: Nein so ist ganz und gar nicht.
00:04:13: im Gegenteil.
00:04:14: Man darf das nicht unterschätzen.
00:04:15: da ist unheimlich viel administrativer Arbeit entsprechend mit dabei.
00:04:20: Das was das Studium eigentlich heute erwarten lassen, sprich das auseinandersetzen mit der Geschichte.
00:04:30: Da komme ich in meiner normalen Arbeitszeit wenn es gut geht zu zehn Prozent dazu, dass was ich ansonsten farsche, das mache ich alles außerhalb der Arbeitszeit.
00:04:40: Das klingt jetzt grauenhaft.
00:04:41: Ich will mich auch nicht selber loben.
00:04:43: Es ist Berufung im ersten Sinne des Wortes.
00:04:47: Sprich also einfach Beruf und Hobby dann miteinander.
00:04:51: Aber noch mal, man darf diesen Beruf des Museumsdirektors nicht in einem herendlich dastehen lassen.
00:04:57: Das ist oftmals nichts anderes als ganz druckende administrative Marketingarbeit wenn sie so wollen.
00:05:13: Weil wir gerade oder weil Sie gerade das Stichwort geben Marketingarbeit.
00:05:16: also ich meine dass Gästeburer Renenberg's das ließt sich ja wie das Hub des Hubs, des XIX Jahrhundertes.
00:05:22: Also da war er eine Elite.
00:05:24: Ich sage jetzt mal da oben Wie Sie auch gesagt haben am Start Was sind denn heute so die Besuchergruppen, die den Arenenberg besuchen?
00:05:32: Naja wir haben wie alle Museen im Augenblick mit einer Umbruchssituation zu kämpfen.
00:05:40: Wir verlieren natürlich auch ganz stark Besucher.
00:05:46: Die heutigen Besucher-Gruppen setzen sich zusammen zu ca.
00:05:52: achtzig Prozent aus Gästen, die in der Region sind.
00:05:56: Ich sage da immer etwas nicht abschätzig der Gemeinde Bodenseet-Tourist dazu.
00:06:02: Dann haben wir natürlich Überzeugungstäter, die tatsächlich im Rahmen einer polonischen Geschichte hochkommen und was wir nicht vergessen dürfen – weil es ja ein weiteres Standbein vom Arenenberg ist seit circa in dem Jahr eight das wir diese wunderschöne Parkanlage haben, die wir dank unserer Stiftung unseres Freundeskreises Ah ja, wieder in den Originalzustand haben zurückführen können.
00:06:30: Und diesen Gartentourismus darf man natürlich nicht unterschätzen.
00:06:33: Den können wir und das macht es ein bisschen schwierig... ...nicht messen weil bei uns oben im Vergleich zur Mainau oder zu Salem ist ja im Prinzip alles offen.
00:06:45: Das heißt die Gäste kommen und gehen und deshalb kann ich wie nicht richtig quantifizieren Aber die machen sicherlich einen großen Teil entsprechend nachher aus.
00:06:56: Wenn Sie es von den Nationen her sehen, ganz klar an erster Stelle – das hängt so ein bisschen am Bodensetourismus auch dran – stehen die Deutschen gefolgt von den Schweizern und von den Franzosen.
00:07:13: Dann kommen die Englischsprachigen, wobei ich da tatsächlich auch nicht differenzieren kann.
00:07:19: Sind es jetzt US-Amerikaner oder engländer?
00:07:25: Und dann kommen aber weit abgeschlagen Italiener was interessant ist wenn sie sich jetzt wiederum vergleichen mit der Maina beispielsweise, die ja ähnlich von der Garten Situation gestrickt ist und auch im Tourismus in Konstanz selber in Kreuzlingen.
00:07:40: auch Da haben Sie unheimlich viele Italienern Und die haben uns irgendwie noch nicht entdeckt, obwohl eine polianische Geschichte ja ganz eng auch mit italienischer Geschichte zusammenhängt.
00:07:51: Wir müssen beabwarten was die Zukunft bringt.
00:07:53: aber das wäre so ganz grob die Struktur.
00:07:55: Okay okay und da fällt mir natürlich dann auch immer die junge Generation ein also junge Generation Geschichte.
00:08:05: Wie gelingt es Ihnen und Ihrem Team, dass diese Geschichte von Napoleon und der Familie Bonaparte eben auch so einer jungen Generation interessant serviert wird?
00:08:17: Ist da auch KI so ein Thema, das Sie zumindest mal im Kopf erwägen?
00:08:24: oder wie gehen sie davor.
00:08:26: Ja ich meine wir sind hier ganz stark in der Umbruchssituation drin.
00:08:32: Diese Umbruchssituation zieht sich aber, jetzt werden sie natürlich schmunzeln.
00:08:37: Wenn Sie so wollen seit meiner Schulzeit... ...durch!
00:08:41: Ich kann mich gut erinnern ich bin in Konstanz Großgården habe dort meine Schulzeit erlebt.
00:08:46: wir waren mindestens drei Mal in meiner Schulzeiten auf dem Arienenberg.
00:08:50: Wie ich oben angefangen hab waren Schulklassen noch ein Thema.
00:08:55: mittlerweile sind Schulkassen praktisch kein Thema mehr.
00:08:59: Sie nehmen stetig ab, was übrigens nicht nur mir so geht.
00:09:02: Sondern mein Kollege Hannes Geißer vom Naturmuseum, die eigentlich immer Schulglassen ohne Ende hatten, sagt das Gleiche.
00:09:11: Selbst das Naturmuseum des innerstädtischen Frauenfeld liegt hat abnehmenden Schülerzahnen.
00:09:17: Gut jetzt stellt sich natürlich die Frage, die sie zurechtgestellt haben wie antworten wir da drauf?
00:09:24: Wir haben auf der einen Seite ein spezielles Kinderprogramm, wo wir spielerisch auf sowohl die jungen Mädchen wie auch die Jungs entsprechend zugehen.
00:09:36: Das heißt dass man die Möglichkeit hat sich in die Kostüme der Kaiserzeit nachher zu begeben und so Durchschluss durchzugehen.
00:09:46: Die Kolleginnen von mir, die das machen hoch ambitioniert, wir gehen auch immer wieder auf das Kreuzlinger Konstanzer Kinderfest und machen es dort.
00:09:57: Das ist so der erste Ansatz wo wir tatsächlich versuchen auch diese Hemmschwelle zum Museum nachher zu nehmen Und es ist herrlich zu beobachten.
00:10:06: Wie schon gesagt, das gilt auch wenn wir rausgehen damit.
00:10:09: Irgendwie sind wir alle – man verzeiht mir jetzt den Ausdruck doch – kleine Monarchisten.
00:10:14: irgendwo steckt die Prinzessin und der Prinz in uns allen irgendwie drin!
00:10:19: Wenn's an den Märchen hängt.
00:10:21: ich kanns Ihnen nicht hundertprozentig sagen Auch herrlich, wenn am Anfang eher noch so ein bisschen Respekt herrscht.
00:10:29: Wenn Familien kommen jetzt unabhängig von unserem Kinderprogramm und die Kinder dann uns so richtig mitwollen.
00:10:35: Dann haben wir spezielle Schüchen – das sind dann die Prinzessinnen- und Prinzenschüchen!
00:10:40: Und spätestens bei denen ist dann das Eis gebrochen.
00:10:44: Das ist im Prinzip jetzt Ansatz Nummer eins.
00:10:47: Ansatz Nr.
00:10:48: zwei ist, wir müssen mit der Zeit gehen.
00:10:52: Da gibt es verschiedene Überlegungen, mit denen wir uns auseinandersetzen.
00:10:57: Für mich ein absolutes Tabu auch wenn das immer wieder mal in die Diskussion kommt ist das bestehende Napoleon Museum also eigentlich das Haupthaus oder das Palais vom Schloss Arenenberg der Technik zu opfern.
00:11:22: Das kommt für mich persönlich und auch für meine Kollegin für die VEGLE nicht infrage.
00:11:27: aber gunst der Stunde die Technik entwickelt sich ja so rasend schnell dass es heute tatsächlich ja schon Modelle gibt, in dem Sie sagen wir lassen den Raum bestehen wie er ist und sie gehen dann mit ihrem Handy oder mit Ihrem iPad hin.
00:11:41: Und halten das auf das Parfait von Orteurs meinetwegen und dann kommt Orteuns rausgestiegen und erklärt Ihnen irgendwas.
00:11:49: Das sind die Ansatzpunkte, denen wir uns jetzt immer Stück für Stück annähern.
00:11:56: was als nächster Punkt an und für sich im Raum steht Die Räume von Louis Napoleon im Prinzenflügel, also der Prinz Louis-Napolyon, der hier ja groß wird, wohnt nicht in dem Napolyon Museum drinnen sondern im Prinzentflügel oberhalb von unserem Shop.
00:12:17: Da haben wir im Augenblick noch unsere Verwaltungsräume entsprechend nachher drin.
00:12:22: aber wenn wir das stets erwarten bis in drei vier Jahren dort ausziehen Dann haben wir tatsächlich die Idee, dort ganz stark mit KI auch zu arbeiten.
00:12:34: Im Sinne dessen hat man uns schon mal drüber unterhalten, dass wir ja mit den Autografen der Familie Bonaparte sehr viel arbeiten und diese Autografen, die ja elektronisch verfügbar sind, stellen so etwas wie ein Gehirn der jeweiligen Person dar, die sie geschrieben haben – natürlich immer mit Abstrichen klar.
00:12:58: Aber wir sind gerade auch dabei, das mal zu erarbeiten.
00:13:02: Wir sind jetzt tatsächlich dran die KI damit zu füttern und mal auszuprobieren wie funktioniert es denn eigentlich?
00:13:10: Es geht aber noch nicht so, wie wir uns das vorstellen.
00:13:13: Aber wir müssen ja fünf Jahre von mir was noch ins Land denken.
00:13:17: Dann kann ich vielleicht einen virtuellen Louis Napoleon oder wenn sie auch immer nehmen wollen dann so wie wir zwei uns jetzt gegenüber sitzen fragen Sag mal, Louis.
00:13:28: Wie war denn das jetzt eigentlich mit dem Straßburger Putsch?
00:13:32: Das sind Ansatzpunkte von denen wir uns sehr viel auch versprechen.
00:13:37: Gleichzeitig muss ich natürlich bei diesen Sachen immer etwas kritisch sein.
00:13:43: Die Halbwertszeit, die Sie bei der Technik haben wird immer schneller und das muss irgendjemand finanzieren.
00:13:52: Und das vergisst man natürlich sehr schnell wenn man über den Einsatz von solchen Mitteln spricht, auch mit einem Grund warum Frau Egli und ich und meine Kolleginnen eigentlich im Moment eher noch zurückhaltend sind.
00:14:09: Weil setzt mir mal den Fall voraus wir würden das jetzt finanziert bekommen.
00:14:15: wer zahlt uns in fünf Jahren des Update.
00:14:18: Schauen Sie sich die tolle Ausstellung der Pfahlbauten drüben an sagenhaft.
00:14:23: Weiß noch, wie ich vor fünf Jahren oder sechs Jahren das erste Mal dort war und völlig baffbar war und dachte so sollte man es auch machen.
00:14:30: nach fünf Jahren muss mein lieber Kollege Professor Schöbel musste schon wieder hingehen und das alles modernisieren mit einem riesen finanziellen Aufwand.
00:14:40: Da müssen sie dann schon abwägen.
00:14:42: Absolut.
00:14:44: Gleichzeitig sind natürlich der Kreativität von uns Menschen keine Grenzen gesetzt und es vergeht praktisch keinen Tag, wo ich im Kreis meiner Kolleginnen die für die Vermittlung arbeiten.
00:14:59: Wo wir natürlich zusammen sitzen und sagen, dann lass uns doch mal vielleicht da oder da was Neues versuchen ob wir nicht auf analoge Art und Weise eben das auffangen können.
00:15:12: aber ganz klar auf Zeit und Dauer kommen wir nicht um einen Einsatz von KI rum.
00:15:20: Wenn gleich, ich sage nur in Verbindung mit dem Original.
00:15:26: Das finde ich eben auch das Spannende.
00:15:27: Also ich sehe es genauso wie Sie.
00:15:30: Ich finde ja dieses Original, was man da oben erlebt, dieses Begebare, sich in die Zeit hineingehen.
00:15:38: Das find ich sehr besonders und hat einen absoluten Charme.
00:15:43: Und dann, wie sie sagen ... bestimmten Stellschrauben mit bestimmten Ideen, dann der KI so einen Eintritt zu gewähren.
00:15:53: Das kann ebenfalls hier spannend sein aber irgendwie natürlich nur in dieser Kombination.
00:15:59: Sie betreiben ja auch Forschung und das ist wie sie sagen eigentlich ein großer Teil, ein großer Part auch wenn ihnen dazu wenig Zeit bleibt weil sie auch noch andere Aufgaben haben und ich glaube da sind Partnerschaften und Kooperationen ja extrem wichtig.
00:16:15: Sie sind sicher, so stelle ich mir das vor weltweit vernetzt tauschen sich aus ganz naheliegend natürlich auch mit Konstanz.
00:16:24: auch jetzt glaube ich bei dieser aktuellen Ausstellung mit dem Leiter vom Stadtaschiv Professor Dr.
00:16:29: Jürgen Klöckler.
00:16:30: Wie pflegen sie diese Netzwerke?
00:16:31: Kommt es irgendwie?
00:16:33: Ich meine die waren das neunundzwanzig Jahre Das ist sicher auch gewachsen.
00:16:36: aber wie stellt man sich sowas vor?
00:16:39: Naja, bleiben wir mal nicht zunächst beim Naheliegendern sondern gehen zum anderen Naheliegenden.
00:16:48: Wir sind das Napoleon Museum Arrellenberg und insofern besteht natürlich eine ganze enge Verbindung in die napoleonische Welt rein.
00:16:59: Und auch das darf man nicht unterschätzen aus Sicht des Deutschsprachigen, zuckt man da vielleicht mit der Schulter und sagt, Napoleon, nein und gut Aber wenn sie nach Frankreich und Italien gehen, dann sieht die Welt ganz anders aus.
00:17:13: Da haben Sie tatsächlich ein weltweites Netzwerk von napoleonischen Gesellschaften.
00:17:20: Die fahren das ja Napoleon um einfach nur die größte zu nennen, die für uns natürlich ganz wichtige Ansprechpartner sind.
00:17:27: Gleichzeitig sind wir aber auch für die wiederum ganz wichtige Ansprech-Partner weil wir das einzige Institut sind im deutschsprachigen Raum dass sich mit dieser napoleonischen Exilgeschichte auseinandersetzt.
00:17:41: Das heißt, Sie müssen sich vorstellen die Kolleginnen und Kollegen für die spielen die Bonaparte eigentlich immer nur eine Rolle sobald sie in die napoleonianische Entschuldigung in die französische Geschichte eintreten.
00:17:52: Sobald die im feindlichen Ausland sich aufhalten – also sei es in Italien, sei es entsprechend den deutschsprachigen Ländern, weil damals gibt es ja noch kein Deutschland oder keine Schweiz in dieser Art und Weise.
00:18:04: Sondern auch mal diese verschiedenen Monarchien, die verschiedenen Selbstständigen Kantone
00:18:07: usw.,
00:18:08: usw.
00:18:09: Also daraus ergibt sich an und für sich dieses erste Netzwerk – da sind wir natürlich auch diplomatisch ganz eng mit der französischen Botschaft, mit der deutschen Botschaften österreichern etc.
00:18:19: nachher im Kontakt aus diesem Netzwerk heraus Ergeben sich dann natürlich auch wiederum die Verbindungen in die internationale Forschung rein, sei es nun die Sorbonne oder das Institut de France.
00:18:33: Kontakt nach Kanada, im Kontakt nach Australien runter und jetzt kommen wir so langsam aber sicher wiederum nach unten.
00:18:41: Ja klar sie können den Arenenberg und seine Geschichte nicht singulär sehen.
00:18:47: Sie müssen einfach sehen, dass Grenzen zum damaligen Zeitpunkt keine Rolle spielen und wir kommen ohne diesen Bezugspunkt ins badische Baden-Württembergische heute.
00:18:58: Ins Fahrallbergische, ins österreichische kommen wir gar nicht aus.
00:19:02: Das heißt also das Stadtarchiv Konstanz für uns genauso wichtig wie der Staatsarchiv in Frauenfeld ist, das Generalandesarchiv Karlsruhe, genauso wichtig wie alle anderen Dinge.
00:19:16: Da kommt die Kirchengeschichte mit rein.
00:19:18: Das ist um Konstanz das damals aufgelöst wird.
00:19:21: Dann sind sie in Freiburg drin.
00:19:23: Das Ganze geht eigentlich so weit, dass wir uns mit Außenministeriumsarchiven weltweit beschäftigen.
00:19:30: Warum?
00:19:33: Weil der Arenberg in der Zeit der Bonaparts akribisch von Geheimdienstlern überwacht wird.
00:19:42: Das war uns ein Begriff, weil wir hatten da schon Hinweise drauf und dachten dann am Anfang naja nun gut also die Franzosen ja kann man nachvollziehen.
00:19:52: Weil nicht dass die Bonaparte wieder auf den Brand kommen und so.
00:19:56: Und ich kann mich nur gut erinnern vorher das wird jetzt zu zwanzig Jahre her sein.
00:20:00: Da war ich anlässlich der internationalen Tourismusbörse in Berlin Und habe noch zu meiner Kollegin gesagt, wenn ich schon dort bin, dann gucke ich mal in die Preußischen Außenministeriumsarchive in Dalim glaube ich ist.
00:20:15: Aber da wird schon nichts sein.
00:20:18: und ich fuhr dann von der Messe nach Dalim.
00:20:22: Ich meine es war Dalim, hatte mich natürlich vorher angemeldet wunderschöne Villa.
00:20:27: Ein Kollege dort hörte sich an, was um einen Anliegen ist und meinte dann ja wie viel Zeit ich denn mitgebracht hätte.
00:20:34: in so einem Tag könnte ich mir schon zur.
00:20:37: anderthalb Tage ging dann schon und dann meinte er ja da müssen sie wohl noch mal wiederkommen und zeigte mir dann also eine Reihe von Akten wegen wo die diplomatische Korrespondenz entsprechend drin ist.
00:20:50: und da befinden sich dann Geheimdienstberichte.
00:20:53: und das ganze können Sie jetzt spiegeln Karlsruhe mit Stuttgart, um jetzt mal im Nahbereich zu bleiben.
00:21:00: Mit München?
00:21:01: Dann gehen sie nach Rom in die Vatikanischen Archive.
00:21:04: Dann gehen Sie nach London und ins Kedorsee nach Paris.
00:21:08: Bis hin nach Nordamerika haben sie Spuren von Leuten, die hier an den Bodensee kommen, die den Arenenberg Konstanz Gott lieben nicht vergessen.
00:21:19: Weil ja auch nun Teil der napoleonischen Geschichte den Eugensberg nicht zu vergessen, diese ganzen Schlüsse hier ringsum akribisch überwachen.
00:21:40: Daran sehen Sie was für eine süße Fußarbeit entsprechend dahinter steckt.
00:21:44: das heißt auch da sind wir in dieser Quellenlage drin.
00:21:49: und unser jüngstes Kind in Anführungsstrichen war ja dann vor ein paar Jahren die Ausstellung mit der Mainau zusammen über einen Fürst Estherhasi, Arthonse und den Markhafen von Baden als die Grünen Fürsten.
00:22:01: und dann sitzen sie plötzlich in Ungarn.
00:22:03: Da waren wir zwar noch nicht, aber wahrscheinlich wird man auch in St.
00:22:07: Petersburg fündig werden oder in Moskau, aber da sind die Zeiten im Moment ohnehin etwas schwierig.
00:22:13: Aber ich kann Ihnen sagen, wir haben genügend Material, was wir auch noch bearbeiten müssen und etwas salop ausgedrückt nach folgende Generationen sollen auch noch was übrighaben?
00:22:25: Wenn man das von Ihnen hört... Es ist ja unerschöpflich, was es da gibt.
00:22:31: Und da wäre nämlich auch meine Frage gewesen ... Sie machen übers Jahr hinweg sehr viele verschiedene Ausstellungen.
00:22:37: Das liest man auf der Seite vom Arenenberg.
00:22:39: Diese Ideen für eine Ausstellung?
00:22:43: Für
00:22:43: ein Thema kommt das dann durch diese Recherche und durch die Kontakte, die sie haben.
00:22:50: oder wie funktioniert das?
00:22:51: Also weniger über die Kontakte sind noch tatsächlich über die Forschung selber.
00:22:56: dass man, wenn man sich mit einem Thema auseinandersetzt fällt einem ein.
00:23:02: Dass man sagen könnte Mensch das wäre doch eine ganz tolle Angelegenheit.
00:23:06: die aktuell laufende mit den Augen des Kaisers beziehungsweise was der Kaiser noch sah entstand genau dadurch mein Ziel gerade mich wieder etwas intensiver mit diesen Netzwerken hier in der Region auseinanderzusetzen.
00:23:23: Und dabei fiel mir auf.
00:23:25: Na gut, er kommt ja dann in den letzten Jahren mit seiner Frau und zeigt ihr seine Heimat, die Bodensee-Region.
00:23:35: Dann denkt man halt automatisch nach wie könnte man jetzt eigentlich ... Das wäre doch auch ein tolles Thema.
00:23:40: Dann kommt vorhin erwähnt das Stadtarchiv mit ins Spiel, mit seiner Sammlung Wolf.
00:23:45: Ja, so entwickelt sich das dann sukzessive.
00:23:49: Oder nehmen wir ein anderes Beispiel.
00:23:51: Die Gartenbaugeschichte fasziniert uns eigentlich seit ... ... im Jahr zwei Tausendvier, wenn es noch früher war und dann war klar, dass wir eine erste Ausstellung mal über diesen Arenenberger Park machen.
00:24:05: Da kam ganz schnell diese Verbindungen zum Fürstchen Pückler entsprechend rein natürlich zu den französischen Gartenbauern Und die Mainau war uns eigentlich schon immer so ein Begriff, dass sie da auch eine Rolle spielt.
00:24:19: Aber so richtig fassen konnte man es dann nicht und mit der Mainau mal Kontakt aufgenommen.
00:24:27: Dann hat sich rausgestellt, dass die ja nicht auch ein großes Interesse daran haben, diese Zeit des Fürsten Esrahasi mitaufzuarbeiten.
00:24:35: Und plötzlich kam dieser Ausstellung Grüne Fürsten am Bodensee dabei raus, wo wir dann diesen Esterhasi mal etwas intensiver beleuchtet haben.
00:24:46: Den die meisten vielleicht noch von besagter Torte her kennen oder von irgendwelchen anderen Rezepten aber ansonsten hier bei uns überhaupt ein Begriff.
00:24:55: dass der eigentlich die Grundlage zur Meinung von heutig schafft war natürlich insider und bekannt aber alles andere nicht.
00:25:03: Und dann ergibt sich das eine zum andern.
00:25:06: Wir hatten da wirklich, manchmal denkt man dann, ob das jenseits da nicht doch auch noch seine Finger mit im Spiel hat.
00:25:13: Wir waren also dabei diese Ausstellung vorzubereiten und hatten kurz vorher in Frankreich ein Konvolut von Briefen Louis-Napoleons angekauft die uns eigentlich interessiert haben weil die Briefe von Louis aus Amerika geschrieben wurden.
00:25:29: er war damals im Exil In der Erinnernberger Zeit und davon gibt es relativ wenig.
00:25:35: Und meine schon erwähnte Kollegin Christina Egli, die Französin ist.
00:25:39: War dann also wiederum eine polgonische Netzwerke pflegen in Paris und hat gesagt ich holt Arbeit an diese Briefe grad ab oder guck sie mir mal an.
00:25:48: Die müssen ja dann auch importiert werden.
00:25:50: Zollgeschichte wieder andere Fragen.
00:25:52: Naja nun gut plötzlich kriege ich ein WhatsApp von ihr kennst du eine Betty?
00:25:58: Und ich so Betty!
00:26:00: Betty kann ja jeder sein.
00:26:02: Und dann machte sie mir mit dem Handy ein Foto von dem Brief, und was stellte sich heraus?
00:26:07: Es handelt sich um einen entzückenden Liebesbrief der Schwiegertochter des Fürsten Esterhasie auf der Mainau an unseren Louis Napoleon.
00:26:15: Der einzige Liebesbricht, den wir kennen – die einzige Beziehung, die wir nachweisen können.
00:26:21: Wir wissen von anderen, die es sicher gibt.
00:26:25: Aber da sitzen Sie dann so kurz vor Weihnachten auch da und denken, hm!
00:26:32: So ergibt sich dann das eine entsprechend nachher zum anderen.
00:26:37: Der hat ein paar Jahre mal eine ganz entzückende Ausstellung, um bei den Liebesbriefen zu bleiben – zu den Liebenspriefen Napoleon an die Kaserin Josephine, die ursprünglich Teil der Aarinenberger Sammlungen waren, wo wir dann haben Leute Liebesberiefe schreiben lassen auch ganz entzykend.
00:26:53: und so sehen sie Wir haben eigentlich über unsere Ursprungsidee, weil wir wollen was über unsere Bibliothek machen.
00:27:00: Weil wir ja diese große Forschungsphibliotheke haben, diese vierzigtausend Bücher davon natürlich so und zu viele auch aus dem Altbestand sagen wie immer also aus dem kaiserlichen Erbe.
00:27:11: Und hier werden wir sich dann damit beschäftigt.
00:27:13: Dann stellt man fest na gut, Orthans hat die zum ersten Mal ediert, diese Liebesbriefe und zwar auf Arenenberg.
00:27:20: Und dann kommt so die Idee eigentlich etwas... zu Liebesbriefen machen, die dann darin endet.
00:27:25: Das jahrzehnt jetzt mittlerweile her, dass wir eine Schreibtisch-Napoleons, den wir haben extra so hergerichtet haben, dass unsere Besucherinnen und Besucher sich am Schreibtischen-Napolyons hinsetzen durften und Liebesprüfe schreiben.
00:27:51: Toll!
00:27:53: Wie lang braucht man ungefähr um so ne Ausstellung vorzubereiten?
00:27:59: Naja das lässt sich schwer sagen.
00:28:01: also... von der Idee bis zur Umsetzung zwei bis drei
00:28:05: Jahre.
00:28:07: Das hängt dann ganz davon ab, wenn Sie mit vielen externen Leihgaben arbeiten, dann sind es eher die drei Jahre ... Wenn sie jetzt das Glück haben wie unsere aktuelle Futterausstellung, von der wir vorhin sprachen, da haben auch auf unsere eigenen Bestände zurückgreifen können.
00:28:26: Da bin ich dann in den Stadterhilf gegangen und saß dort einfach.
00:28:29: aber Da fall ich nur um, sozusagen.
00:28:32: Oder geh in Staatsarchiv ... Wenn Sie dann halt tatsächlich sagen, na gut, ich muss mit Malmeson unseren Mutterschluss bei Paris beispielsweise zu tun haben, dann sitzen sie halt auch länger erst mal dort.
00:28:45: Korrespondieren relativ lang mit den Kolleginnen und Kollegen vorher.
00:28:49: Je weiter was habt ihr eigentlich überhaupt?
00:28:53: Geht dorthin, sucht es aus.
00:28:55: Dann haben wir's vorhin auch schon angeschnitten.
00:28:57: Sie dürfen die Zollformalitäten ... Dann wiederum auch nicht außer Acht lassen.
00:29:02: Eines unserer Probleme ist, dass wir aus EU-Sicht im Ausland sind, die nicht europäischen Ausland und das macht die Sache einfach relativ komplex.
00:29:13: Und dann müssen die Texte geschrieben werden.
00:29:17: unter Umständen als sie Zeiten noch besser waren, konnte man auch noch Kataloge dazu machen.
00:29:22: Da müssen Sie ja auch noch die ganze Druckphase mit einrechnen und so kommt es ganz schnell.
00:29:28: Und wir haben sie am Anfang auch so ein bisschen angesprochen, jetzt auch mit dieser Vorbereitung zu einer Ausstellung.
00:29:34: Wie sieht denn Ihr Tagesablauf im Kroben so aus?
00:29:38: Sie haben es am Anfang schon kurz angedeutet sehr viel Administration.
00:29:43: Da würde mich mal einen Einblick tatsächlich sehr interessieren.
00:29:47: Na ja wie sieht mein Tagesabläuf aus?
00:29:49: Ich steige in der Regel so um acht Uhr Unweit von hier Will Amperial, wie die Franzosen jetzt sagen würden, Konstanz auf mein Stahlroß.
00:30:02: Also ganz ähnlich wie Louis Napoleon der dann immer auf seinem schwarzen Rappen ritt, reite dann im gestreckten Gallop sozusagen auf den Arrennenberg hoch und anschließend, wie jeder von uns wird der Rechner angeworfen, schaut mal was ist so über die Nacht entsprechend nachher angelaufen?
00:30:22: Dann haben wir natürlich viele Sitzungen, Geschäftsleitungs-Sitzungen.
00:30:26: Die bauliche Entwicklung auf Aachenberg
00:30:28: etc.,
00:30:30: dann tausche ich mich in der Regel mit meinen Kolleginnen von der Vermittlungsabteilung bzw.
00:30:35: mit der Leitung des Besucherservice entsprechend auch was steht an.
00:30:40: Gibt es irgendwelche Probleme die wir lösen müssen dadurch dass wir räumlich sehr eng aufeinander sitzen?
00:30:48: können wir eigentlich auch ständig Probleme während des normalen Tags entsprechend nachher lösen.
00:30:55: Ja und dann geht es an die Bearbeitung, das heißt also dass man halt entsprechend die Mails abarbeitet.
00:31:03: daraus ergeben sich wiederum Fragestellungen.
00:31:07: meine Kolleginnen und Kollegen ist eigentlich diejenige die sich sehr stark mit den Sammlungen und der Wissenschaft befasst.
00:31:14: das heißt wenn da Anfragen reinkommen Tausche ich mich mit ihr diesbezüglich nachher aus.
00:31:20: Und wir haben natürlich sehr viele weltweitelei Anfragen, weil bei uns einfach auch Stücke aus dem neunzehnten Jahrhundert schrägstrich den napoleonischen Geschichte sind die singulär sind also Ikonen der napoleonianischen Überlieferung und die sind dann entsprechend auch nachgefragt.
00:31:41: Dann muss man gucken geht es eigentlich überhaupt?
00:31:44: Die sind im Zustand Et cetera.
00:31:48: Ja, und mit etwas Glück hab ich dann vielleicht auch noch mal zwischendrin eine Stunde beschreib grad aktuell an dem neuen Parkführer mich wiederum mit der Vermittlungsabteilung auszutauschen weil wenn ich abends zu Hause schreibe ergeben sich da halt auch wieder Fragen.
00:32:07: ist es sinnig so wie ich das jetzt geplant habe wie seht ihr das aus der Sicht der Besucherinnen und Besuchern dass man's umschreiben?
00:32:14: vielleicht Genau.
00:32:15: Und dann setze ich in der Regel so bis zu achtzehn Uhr oben, steige dann wieder den vorhin schon erwähnten schwarzen Rappen und reite im gestrickten Gallop nach Hause und je nachdem setzte ich mich noch mal ein oder zwei Stunden entsprechend da rein.
00:32:32: Das passiert nicht jeden Tag das ist klar!
00:32:35: Das ist natürlich auch immer
00:32:36: abhängig
00:32:38: wenn es jetzt die Vorbereitung von der aktuellen Ausstellung drei, vier Stunden abends oder nachts da und habe die Texte zu den Bildern geschrieben.
00:32:49: Das ist halt so.
00:32:50: aber bitte das wäre jetzt überdramatisiert zu sagen dass es darunter fünf bis sechs Tage im Jahr passiert.
00:32:56: Das hängt effektiv davon ab wie sieht's jetzt entsprechend nachher aus?
00:33:03: Und was dann natürlich auch noch mit dazu kommt was ich persönlich sehr gerne mache sich dann einfach auch Führungen Also die Kuratorenführungen, wenn man da auch immer so schön dazusagt oder eben auch die Parkführung.
00:33:18: Den Park haben wir jetzt schon wieder entsprechend auch etwas unterdrückt.
00:33:23: Der Park spielt natürlich auch eine große Rolle für mich im Sinne dessen dass wir dann halt auch mit den Gärtnern im Austausch stehen.
00:33:30: was läuft entsprechend da?
00:33:32: Oder wenn Umbaupläne anstehen mit der Denkmalpflege.
00:33:37: Dass wir uns damit immer ganz intensiv abgleichen, ist die Sicht der Denkabpflege.
00:33:44: Die Sicht der Archäologie.
00:33:46: Wir sprechen jetzt nur von einem napoleonischen Arenenberg was die Sache ja nicht richtig trifft.
00:33:52: Der Arendenberg geht in die römische Zeit zurück.
00:33:56: das heißt wenn sie bei uns einen Spaten in den Boden reinstecken Da sitzen sie in römischer Zeit drin, da gibt es jetzt archäologische Sperrzonen.
00:34:05: Gleichzeitig lebt der Arenenberger ... Der Arenenberg ist ja keine Käseglocke drüber, wir sind die landwirtschaftliche Schule.
00:34:13: Wir haben das heute hell, wir haben die Musikinstrumente oben und die ganze Landwirtschaft da oben.
00:34:19: Dann muss man natürlich dann schon aber auch wieder drauf schauen dass dann nicht einfach tatsächlich der Kleinbagger vorrollt und sagt, jetzt müssen wir aber die neue Wasserleitung legen.
00:34:28: Und er macht ... Das war's mit der römischen Mauer!
00:34:33: Das sind auch so.
00:34:34: diese Bereiche, also diese Außenbereiche, die mit zu unserem Zuständigkeitsbereich nach erzählen bis hin eben Kontakt zu potenziellen Sponsoren halten.
00:34:46: Sponsuren vielleicht weniger im eigentlichen monetären Sinne sondern umgekehrt einfach Leute, die uns Schenkungen machen.
00:34:56: Das sind wir in der glücklichen Situation, dass wir sehr reich immer wieder auch beschenkt werden.
00:35:05: aber diese Leute müssen sie natürlich pflegen mit denen müssen Sie Kontakt halten.
00:35:11: das teilen sich Frau Egi und ich dann immer wieder auf.
00:35:16: Aber trotz alledem, davon lebt es Museum mit.
00:35:20: Wir haben kaum Gelder, um selber eigentlich noch aktiv auf dem Kunsthandel Dinge anzukaufen.
00:35:30: Sondern sind da natürlich dann darauf angewiesen, dass wir entweder aus alten Familien, sei es jetzt auch aus der Region aber auch international Sachen bekommen oder halt dann durch den ein oder anderen vielleicht mal dazu bewegen uns eine Stiftung zu machen.
00:35:49: Stichwort Stiftung, wir haben einen Freundeskreis.
00:35:52: Die Stiftungen Napoleon
00:35:53: III.,
00:35:54: die ja die Restaurierung, die Wiederherstellung des Parks sich auf die Fahnen geschrieben hat.
00:36:02: auch mit denen steht man natürlich im Austausch und muss da natürlich dann immer wieder aktiv sein.
00:36:11: Programmpunkte veranstalten Vorträge halten Gut Vorträg ist auch nur so ein Thema.
00:36:18: Klar, die kommen natürlich mit rein, wo wir eigentlich sowohl in der Region wie auch international nachgefragt sind und dann eben auch Vorträge halten zu unserem napoleonischen Thema.
00:36:38: nicht nur jetzt Arrenberg sondern einfach eher auch zu den Persönlichkeiten.
00:36:43: wenn sie über Artanze angefragt werden, dann sprechen Sie natürlich nicht nur über Artans zwischen achtzehn und fünfzehn.
00:36:48: Klar!
00:36:49: Und achtzehnt, siebenunddreißig, sondern präsentieren natürlich die gesamte Frau.
00:36:54: Und insofern gesehen haben Sie da immer wieder Thema da – und jetzt in meinem Fall ist beispielsweise so – dass ich dann die gesamten Geschichte des Arinnenbergs auch abdecke.
00:37:05: So imischen Zeit lässt sich relativ wenig sagen außer das sie da waren sozusagen.
00:37:10: aber gerade im Mittelalter sind wir schon wieder beim Stadtarchiv, da spricht es relativ stark aus den Quellen heraus.
00:37:20: Auch im achtzehnten Jahrhundert haben das schöne Weintema letztes Jahr behandelt.
00:37:25: Da spielt dann der Konstanzer Dom die Konstanzerdomherm eine extreme Rolle und naja sich in die Zeit der Konstanzer Domherrn einzuarbeiten.
00:37:38: Das hat mich etwas herausgefordert, weil das ein Thema war mit dem ich mich noch nie so auseinandergesetzt hab.
00:37:45: Damit sind sie dann wieder in dem Punkt ... Sie müssen sich das Hintergrundswissen ja auch irgendwie anlesen für die unabhängige von den Sachen, die sie jetzt im Staatsreichei finden.
00:37:54: zu diesem Dormherrn Betz beispielsweise der also sprunghaften Reinhandel betrieben hat bis hin, dass sie tatsächlich durch die Stadt gehen und mal gucken, wo er eigentlich gewohnt?
00:38:06: Und wenn sie ganz neugierig sind, sich dann auch noch die Kellergewölbe angucken.
00:38:10: Das sind vielleicht eher so die Sahnehäubchen ... Die man sich ab und zu haben kann?
00:38:17: Sie ist
00:38:27: ja ein ganz bunter Blumenstrauß, extrem vielseitig.
00:38:31: Und das macht's wie Sie schon gesagt haben auf der einen Seite sehr spannend.
00:38:35: Auf der anderen Seite ist natürlich eine Herausforderung.
00:38:37: Sie machen das seit neunundzwanzig Jahren, da spricht ja zur Genüge für Sie und Ihre Arbeit.
00:38:43: Ende twenty-sechsundzwanzig gibt es ja eine bauliche Maßnahme.
00:38:47: Was war da der Ausschlag und was passiert da?
00:38:51: Na ja gut, der eigentliche Ausschlag wenn Sie so wollen ist doppelt.
00:38:57: auf der einen Seite dieses historische Gästehaus ist im Moment baulich so in Zustand dass das eigentlich gar nicht mehr als im Zustand nennen können.
00:39:07: Das heißt das war ganz klar schon seit Jahren bekannt, dass dieses Gästehaus saniert werden muss.
00:39:15: Es geht jetzt mittlerweile gar nicht anders.
00:39:19: auf der anderen Seite Wir sprachen vorhin schon drüber das ist Napoleon Museum ja nun eben nicht nur museum sondern auch Forschungszentrum.
00:39:28: es haben uns dafür eigentlich räumig fällt auch für die Bibliothek und wir haben jetzt ein ganz totes Architekten Team dass ein super Entwurf gemacht hat, in dem dieses historische Gästehaus ganz ähnlich wieder in den Zustand versetzt wird wie es früher war.
00:39:50: Man muss sich vorstellen, da waren im Erdgeschoss große Räume.
00:39:53: Dort war nämlich der Torkl drin und der Talkl wird wohl nicht mehr da sein.
00:39:59: Zumindest haben wir ihn nicht entdeckt bisher.
00:40:01: aber diese Räumen bieten sich an dass wir dann in dem Erd geschoss einen Art Leseraum also schon zur Bibliothek entsprechend beziehend einrichten können wo auf einer Seite Gäste des Arenenbergs aber natürlich auch unsere Forscherinnen und Forscher arbeiten können.
00:40:19: Auf der anderen Seite ergibt sich aus diesem Raum dann wiederum die Möglichkeit, man kann ihn mit einem anderen Raum verbinden.
00:40:25: Dass wir einen eigenen Vortragsraum haben den wir vermissen aber das Museum ja eigentlich schon auch eine gewisse Selbstständigkeit haben muss und auf der gleichen Ebene dann Räume für diese vierzig bis fünfzigtausend Bücher die wir unterbringen.
00:40:44: Bücher heißt Französische Revolution zum Ersten Weltkrieg.
00:40:50: Jetzt werden sich die meisten wundern, warum?
00:40:52: erster Weltkrieb, die Kaiserin Eugenie wird sehr alt und überlebt den Ersten-Weltkriegen.
00:40:57: Und die beeinflusst, was die wenigsten wissen, denn der Seiervertrag noch ganz stark.
00:41:02: Also insofern gesehen sind das so ganz grob unsere Flöcke, die wir einschlagen.
00:41:11: Im ersten Stock oben bekommen wir dann neue Räume für die Administration, das heißt aktuelle Büroräume.
00:41:18: Da bekommen wir aber dann auch einen Raum wo wir unsere Vermittlungsprogramme durchführen können und gezielt mit Sprachen vorhin von der nächsten, der übernächsten Generation, wo wir mit denen auch Programme machen können weil das fehlt.
00:41:38: Und Sie können mit Kindern in diesen historischen Räumen drüben, zwar mit Kostümen arbeiten aber ich kann die nicht irgendwie auf den Boden setzen wenn ich normalen Besucherverkehr habe und sagen jetzt machen wir irgendeinen Rätsel oder so was es geht einfach nicht.
00:41:52: Das können wir dann dort eben auch in historischer Substanz entsprechend nachher durchführen wobei wir sehr froh sind.
00:42:01: Und dann gibt es noch ein drittes Stockwerk.
00:42:03: Das sind Mansarden, die aber noch historisch komplett erhalten sind während der anderen Räume schon vielfach umgebaut wurden.
00:42:11: und in den Mansarden da werden wir dann Lagerräume einrichten jetzt nicht nur fürs Museum selber sondern eben auch und das darf man auch nicht vergessen für unseren Shop schrägstich unsere Boutique Die eine ganz wesentliche Rolle für unsere Finanzierung.
00:42:30: Das haben wir eigentlich die ganze Zeit, wo wir im Museum gesprochen haben bisher unterschlagen.
00:42:37: Wir müssen uns natürlich auch refinanzieren und je weniger Besucher oder in dieser Umbruchszeit kommen umso mehr klafft mir aus der klassischen Museumsfinanzierung eine Lücke.
00:42:50: Die haben wir – eigentlich der damalige Chef des Kulturamts Daröne Munz.
00:42:55: Wir haben da tatsächlich gesagt, wie vor fünfzehn Jahren der Gesamtkomplex Sarenenberg das erste Mal umgebaut wurde.
00:43:03: Lass uns einen großen Shop schaffen weil es hat sich damals schon abgezeichnet dass ich mit den Besuchern was verschiebt und das hat sich im Nachhinein tatsächlich bewahrheitet weil mittlerweile der Umsatz des Shops noch nicht ganz aber praktisch zur Hälfte den Umsatz insgesamt auffängt.
00:43:24: Das heißt, das was wir an Besucher und was uns da weggebrochen ist fangen wir über den Shop auf.
00:43:29: Der Shop muss modern sein der Shop muss ansprechen wissen wir alle selber Und dazu brauchen sie Lager.
00:43:37: Da sind die Lagerflächen Die dann im Gästehaus entstehen.
00:43:43: Wenn wir dann aber das ist jetzt sehr weit in die Zukunft geblickt ich sage jetzt mal in vier Jahren fünf Jahre diesen Umzug vollziehen.
00:43:53: Dann werden die Räume des Prinzen Louis Napoleon, wo wir im Augenblick eben mit den Büros noch drin sind, die werden dann frei und dann wird man dort in einer gewissen Art und Weise ein Erlebnis schaffen sowie es heutige Besucherinnen und Besucher fordern.
00:44:10: aber da muss ich jetzt wirklich nochmal ganz stark auf die Bremse drücken weil fünf Jahre sind bei der Entwicklung der Technik eine sehr, sehr lange Zeit.
00:44:19: Wir müssen schauen was können wir überhaupt finanzieren?
00:44:22: Moment ne ganz schwierige Frage.
00:44:24: Stellung also insofern sehen sage ich einfach dieses viel zitierte Museum Der Zukunft wird von uns angedacht ohne Zweifel In welcher Form und wann es umgesetzt werden kann das immer an finanzielle Rahmenbedingungen geknüpft die wir noch nicht kennen.
00:44:44: Da gibt es aber natürlich dann auch einfacherere Lösungen, wo man dann sagt okay gut pöa pöe Schritt für Schritt Baukastensystem entwickeln wir.
00:44:53: Aber ich muss noch mal sagen fünf Jahre ist eine lange Zeit auf den ersten Blick ganz kurze Zeit, aber es kann eine sehr lange Zeit sein.
00:45:02: Ich denke, das ist auch eine Herausforderung.
00:45:04: Dann Ende des Jahres, wenn die Baumaßnahmen beginnen – so wie Sie das erzählen sind hier sehr umfangreich -, dann auch dafür zu sorgen dass der Betrieb in Anführungszeichen weiterläuft und die Besucher auch weiterhin kommen und nicht durch eine Baustelle irgendwie abgeschreckt werden.
00:45:20: Das kann man aber glaube ich auch konzeptionell ganz spannend umsetzen.
00:45:24: also es hat ja immer zwei Seiten.
00:45:26: Das ist sicher auch nochmal eine Herausforderungen.
00:45:28: für die tägliche Arbeit bin ich gespannt.
00:45:31: Klar, also die Beschäftigung setzt uns jetzt natürlich schon sehr stark.
00:45:34: wie gehen wir dann damit um?
00:45:36: Jetzt sind wir so in der Vorbereitungsphase wo dann einfach auch seitens der Architekten und das ist nicht nur der klassische Hochbauarchitekt sondern die Landschaftsarchitekten sind ja da auch mit im Spiel, wo man jetzt die Rahmenbedingungen uns so gegenseitig praktisch abgrenzen und daraus werben.
00:45:56: oder anders wird im zweiten halbjahr entsprechend stattfinden, unsere Schlüsse ableiten und sagen was können wir jetzt quasi anbieten.
00:46:06: Wie lenken wie die Besucher?
00:46:08: oder worauf lenken wir die Besuchern dann primär?
00:46:13: Wir haben ja letztes Jahr den historischen Weinkeller zur Dauerausstellung dazugeschlagen.
00:46:18: Wir haben dort diese Ausstellung über diese zweitausend Jahre Arrenberger Wein gemacht oder Wein am Bodensee dann insgesamt.
00:46:26: Und es kann gut sein, dass wir uns vielleicht für diese Übergangszeit mal etwas mehr in Richtung Kapelle und in Richtung Weinkeller also Richtung See orientieren und dafür die Südseite eher was rauslassen.
00:46:39: Aber das muss man dann sehen, dass immer wie schon gesagt gerade in der Abklärung drin Wein insgesamt für den Ahrenberg natürlich ein ganz spannendes Thema oder für die gesamte Region eigentlich ein ganz spannendes Thema aus dem er noch viel mehr machen kann als was wir bisher draus gemacht haben.
00:47:00: Es gibt also einige Ideen, die man da problemlos machen kann und wie schon sagte es könnte man jetzt auch mit dem Weintema oder wie auch immer
00:47:08: machen.
00:47:09: Wir sind leider schon am Ende der Folge.
00:47:12: Und bei jeder Folge gibt es mein persönliches Abschlussritual mit meinem Gast, ich beginne einen Satz und würde Sie bitten den Satz spontan zu vervollständigen.
00:47:26: Dann bin ich einmal gespannt!
00:47:27: Ja... Was mich als Museumsdirektor und als Mensch noch reizen würde wäre
00:47:37: die Geschichte der Familie Bonaparte am See fertig zu schreiben.
00:47:56: Wie lange würden Sie dafür brauchen?
00:47:57: Was schätzen Sie?
00:47:59: Wenn ich dranbleiben würde, sicherlich drei Jahre, aber sie bleiben mir nie an was dran.
00:48:06: Weil auch nach einer Pensionierung haben Sie noch einen Garten und so weiter fünf Jahre.
00:48:14: Aber dann kommt wieder irgendjemand und sagt Hier ist mein Familienarchiv.
00:48:21: Dann sitzen sie da und finden das ganz spannend oder ein neuer Liebesbrief an Luhi taucht auf und denken, toll!
00:48:29: Aber eigentlich habe ich es anders vor mir gesehen.
00:48:32: und dann fahren Sie wieder von vorne
00:48:33: an.".
00:48:34: Ich drücke in die Daumen, dass es klappt.
00:48:36: Wann auch immer?
00:48:38: Die Chancen stehen gut so wie sie mir dagegen übersetzen, dass sie da noch lange Freude dran haben und viele interessante Dinge entdecken und den Menschen mitteilen.
00:48:48: Vielen Dank fürs Dasein, vielen dank für die spannenden Einsichten in den Arenenberg.
00:48:53: In ihrer Arbeit und das was passiert in der Forschung.
00:48:59: Ich hoffe ganz viele Menschen hören diesen Podcast und haben Lust den Arenenwerk zu entdecken, neu wiederzukommen.
00:49:07: Und ich wünsche Ihnen einfach ganz viele Besucher.
00:49:10: einen guten Umzug!
00:49:13: Bleiben Sie so wie sie sind, weil es macht große Freude sich mit Ihnen über diese Dinge zu unterhalten.
00:49:18: Herzlichen Dank!
00:49:19: Ich
00:49:19: danke ganz herzlich für die Einladung und für die guten Wünsche.
00:49:23: Wir bleiben dran!
00:49:25: Herzlichen dank allen, die unseren Podcast Wachs- und Gäste hören.
00:49:28: bitte unbedingt weiter empfehlen, ganz viel teilen und was uns immer sehr freut natürlich auch abonnieren.
00:49:35: vielen Dank.
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